CV-'TZ r^ :;^^ ^"s¥. '%:v^ ^>;%t^' l^- ^v ■"•>>.■ : .- ' 4^. K* P Bfr 'f^/f ^f-m ■r.^. ,^'^4i %dt -^^"^*V :Vii hr ^ ii ^ .>4 MbSi ^ 80 meslura y biscochos de hdeclio) zum Ver- kauf aus." So erklären sich die „Biiiseinvurzeln" (Raizes de junco), von welrlien der Cliroiiist Azurara in der ersten Hälfte des 15. Jahr- hunderts als der Hauptnahrung der Gomoryten redet. Auch bei den alten Herrenos mussten, wenn Mangel eintrat, gemahlne Farnwurzeln den Gofio aus Gerstenniehl und andern Säme- reien ersetzen. Unendlich viel Wichtigeres ist der Vergessenheit anheimgefallen, durch Über- lieferung aber ein Requisit der guanchischen Kinderstube zuerst auf die Geschichtsschreiber, durch sie auf unsre Zeit gekommen. Die Ur- Einwohner Benehoave's oder Palmas und deren Stammgenossen von Ferro und Gomera berei- teten nämlich für ihre Säuglinge aus Farn- wurzel, in Milch getaucht oder mit Buller be- strichen, eine Art Lutschbeutel (Ciiupon), den sie Aguamames nannten und welcher wahr- scheinlich zugleich den Zweck hatte, die Klei- nen frühzeitig an den Geschmack des Rhizoms zu gewöhnen. Ferner erwähnt Viera*) als einer Suppe dieser Insulaner feingepulverle Heiechowurzeln in Fleischbrühe gekocht. Man begreift, wie wichtig dies Nahrungsmittel für die Hirtenslämme jener Gegenden sein mussle, die, ausser Gerste, kein Getreide kannten und neben der Milch ihrer Heorden nur auf wenig* wilde Früchte und die Schaallhiere und Fische eines Meeres, das sie nicht zu befahren wag- ten, angewiesen waren. Es dürfte bei ihnen eine ähnliche Rolle wie die specifisch von Pleris aquilina kaum verschiedene Pt. esculenla bei den Neuseeländern gespielt haben, mit dem Unterschied jedoch, dass die Speisen, zu denen es genossen ward, idyllischerer Natur, als die Anthropophagen- Mahlzeilen jener Cannibalen waren. Wir bemerkten bereits, dass es noch in diesem Augenblicke seine Bedeutsamkeil nicht verloren hat und weit entfernt davon ist, etwa nur im Nothfall zur Anwendung zu kommen, obwohl es dann allerdings onie noch grossere Wichtigkeit gewinnt. Immer noch gilt Hum- boldt's beredte und menschenfreundliche Klage, die Islenos seien genolhigt, Farnwurzeln als Gofio zu geniessen und allerdings beweist diese ärmliche Kost aufs Schlagendste das tiefe ■) Noticias de la histoiia gencrai de las Canaiias. I. p. 133. Elend, in dem die unteren Volksschichten auf °j den Canarcn leben. Zum Glück ist in dieser ^ Hinsicht im Lauf des gegenwärtigen Jahr- hunderts mancher Schritt zum Bessern ge- schehen. Auf unfruchtbarem Erdreich bleiben die Wedel des Adlerfarns meist klein: 1 bis 2 Fuss ist ihre gewöhnliche Hohe, hinter der sie häufig noch zuriickstehn. Je niedriger, desto wolliger pflegen sie zu sein; auch werden sie in diesem Zustand häufiger als die grossen E.vemplare fructificirend angetroffen. Ob Indi- viduen von der gewaltigen Höhe von über 11 Fuss, wie Herr Dr. Schacht sie in Ma- deira fand, wo er sie auf der Serra de Fanal Pferden samml Reitern über dem Kopf zu- sammenschlagen sah, auch auf den Canaren vorkommen, weiss ich nicht. ') So hoch waren durchschnittlich die äusserst fettem Boden enl- sprossnen Heiechos des Tenteniguadathales. In Fuertavenlura und Lanzarole sah ich keine Spur von Pteris aquilina. Da beide In- seln ganz oder grossentheils der heissen Küstenzone angehören, scheint dasselbe nalur- gemäss von ihnen ausgeschlossen zu sein. Nur ein Name, der der Montana de los Heie- chos, eines vulkanischen Atisbruchskegels bei Haria im Norden Lanzarote's möchte vielleicht dort auf die Möglichkeit eines immerhin be- schränkten Auftretens dieses Farns hindeuten. Dr. Carl Bolle. Ciyplocoryne Koeiiigii. Als Relzius 1779 in den Observationen das Arum spirale beschrieb, blieb eine ver- wandte Pflanze, ebenfalls von J. G. Koenig in Indien gesammelt, wahrscheinlich wegen der Unvollkommenheit des Exemplars, oder viel- mehr der Theile von Exemplaren, unberück- sichtigt liegen, die uns nun im ValiTschen *j Pteris aquilina wird in Madeira nFeiteira" ge- nannt. Dorther slammemle Exemplare zeigen die Un= lerfliiche des Laiihes eben so wollig als canarische; diese Bekleidung tritt jedoch an der secundiiren Ra- chis etwas wenificr hervor. Die Haiipiracliis ist, mit Ausnahme ihres obern Theils, kahl. Vielleicht dürften in dieser Hinsicht auch innerhalb der Canaren Ab- weichungen vorkommen; denn Webb und Berthelot sagen in ihrer Diagnose: rachi glahra vel pubescente. Jedenfalls überwiegt jedoch numerisch die sehr rauhe Form, der alle von mir genauer betrachteten p Individuen angehörten. 81 r Hcrl)iir, linier Bezeichnung „Arum ignolum, specialen mancnm — Koenig Ind. or." zur An- siciil gelangt. Es ist «aiirsclieinlich, dass die- selbe, welche uns in keinem der vielen und reichen Herbarien, die wir zu untersuchen so glücklich waren, vorkam, so wie „Arum" oder nun „Cryplocoryne spiralis" in oder um Tranque- bar gesammelt wurde und gestallet daher wol die Annahme einer mehr beschränkten Ver- breitung. Aber nicht nur als längst aufgefundene und für uns dennoch neue Art, erregt diese Cryp- locoryne unser besondres Interesse, sondern, und vorzüglich als Species, durch welche dem Characler der Gattung Cryplocoryne weitere Berichtigung wird ; denn wenn uns Crypt. spi- ralis Fischer die Verwachsung eines Cyclus von niehreiigen Ovarien, mit Einschluss eines zweiten aborlirten zeigt, die Ähre der An- theren ohne folgender Appendi.x zu sein scheint; in Cr. lancifolia aber zweieiige Ovarien, mehrfach iibereinandergeslellt und in Eins verwachsen vorkommen und kein deut- licher Appendi.x sich zeigt, so gewährt uns Koenigs Cryptocoryne die Wahrnehmung von vielen übereinander stehenden und verw''ach- senen, aber eineiigen Ovarien mit vom Grund entsendeter Samenknospe, und ein deut- liches Appendicalendc. Im Character na- turalis der Gattung sind daher die Ovaria als „uni- bi- 1. pluri ovulala," die Ovula als fundifi.xa, laterali cum uxi counexione ovario- rum saepe quasi lateraliter exorta," den Spa- dix als „appendice magis minusve evolula, cum spathae plica concretus" anzugeben. Was nun die übrigen mehr speciellen Merk- male der von Koenig entdeckten Cryploco- ryne betrifft, so sind diese fast eben so aus- gezeichnet. Das Blatt, welciies nicht in ganzer Grösse vorhanden ist, besitzt im Exemplar eine Länge von 18 Zollen bei einer Breite von 8 — 9 Linien und ist der Form nach lanzetllich- linear, mit alimählig verschmälerter Spitze. Nach unten zu scheint jedoch die Verschniä- leruiig weit längern und daher sanftem Ver- lauf zu nehmen. Der Coslaladern sind viele, auch noch am Plattenende entspringende vor- handen, die im langen fast aufrechten Verlauf, durch schief aufsteigende Onerüderclien ver- bunden werden. Von kaum minderer Länge o als der Blattstiel (das verjüngte untere Ende L des Blalls) ist jener der Spalha, er misst an K^ju^ 2 Exemplaren 9 und 12 Zoll und hal eine Dicke von ohngefähr anderlhalb Linien. Die fast 3 Zoll lange Kolbenliülle, welche er un- lerstützl , verfliesst unten mit seinem obersten Ende und bildet im ersten Drittel ihrer Länge die 3 Linien Durchmesser haltende verwach- sene Röhre, welclie im zweiten Drittel (der Spatha) in eine klalTend geöffnete Platte über- geht, die in langer pfriemiger Spitze endend, das letzte Drittel der Hülle abgiebt. Noch muss hinzugefügt werden, dass der Falten- lappen im Innern der Röhre der Spatha, über die Hälfte dieser hinabreichl. — .\m merk- würdigsten ist jedoch der Spadix selbst. Ein Viertel desselben bedecken die zahlreichen Ovaria (über 50), welche in ihrer Gesammt- verwachsung fast die Kugelform annehmen. Etwas länger als ein zweites Viertel misst der nackte Axis zwischen der männlichen und weiblichen Ähre, während diese selbst wieder (rleiche Länge miteinander haben, wofür aber das sehr kurz gestielte abgestutzt conische Appendicalende wieder kürzer als ein Viertel des ganzen Spadix sich darstellt und der Hälfte der nackten Axis gleichkommt. Aus dem eben Dargcslelllon wird sich jeden- falls die Eigenlhümlichkeil der Art genugsam . herausstellen, einer Art, die wegen der Länge der Blülhensliele als in liefern Wässern vor- kommend betrachtet werden muss. Wenn da- her für dieselbe der Name Cryplocoryne Koenigii von uns angcu endet wird , glauben wir nur einer Pflicht der Dankbarkeit gegen den längst Dahingeschiedenen uns entledigt zu haben, unser lautes Bedauern wegen der so lange entgangenen Kennlniss nur mühsam un- terdrückend. Indem wir nun noch in gebotener Kürze die Erkennungsmerkmale dieser Cryptocoryne in der Kunstsprache darbringen, glauben wir auch für Fachgenossen das uns Mögliche zur künfligen weitem und erfolgreichern Forschung beigetragen zu haben. Cryplocoryne Koenigii. Folii laniina longc lanceolalo-linearis, basi longc sensimque in peliolum anguslala, apice gradalim acuminala, vcnis costalibus plnribus, ad apicem laminae usque exserlis, arreclo-procurrentibus, venulis oblique Iransverse-assurgenlibus connexis. Pe- dunculus tenuis, debilis, jiedalis circiler. Spa- lha Iripoilicaiis, a medin leviter prociirva, ad A primam lertiam parlem usque in tubum, diame- J ^OL ,1 t.' U'-" ■iSS 1« m mmumiL Zeitschrirt für die gesamiiite Botanik. Officielles Organ der Kaiserl. Eteopoldinisch-CaroHnischen Akademie der Naturforscher. Herausgegeben Wilhelm E. G. Seemann, Mitglied der K. L.-C. Akademie der Naturforsclier etc. etc. Bertliold Seemann, Dr. Ph., F. L. s., Adjimct der K. Ij.-C Akadeiiiic der lsaiiirfur:»clu- otc. etc. „Nuuquam otiosus." TIf. Jalir^ang^. Mit einem II u I z s cli n i 1 1 e. TQ DUPLTCy^TA DE LA BIBLIOTHEQDH DU CORSEr.VA~Cir.E BOTAKIQUE DB GEI7EVB ^annoocr. vendu en 1922 Verlag von Carl Kümpler. 1859. Williams and IVorgate, li. W eslornianii {i Co., 14, Ilenrietttt Street, Covtiit OarJcii. 21)0, llrcindway. l'r. M iiiiksi eck, 11, ruo du L11U-. -^: M ^n Druck ron Aogost Grimpe in Kannover. f 1 11 li a 1 1 s V e r z e i ch n i s s. 1 1. Mitarbeiter an den sieben ersten Jalirgängen der ßonplandia. Alefeld in Oberramsudt bei Oarmstadt. C. F. Appun in Cumbre ^ande del St. Hilario ^Venezaela!. P. Ascherson io Berlin. B. .\uer5wald in Leipzig. H. Barth in London. J. G. Beer in Wien. C. A. Bergsnia in l'lrechl 7. A. A. Berlhold in Göttiogeu. G. Blass in Elberfeld. C. Bolle in Berlin. A. Bonpland in S. Borja f- A. Braun in Berlin. H. Burmeiiter in Halle JeUt in Brasilien). T. Caruel in Florenz. R. Caspary in Königsberg. E. Corniach in Green Springs vCalifornien). D. J. Coster in .Amsterdam. V. Czihak in .Aschaffenburg. A. V. Demidoff in San Oonato. C. F. Dietrich in Berlin. F. Emmert in Zell bei Schweinfart. N. V. Esenbeck in Breslau f- C. V. Etlinghausen in Wien. G. i. Frencb in BolloD. .\. Garcke in Berlin. E. F. V. Glocker in Breslau. H. R. Göppert in Breslau. A. Grisebacb in Goltingen. J. Grönland in Paris. F. V. Gulich in Buenos Ayres. Tb. \S'. Gumbel in Landau f. A. Bahnianu in Ilfeld, W. C. Haidinger in Wien. Ernst Hallier in Jena. J. C. Hasskarl in Konigstvinler. C. B. Heller in Wien. W. Henning in Calumet (Wisconsin). J. S. Heuslow in Hitcham. L. V. Heufler in Wien. J. F. Heyfelder in St. Petersburg. 0. Heyfelder in St. Petersburg. Tfa. Hilgard in St. Louis. C. HofTmnnn in San Jose de Costa Rica. W. Hofmeister in Leipzig. J. D. Hooker in London. Paul Horaninow in St. Petersburg. A. V. Humboldt in Berlin f. G. V. Jiiger in Stuttgart. C. Jessen in Eldena. F. Junghuhn in Java. F. Klotzscb in Berlin. C. Koch in Bertin. F. Koch in Wachenheim. F. Kornicke in Königsberg. Th. Kolschy in Wien. L. Kralik in Paris. T. K. Kulzing in >'ordhausen. Ch. Lehmann in Hamburg. F. Boyes Lockwood iu London. Ch. Ma\er in Bonn. J. Miers iu London. J. Milde in Breslau. F. .\. W. Jliquel in Utrecht. Moquin-Tandon in Paris. Ch. A'eigebaur in Breslau. J. >'oggerath in Bonn. • .\. S. Üerstedt iu Kopenhagen. Ed. Otto in Hamburg. V. Ratzesberg zu Schloss Wartenburg in Ober-Osterreich. E. Regel in Sl. Petersburg. H. G. Reicbeubach til. in Leipzig. Joseph, Fürst zu Salm-Dyck in D)ck C. Sartorius in llirador ^Mexico . H. Schacht in Berlin. F. Scheer in London. Tb. Schiedeck in Breslau. A. F. Schlolihauber in Gottingeu. H. W. Schott iu Wien. J. Smith in London. C. H. Schultz ^lilpont.) in Oeidesheim. F. Schultz in Weissenburg. Berthold Seemann in London. W. E. G. Seemann in Hannover. Emil Seemann iu Sl. Louis iMissouri). 0. W. Sonder iu Hamburg. F. F. Stange in Ovelgonne. J. Steelz in Hamburg. E. T. Sieudel in Esslingen f. T. V. Thumen-Grufendorf zu Griifendorf. C. Vogel in Leipzig. E. Vogel in Kuka ■{•. G. Walpers in Berlin f. \. Weiss in iVurnberg. F. Welwilsch in Paulo de Loanda. Heinr. Wendlaiid in Hannover. Ph. Wirigen in Cobicnz. I ,J IV ^ II. Abliaiidliingen. l Absprünge der Ficlilen. 234. Acciimatisalioii des Reises. 299. Acclimatisalions- Vereine. .329. Acliras Ballota als .Surrogat für (niUa-Percha. 299. Addenda ad florani Allantidis, praecipue insiilnrum Canarieiisium Gordaduniqiie, aiiclore Dr. Carole Bolle, M. D. 2.3S. 293. Adjunklen-Conferenz, Einladung zur. 54. Adjunkten -Versammlung der Kaiserl. Leopoldiniscli- Carolinischen Akademie der Naturforscher. 117. Agave und Fourcroya, nebst Beschreibungen einiger neuer Arten, Bemerkungen über die Gattungen, von Sr. Durchlaucht dem Fürsten zu Salm-Dyck. 85. Anthurium podopbyllum. Kth. Von H. Schott. 337. Amerikanische Weine. 136. Amtliche Mittheilungen der Kaiserl. L.-C. Akademie der Naturforscher. 11. 23. 53. 99. 142. 219. 342. Angelegenbeilen der Kaiserl. L.-C. Akademie. 206. Anzeige eines besonderen amtlichen Organs der Kaiserl. L.-C. Akademie unter dem Titel „Leopoldina". 142. Aroideologiscbes. Von H. Schott. 102. 183. Aroideenskizzen. Von II. Schott. 26. 163. 337. Asplenium Newmani und Cheilanthes Guanchica, zwei neue Farnspecies. Von Dr. Carl Bolle. 106. Auffallender Wuchs einer Kiefer. 234. Australiens Alter. 101, Banianenbaum, der grosste. 136. Bell (Jacob). 238. Bereitung des Rosenöls. 307. Bier und Hopfen, von Dr. Alefeld. 18 i. Bignonia Peruviana Linn. = Vitis bipinnata, Tor, et Gray. 274. Blalteinschlüsse im Leltcnkohlensaudstein bei Apolda, über eigenlluimliche, von E. Iliillier. 50. Blitzableiter aus Stroh. 17. Botanischer Garten zn Padua. 16. Botanische Reise von J. E. Teysmann über Banka nach dem Inneren von Palembang auf Sumatra. Nach dem Holländischen von Dr. J. K. Hasskarl. 118. 146. Botanisches Leben in Paris. 341. Codazzia Krstn. et Trian. ==■ Delostoma, Don. 275. Corylus Colurna, 200. 299. Cothenius'scbe Preissliflung. 246. Calantrillo, ein Quellen- und Ilausfarn, und die Herba Tostonera, von Dr. Carl Bolle. 104. DanUsagungsschreiben von der baierischen Akademie. 342. Dattelpalme, ihre Namen und ihre Verehrung in der alten Welt. Ein kulturhistorischer Versuch von A. Hahmann. 206. 2>4. Droguen-Ausstellung im butanischen Garten zn Breslau, 145. Ehrenbezeugungen. 99. Eigenthümlichkeiten verschiedener Pflanzen. 17. Einladung zu einer A. v. Humboldt-Stiftung für Nalur- forschung und Reisen. 343. Enzet oder Enseht Abyssiniens (Musa Ensete, Gmel.) 221. Farn, Farne, Farrn, Karren oder Farnkräuter. 169. Fortune's gelbe CamcUia. 253. Geruch des Chenopodium Vulvaria, 96. Geschenk des Königs von Sachsen. 53. Glückwunsch-Adresse. 100. Ilabrollinmnus, Notiz über, von Berthold Seemann. 14. Haltbarkeit ungarischer Weine. 184. Hanburia, eine neue Cucurbitaceen-Gallung von Mexiko, von Berthold Seemann. 3. Hannoversche Sitten und Gebräuche in ihrer Beziehung zur Pflanzenwelt. 107. Henfrey (Arthur). 292. Heilmittel gegen Steinheschwerden. 184. Herausgabe der Verhandlungen der Akademie. 23. Horaninow's wissenschaftliche Arbeilen, 276. Hortus Bogoriensis descriptus auctore J. K. Ilasskarl. 70. 253, Hülfsmittel zur Vegetation, 299. Humboldt's Ansicht über die Organisation der Kaiserl. L.-C. Akademie, 221. Humboldt-Stiftung. 305. K. Akademie der Wissenschaften zu Wien (Sitzungsbe- richt). 8. 21. 114. 302. K. K. Gartenbau- Gesellschaft zu Wien (Sitzungsbe- richt). 21. K. K. geologische Reichsanstalt (Sitzungsbericht). 45. K. K. geographische Gesellschaft zu Wien (Sitzungs- bericht). 8. K. K. zoologisch - botanische Gesellschaft in Wien (Sitzungsbericht). 7. 21. 98, 114. 115. 301. 325. Kotschy's Eichen. 13. Lärchenmotte. 234. Linne's Geburtstag und Brown's Sterbetag. 1, Londoner Gartenbau-Gesellschaft. 189. 328. Loureiro's Calhetus fasciculata und Camellia drupifera, von Berthold Seemann. 47. Manila Hanf. 15. Medicaginiden. 233. Mittel gegen Insekten in Herbarien. 184. Morphologie des Papaver somniferum. 336. Naturhistorisches Atelier von C. F. Schmidt in Berlin. 96, Neue Allerhöchste Bewilligung. 219. Neunter Jahresbericht der naturhistorischen Gesell- schaft zu Hannover von Michaelis 1858 bis dahin 1859. Orientalisches Rosenöl. 306. Papaver somniferum, zur Morphologie des. 336. Papyrusslaude und Fabrikation des Papieres bei den Alten, von Wüstemann. 330. Paradisus Vindobonensis. 25, 42, Parlhenogenesis bei Pflanzeu, 4. 37. Phyllarthron-.\rt, neue, von Madagascar, von B. See- mqnn. 224. Pleurocarpus deoemfidus, eine neue Rubiacee aus der Tribus Ilainelie^e, von Dr. Fr. Klotzsch. 3. Prämie. (Zur vergleichenden Anatomie des Auges). 343. Proclaniation neu aufgenommener Mitglieder. 23. Personalnotizen. 7. 20. 40. 51. 95. 114. 137. 166. 187. 203. 218. 235. 251. 277. 300. 325. 342. Ranunculus sceleratns, über die Schärfe des. 184. Rose (die), mit Rucksicht auf deren Kultur und An- n Wendung im Alterthum, von Wüslemann. 313. J pO!_y r Roi U Sei Rosen und Rosenöl. 306. Sclilesisclie Gesellschaft für vaterländische Kulliir. II. Schreiben Humbüldls. 83. Spatliodea ilicifolia, eine neue Bignoniacee von Bra- silien. '246. Spergula pilifera. 200. Surrogat für Gutta-percba. 184. (Vergl. p. 299.) Sjrirga Chinensis. 200. Taraxacon. 234. Taro anf den Fidschi-Inseln. 299. Thee-Prodiiction in China. 184. Torf, sein Vorkommen und seine Entstehung, von Dr. A. Pokorny. 31. Über einige in historischer Beziehung interessante Pflanzen der Ungarischen Flora. 338. Unheil über die auf die fünfte Fürstlich von Demidoff- sche Preisfrage eingegangenen Concurrenzschriften. 342. Vegetations-Geschichto des Rohres an der Donau in °J Österreich und Ungarn. Von Dr. S. Reissek. 191. C Vergilluiig durch den (icnuss der Akazienwurzel. 90. Verliallniss der Akademie zur lionplandia. II. Verlegung des Verlags der Nova \cta. 54. Verzeichniss der Mitglieder und Beamten der Kaiser!. L.-C. Akademie der Naturforscher. 54. Vorkommen fossiler Pilze in der Lettenkuhlengruppe Thüringens, Notiz über, von E. Hallier. 190. Meine, Amerikanische. 136. Weine, Ilallbiirkeit ungaiischer. 184. Wissenschafiliche Arbeiten Paul Iloraninows. 276. Zeitungsuachrichteu. 7. 20. 40. .')1. 95. 114. 137. 166. 187. 203. 218. 235. 251. 277. 300. 325. 342. Zucker und Runkelrüben-Zucker. 45. Zwergmandeln. 233. III. Literatur. A Guide, to ihe Quadrupeds and Repliles of Europa. By Lord Clermont. 202. .\lexander von Humboldt. Von Hermann K lenke. 186. X Life of Linnaeus. By Miss Brightwell. 200. A Manual Flora of Madeira and the adjacent Islands of Porto Santo and the Dezerlas. By R. Th, Lowe. 201. Bildende (iarlenkunst und Pflanzen - Physiognomik. Von Dr. Carl Koch. 137. Das Pllanzenreich. Von Dr. F. Wimnier. 165. Die Eichen Europas und des Orients. Von Dr. Th. Kotschy. 19. Die Gesneraceen des k. Herbariums und der Gürten zu Berlin. Von Dr. J. Hau stein. 202. Die Pflanze und ihr Lehen. Von Schieiden. 17. Enumeralio Planlarum Zeylaniae. By S. H. K. Thwaites. 299. Florae Columhiac terrarumque adjacentum specimina selccla. Edidil II. Karsten. 251. Folia ürchidacea. By J. Lindley. 51. Genera, Species et .Synonyma Candolleana alphabetico ordine disposita. Pars III. .\uclore H. \V. Buek. 185. Hortus Lindenianus. 217. lUustrations of Ihe Nueva (luinologia of Pavon. By J. G. Howard. 184. Index 1-ilicum. By Th. Moore. 299. Krankheiten der Cullurgevviiclise. Von D. J. Kuhn. 217. Lehrbuch der gesammlcn rflauzenkunde. Von Dr. .M. Seubert. 6. Madeira und Teneriffa mit ihrer Vegelalion. Von Dr. Hermann Schacht. 77. Parlhenogenesis im Pflanzenreiche. Von E. Kegel. 340. Planlae Hartwegianae. .Vuctore G. Beut ha m. 20. Signaluren für das Herharinni. Von Fr. Iloffmann. 340. Species Filicum. By Sir \\. 1. Hook er. 300. Thesaurus Capensis. By IL Harvey. 201. Tobacco and its Adulteralions. By II. P. Prcscolt. 19. Vier noch unbeschriebene Pcperuniecu des Herbariums des Kaiserl. bot. Gartens in St. Petersburg. Von E. Regel. 340. Walpers. Annales Botanices sysicmalicae. Anclore Dr. C. Müller, Berol. 185. Bericlltif^nni^en. p. 200: Als 0"ellc der drei vermischten Artikel ist die .,IIamburger Garlen- und Bliimenzellnng" anzugeben. — p. 275 und 276 lies überall „Codazzia" für Condazzia. p 309, zweite Spalte, Zeile 24 v. oben lies, nge n ügenderm" fiir „genügendem". ,,!^iinq nam oliosiis. Erscheint j am 1. ti. 15. jedes filonaU. I Preis des Jahrgangs 5'/j Thir. Insertio nägebühren I 2 Ngr. fiir die Petitzeile. Redaction: Bcrlliold Sfemaiin W.E.G.Si't'miinn in C)nnnopcr. IIONPLAMA. Agent« : ' In London Wllliuis & Nor f;>l^ 14, Ilcniiella Siiuic, 1 Covüut Ci.irdcn, A Pnria Fr. hllnrksirrk. II, riK' il.' I.illr. I in Nüw Y.iik II. »r5(rr mann dl C»., Siui, Uroadniiv Verlag von (liiil Kiiniiild i n tj ii 11 H u ( r Osler»trA9se Nr. üi. C^Viirdjriri für Mc iii'(iimm(c ^oodiuili. Offirielles Organ der Kaiserl. Leopold. -Ciuol. Akademie der \'iilurfoisrliei MI. Jahrsanii. i^rtiiiuTiicr, 15. 3nnuar 1859. N«.l. IXichtainllielier Tlieil. Linnc'^s Geburlslag und Hioun's Sleibelag. Im Laufe des vorigen Jahrgangs (Bonpl. VI. p. 173 u. 225) bezeichnelen wir den 24. Mai als den Gehurlslag Linnc's, den 10. Juni als den Slcriiotag Brown's. Gegen die Riciiliglteit (lieser Angaijen sind Bedenken erhoben wor- den, was uns gleiciisain die PIliuht autcrlogl, unsere Angaben durch Beweise zu IvriiHigeM. Die Präsidentenwahl der Kaiserl. Leop.- t'arolinischen Akademie der Naturforscher ward bekanntlich am 24. .Mai, — dem von uns ange- I nommenen Geburtstage Linne's — begangen, j und keine passendere Gelegenheit konnte wohl dazu auserlesen werden, einen solch inhalts- schweren Act zu vollziehen. Die Botanische Zeitung erwähnte diesen Vorfall mit folgender Bemerkung: „Es wird bei dieser Anzeige (der rrasidentenwahl) gesagt, es sei die Erolfnung der Wahlzettel am 24. Juni (sie! aber olfenbar ein Schreib- oder Druckfehler für Mai. Hed. der Bonpl.), dem Oeburlstage Linne's erfolgt-, dies scheint aber auf einem Irrlhum zu beruhen, denn Liniie sagt in seinen eigcnliiindigcn An- merkungen, dass er in der Nacht vom 12. /22. auf den 13. /23. um 1 Uhr geboren sei, und Stüver nennt auch in seinem Leben Li im 6s den 23. Mai 1707." — Die Linne sehe Gesell- schaft zu London hat alljährlich, schon seit ihrer Stiftung, den 24. Mai als den Geburtstag des grossen Schweden gefeiert, und sich gewiss nicht in dem Tage geirrt, denn der 13. Mai alten Styls war nicht, wie die Botanische Zeitung anninnnt, der 23., sondern der 24. Mai neuen Styls. Das kann ein Jeder leicht aus- rechnen. Dass Linne am 13. Mai 1707 alten Styls geboren ward, darub(;r waltet nur eine Stimme, und fehlte es noi-li an Beweisen, so lieferte sie ein aller schwedischer „Alrniinacli Pa Ahret after Jesu Christi naderik a Todclse 173.")", der einst im Besitze Linnc's sich be- fand und auf dessen Sclirciblafeln sich ein kurz gehaltenes Tagebuch lieliiidut, von Linne s eigener llaiid, llicils in schwedischer, theils in lateinischer Sprache geführt. Dieser Al- manacli gelangle vor einigen Jahren für etwa 21 Thlr. in den Besitz der Linne sehen Gc- sellscliafl, und sein Inhalt wäre wohl der Ver- öneiillichung werlli. l iitciin 2ü. .\j)ril lindel sich der Geburtstag von Linne's damaliger Braut, Kraulein Moraea, unterm 13. Mai sein eigener eingetragen, doch merkwürdiger Weise sind diese beiden Notizen mit phanlaslischen Buchstaben und rückwärts geschrieben, so dass sie nicht sofort zu Icisen sind , während alle übrigen von dieser Spielerei frei sind. Hinsichtlich des Sterbetages Robert Browns sagt die Botanische Zeitung (Jahrg. XVI. p. 2H8) : „Im Athenaeum vom 19. Juni (ein Sonnabend) heissl es: „„Died on Saturday last"", das wäre also Sonnabend, den 12. Juni, wogegen wir früher (Bot. Zeit. .\VI. p. 192), sowie andere Miltheilungen *)•; den 10. Juni als Sterbetag nannten. Da das Begräbniss am 15. Juni statt- gefunden hat, so ist der 12. Jniii wahrschein- lichiM-." Wir sehen niclil riii »ariiiii, da das Begräbniss am 15. Juni »latlgerundeii hat, es wahrscheinlicher sein soll, dass der Tod *) Times, Bunplaiidiii, Kit. Oltn's (Jiirlcn/.cinmif, U.S. w. '*«•'• '''"' ^P^ am 12. cif()lgl(!. Die uiigliscliu Siltc woiclil darin von der deutschen al), dass sie den Leichnam langer als drei Tage uiibestallet liissl; 5 Tage, seihst eine \Vücho, ist dii; gcwüliiiliihe Frist. Die Wahrschcinliciikeit ist duiier sehr gering, und das Athenaeuin, sowie alle Zeil- schril'len, die das von ihtn angenoinniouc Dalinn des 12. Juni ahschrichen (Bulanisciie Zcilnng, i'harmaccul. Journal etc.) werden sich genüliiigl sehen, ihre Angabo durch das von der Uonpiandia, sowie das in dem von ihr gcliererten J.cilarliliul der Londoner Literary Gazette angegebene üalum des 10. Juni /.u beri('liligcn. Brown soll nach dem Athenaeum am Sonnabend, den 12. Juni gesloiben S(;in. Wäre dem so, dann küiuile die Times vom 12. Juni unmöglich die TüdesMachriohl enlhallen haben, denn das Welt- blatt wird schon in der Morgendaniiiierung aus- gegeben, in der Todtcnlisle der Times vorn 12. Jinii steht aber ausseidcm noch: — „Starb am 10. d. M. in seiner Wohnung, 17, Dean Street, Soho Square, Hobert Bro^vn, u. s. w., im 85. Jahre seines Lebens." Kerner bezieht sich der spater (am 17. Juni) in der Times er- schienene Nekrolog an! die Todesanzeige in der Sonnabendsausgabe (12. Juni) und nernil ebenlalls den lü. Juni als den Sterbetag. Dieser Nekrolog lloss aus der Feder eines intimen Freundes Robert Brown's, des Herrn J. J. Benneil, und dürlte dazu beitragen, jeden Zweifel beseitigen zu helfen, der sich noch etwa gelteiul machen könnte. Man wird aus dieser Darlegung erseiien, dass wir durchaus keine Schnitzer begingen, als wir den 24. Mai als den Geburtstag Linne's, und den 10. Juni als den Sterbelag Brown's bezeichnelen. Hanhiiria, eine neue Cncuihitaceeii-Ciiillnng von IVIexiKo. (Conf. Boiipl- VI |>. 293.) Seil der Publication des Gattungscliaraelers von Hanburia ist in Kew eine schril'lliche .Mit- Iheilung nebsl zwei Abbildungen aufgefunden worden, die sich beide auf meine nc-ue Gattung I beziehen, und von Herrn Hugo Fink lier- slanunen. Der sie bögleilende Brief ist datirl 1 Hacienda de San Francisea, bei Cordifva in L Mexico, den 12. Seplendier IbaO, und an Sil' ^._j!_.-:,-- - - — W. J. Hooker in Kew gerichtet, der mir gütigst erlaubte, den Fund nacii Gutdunken zu verwertlien. Herr Fink bemerkt, dass er hienut , eine iiciit' Uii- Itiiifce aus der Tribns Hiiiiielieae. Besclirieben vom IJr. I'"r. hloizscli. Der Herr Universitälsgärtner Sauer in Berlin sandte mir eine Pflanze zur Bcstinmiung, die «ierselbe als ("inchona puhescens aci|uirirt halle. Schon dieser Herr hatte erkannt, dass sie nicht zur Galtung Cinchona, geschw<'ige denn zur Cinchona puhescens Vahl gehören könne nnd der erste Blick, den ich auf das Gewächs warf, überzeugte mich von der nur zu sehr begrün- deten Vermulhung des Herrn Sauer. Schon in der äusseren Tracht hat dieses Bäumchen so viel abweichendes von dem ge- wöhnlichen Typus, iler die Ruhiaceen charac- terisirt, ilass es nach dem Habitus zu urtheileii schwieriger ist, es als Rubiacee zu veriliciren, als darin eine neue Haltung zu erkennen und zu begründen. Stall der zwischen.ständigen Nebenblätter in der Abiheilung, wozu dieses Gewächs gehört, finden wir häuliue scheidenarliße Neben- blätter. Slalt der zahlreichhhilhiüen Blülhen- stände, stehen die Blülhen hier einzeln auf den Gipfeln diT Zweige und statt eines fünflhcilicren j Kelchsaumes, hcfinilen sich hier noch zwischen den langem Kcichzipfeln fünf kürzere Einschnitte. Das Auffallendst.! ist jedoch die kugelförmige pubcscireiidc der Länge nach mit "» breilcn runzeligen Rippen versehene Kelchröhre; jene .i ^- Rippen aber bilden keine Conliniialion der grösseren Kelchabschnille, sondern wechseln mil ilinen ab. Man sieht hieraus, dass es niriil an Anhalls- liunclen fehlt, eine neue Pflanze generisrh zu definiren, deren Vaterland bis jclzl unbe- kannt ist. Hier die Diagnose. Pleurocarpus *) n. gen. Flore3(!ii)ici? Calycis liilio globoso longiludinaliler (|iiinquecosli)lo, costis laciriiaium majoriim alternantibiis lalis iiliiiunie attenualis siilinigosis planis, medio sulco loiigiludinali inslniclis, linilii) decenifidu, laciniis qninque, corollam siil)ae(niaiilil)iis iihlongis aciiüssimis , iiilus concavis glabris et quinque l)revissiinis aciitis iiUer lacinias majores. Coroila liypocrateriiiiorpha, liibo cy- lindrico brevi virescenle, exliis brevissime pubescente, l'aiice hirsiita, limbi quinqueparliti erecto-palenlis la- ciniis brevibiis ovato - cordatis aculis flavidis ulriiiqiie adpresse-pulicnilis. I^loies leminei .• Slamiiia 5 efl'uela ; lilamenlls brevissimis iiiTra inedium lubo ooiollae iii- sertis ; antheris lanceolatis aciiniinatis. Stylus brevis disco epigyno carnoso impositus. Stigmata i lanceo- lata, margine recurvata, tiibiim corollae aeqiianlia car- nosa. Ovarium globosuni pubescens quinquecostatum 4 loculaie, oviilis iiiimerosis ; placentae per stipitem brevem carnosum angulo luciili iiileriuri al'fixae. Fnitex vel arbuseulus; f'oliis oppositis brevi pelio- latis rugosis, supra nitidis; slipulis vagiiianlibiis con- nalis fuscis membranaceis ; lloribus terininalibiis soli- tariis brevipedicellatis bracleis subulalis siilTullis. Plenrocarpiis decemlidus Kl. Arborescens, ramosus ; ramis peliolis loliorum pagina inferiore flo- libiisque niinutissime pubescentibns ; foliis oblongis icigosis brevi aenminatis, basi obtiisis, supra nitidis; stipulis vaginantibns l'u.-icis, basi suliilis ; (loribiis fe- mineis solilariis terminalibns lirevipedicellalis. Fotia 5poll. longa, 2poll. lala, f'etioli seniipol- licem longi, supra plani. Stipnlae vaginantes 7 lineas longae, interdum deinde bilidi. Tubus calycis globosus 5 lineas in diametru. Calycis limbi laciniue majores extus pubescentes. Coroila quinquelinearis. Vermisch (es. Partht-noffcncsis bei Pflanzen. Von F. Rnpreclil. Als ein ofler und in ersler Iteilie anl- gestelltes Beispiel liir Parlbenogenesi.': ist Coelebo- gyne ") ilicifolia Sni. gewissermaa.ssen lierubmt ge- worden. Alle in europaischen Ciirten vorhandenen r *) Aus itXEDQCt Rippe und xaq-:ioc. zusammengesetzt. Die Kelchröhren tragen Langsrippen. **) So scbieibt Smith, nicht Caelebogyne. Gegen caelebs lässt sich auch coelelis vertheidigen ; es ist nicht unnmgiinglicb uoihwendig, den Namen Cüclebo- gyne lür einen Hybriden zn erklären : xüi'/nj) carens leclo. zoiXoßoy orbalus, s. Forcellini 1. 3.0cliandelt worden ist, wie jene, die niclit im Hesilze reifer Samen von Coelebogyne sind, fordern könnten ; es ist nicht bekannt, wer für die Richtinnen. um zn zeigen, dass die jungen Iteimpnanzen einer solchen Organisation entsprechen ii. a. m. — In einem Vortrage von A. Braun über Coelehogvne, '23. Octüber 185ti (Monatsbericht der k. Akademie zn Berlin, S. 435) wird zwar von der Embryobildung in einem frühen Stadium, von normal gebildeten Samen und Samenhäuten gesprochen, aber nicht von Eivveiss, fertigen (.'otyledouen und Lage des Wür/elchens. Der Verfasser der Leitartikel in der Bonplandia hat diesen Vortrag gekannt und cilirt. — Aus der letzten mir zu- gekommenen iVo. 44 der bot. Ztg. vom 30. Oclub. 18.57, S. 712 sehe ich, dass Herr A. Braun den 22. Septbr. in der bot. Section der dreiunddreissigsten Versammlung der Naturforscher in Bonn, über die Keimung von Coelebogyne in Beziehung auf die oben aufgestellte Behauptung in der Uonplandia einen Vortrag hielt, und Keimpdanzen vorzeigte, welche diese Heliauptnug widerlegen sollen, indem sie eine höchst deutlich ent- wickelte Pfahlwurzel besitzen und 2 eiförmige grosse Cotylcdonen, auf welche dann die gewöhnlichen Blätter von bekannter Form am Stengel folgen. Diese Mit- theilnng war eigentlich vollständig, ist jedoch, wie sie gedruckt vorliegt, nicht streng widerlegend. Die un- tersten Blaltschuppsn der angegebereii Knospen konnten auch ('otyledouen ähnliche Formen annehmen, wahrend die inneren Blattansätze mit der Entwickeinng des Pflünzchens in die eigentliche Blattforni sich umbil- deten; was aber die entwickelte Pfahlwurzel betrilft, die allerdings von Gewicht ist, so weiss man nicht, ob ihre Enlwickelung, was hier entschieden ist, liis zum Anfang der Keimung verfolgt wurde; eine Wider- legung mussle auch aus dem Baue des Samens ge- geben werden, da sich gerade darauf die gcgennber- slehende Behauptung gründet. — Nun wird es auch erlaubt sein zu fragen, ob in den übrigen als Belege für die Parthenogenesis angeführten Fällen, wie Can- nabis, Mercurialis, Pistacia, Spinacea, Bryonia, ein wirkliches Embryo und nicht etwa eine ihm ähnliche Knospe im keimfähigen Samen ausgebilrlel war. Auf einen solchen Fall hat man schwerlich gedacht; aber selbst die von mir durchsuchten Berichte über die obigen Belege schweigen entweder ganz über den Embryo, oder sprechen nur dunkel. Bei Mercurialis annua erwähnt Ra misch Colyledonen an den Keini- pflänzchen ; Link hat von Exemplaren der Mercurialis elliplica ohne Foecundalion Samen erhallen, in welchen alle Theile gehörig ausgebildet waren, der aber nie keimte. S. Bonpl. V., '2 13. Nur bei den Spätfeigen spricht (jasparini deutlicher vom Embryo, doch scheint dieser Fall noch kein zulässiges Beispiel für I'arlhenogenese zu sein, in Folge der l'olliuidiniii am Ovulum, deren Bedeutung zu wenig erforscht ist. Ohne Zweifel werden bald die Ergehnisse genauer Untersuchungen solcher Siiuien hekaunl «erden, da die Entscheidung über erein ; es waren die Abbildungen de.s Embryo bei Gaudichaud nnd Miquel damals hier noch unbe- kannt; Meyer konnte nur die einzige Figur bei Trecul citiren. — Oh Versuche in Bezug auf die Keimlahigkeit dieser Samen angestellt wurden, ist mir nicht bekannt. Doch scheint es nach einem Ausdrücke im Ms. Meyer's bei Gelegenheit der Beschreibung dieser im k. hol Garten gewonnenen Samen, wo es heisst „Plumula inconspicua, in germiiiante seminc inferne cum cotyledone minore connala." — Ver- gleichen wir diesen Fall mit Coelebogyne, so steht er dem letzteren darin nach: i) dass doch die Möglich- keit einer Foeciindatlon durch Pollen tragende Exem- plare vorbanden war, indem dieselbe nnil noch eine zweite Art dieserGattiing im Bereiche der (lewächshäuser lies (iartcns standen. Wahrscheinlich ist dies nicht, denn diese Exemplare waren getrennt durch eine grosse Menge von Pflanzen und mehrere Häuser mit verschiedenen Temperaturen, also mit (für gewöhnlich) verschlossenen Thüren ; 2) dass nicht erwiesen ist, oh durch die Aussaat dieser Samen vollkommou dieselbe Art wieder gewonnen wurde, daher die Möglichkeit einer Foecnndalion durch Pollen einer fremden Pflanze nicht ausgeschlossen bleibt. Das niussle aber doch nur eine in ihrem Baue sehr nahe verwandte Gattung sein, z. B. Trophis, aber damals besass der Garten keine Trophis. — Dagegen hat dieser Fall bis jetzt den Veseliene Marabnis v(m Fezzan nach Wadai gesehiekl werden, mn der peinliehen Ungewissheil i-iii Ende zu iiiaclirii. Im sclilimmslen Falle ^^•ird ihr Absehen hauplsachlicli auf Ret- tung der Papiere und Sammlungen des Reisenden gerichtet sein. — Wegen der vielbusprochciieii «orlhvidleii Bibliothek des verstorbeneu Anatomen und Phy- siologen Prof. Johannes M ulier sind gegen- wärtig Verhandlungen mit Nordamerika einge- leitet worden. Aus Hoislrill, im Januar. In Schleswig- Molstein sind alle wissensclialllichen und Knnsl- vereine („zur Verbreitung nalur\>issenscliall- licher Kenntnisse", der „Kunstverein zu Kiel", der „Verein für valerländisehe Geschiehte", eine GcsellschafI für Allerlhumskunde, sogar ein Gar tenba u- Verein) verholen worden. Die Holsteinische Stämie-Versainnduug wird sich im Stillen über diese „Aussöhnuiigsmassregel" zu wundern Gelegenheit haben. Wim. Sll/.iinsr der K. I(. zoologisch - bo- Innisclicii (icse 1 1 siii all vniii .J. IVoveinlier 1858. — Den Vursitz luhile lleir l'iol. Dr. Kiiilolpli hiier. — Die wisseiiscluiriliclien Vorlriij^e l)C(;!inM Herr Ohcr- I.aiKlesgericIil.^riilli A. Neilrcicli mit Wer Miulieiliinc, (l. (111(1 Biili.«!! and Kxolic speciineiis. Ilu has al.sii had ani|iie ex|)C- rieiice in tlic con.'ici'validii ol an Kxolic lli-rliaiinin. !•'. Y. li. now intends lu devote \us liinc cxiln,*!- vely lü tlie aliove science a» a linsine.'i.s, and i.'i prc- pared to rceeive oider.< Cor snpplyinj; iiilleilions or desiderala, or lo nnderlalie any cn^aneincnt connecied vvilti il. jf% A lew ncarly coinplelc sels of Drilisli l"lo- wering Ptants , l'erns, and Hlos.scs, arc now rcaity ; and also sniall colleclions lor (iardeners, Siliools. ur pri\ate inslrui'lion, at a rcdnced prite. C'olleelinns nained, arran<|;ed, nifiunlt-d, and an aIlo\\aiii'e iu;idu lor'duplieales. In>|niries addre.s.sed lo Kreilericli Y. ßrocas, ßolanisl, 8.'), Sl. .Martins l.anc, London, W. C, will recei\e iniinediate attention. ^dilffifdic (PfffUfdiiin für tndfrliliibifilif Cullur. Sitzung vuni 'J:>. ^sllve^lbel■. 1) Die liotanisclie Scciion liatte am 17. .Septenilier an den Professor der liolanik /ii Roiin, Herrn I.. C. Tre\iranns. Klirenttiit^Iied di-r (iesell>elial( , ein Glückwunschsclireiben zu seinem achtzigsten Geburtstage allgesandt. Herr l'roi. Treviranns lial am ii). .Sept. ein üanksclireiben an die Seetion erlassen, wciclies verlesen wird. 2) Herr Director l)r W i m in c r (licilt mit. dass iler am 'li. Oclolier verstnrliono Herr Apollieker Krause der (iesellsctialt sein llerliarinm verinaelil lialie. Auf Antrag des Herrn (ielieimen Itatli (Jocppert lic- schliessl die .Sccliun, in Anlietiaclit des liesondern Heiclilhnnis und Werllies dieses Herliariiims, iiislicson- dere liir die selilesisclie riora. dasseilie gleiili den stlioii Iriilier der (ieselisi'lialt anlicinigefallenen Her- barien von .Matnselika, Kroker ii. a. aligesondcrl in integro aiilVnljewaliren und hir die Conservirnng mog- licli.st .Sorge zn tragen. .'() Dersellic stattet Hcrielit ah üb">r die im Laufe des letzten Jahres im Gebiete der schlesiKchen Flora nea aufgefundenen Arten (arev Iniiiiilis l.tj-s. m'Ii Velc- riniirarzt Sih warzer iiei Striegnn und Veninica pro- strala I.. von Herrn Hergelevcn I, angncr am Zeisken- sehlossc entdeckt/ und neuer Korinrn lir iis sicalinns var. grossus. Knaiitia arveiisis cap. hemisplieriris. Arcr l'sendoplalanns Irncl. rnhicnndis, l'"iirnien Min Kuhn» n a. Hicriinr tlH-illc derselbe neue Standorte seltener Pflanzen mit, inshesonderc miii den Herren Lehrer Hilse lim .Strehlen. Apolhckerlchrlint' Jinneke nm (■'alkeiiberg, Lehrer Leisnit/, nm \\ alilenhiirg, Lehrer Ha risch um (Ibliiii l'iisl aurgelnnden. eisnit/, nm « alilenliiirg, i.cnrer l'iisiiir Hirrhr um Minkiin n. a. \ 1-2 / 4) Herr liegierungs - Assessor Wichiira demon- sUii'le Ullier dein MiluusUoi) die mehrzelligen Sporen von Pellia o|M|iln Ihi. Derselbe gali Beiträge zur Phy- siologie der Laubmoose, insbesondere über die Bezie- hungen derselben zum Licht. 5) Herr (ielieiiiie Ralli IVol. Dr. Hoeppert legte eine reiclibaltige und woblerballeiie Sammlung (70 Spc.) von Pflanzen aus Labrador vor, gesaininell im Jabr 18.57 von Herrn Missionair Samuel Weiz. Diese Sammlung ist verkaudich. t-' n i t. üolin. Von Herrn Dr. M. W. SellOtt, Direclor der kaiserlichen Holgiirlen in Sebonbrunn; empling icb seine nachstehenden botanischen Werke in C o lu iiiiss i o n , und liefere dieselben zu den beigesetzten Netto- preisen : Pr. Ct. SchoU, Aroidea. fi Hefte in gr. Folio jedes zu 10 Tafeln mit Te\t -14 Rtbl. 18 Sg. — „— Icones Aroidearum. 3 Hefte in gr. Folio jedes zu 10 Tafeln mit Text. Schwarze .\usgabe 38 „ 16 „ — „— — „ — Oemalte An.sgabe ... 50 „ 15 „ _j, — Genera Aroidearum. lOHeftein Folio. 1.— 9. Heft a 10 Tafeln und 10. Heft a 8 Tafeln mit Te.\l 37 „ 5 „ — „ — Synopsis Aroidearum. I.Band "2 „ 4 u Alle Buchhandlungen Europa's nehmen .Auftrüge hierauf an. Eduard Hölzel, Bucbbiindler in Olmiiz. Catalogiie of BooUs in all Brauches .of Matmal Historj pultlislied (luiiiig the last forty Years in llie Iniled States of America. Girard. — Conlribiilioiis to tlie Fauna of Chili (Rep- tiles, Fisbes, and Crustacea), by Charles Girard. 12 Plates. 4lo, pp. 00. Washington, 1856. 10s. 6d. Giraud. — Birds of Long Island: their Habits, Plii- niage, Mode of Calcbing, etc., hy J. P. Girnnd. 8vo. New York, l-^44. cloth. l'2s. 6d. Gould. — Mollusca and Shells, by Augustus A. Gould, M.D.: forming Vol. .\11. of the „United States' Ex- ploring Expedition." imp. 4lo. Boston, 18.53. cloth. £t 10s. The Atlas is not published yet. Harris. — A Treatise on sonie of ibe Insecls of New England which are injurions lo Vegetation, hy Thad- dens William Harris. MD. 'im\ edition. 8vo, pp. b22. Boston, l8.5i. cloth. 16s. Holbrook. — Icbtbyiilogy of South Carolina, by John Edwards Holbrook, M. U. Publishing in 4to parts, eacb containing 3 coloiired lithograpbic Plates and descriptive letter- press. Cbarleston, S. C, 1855. Price per part f 1 Is. Parts 1 to iO are now published. Jaeger. — The Life of North American Insects; lllustrated by numerous coloured Engravings and Narratives, by Professor B. .laeger, assisted by H. C. Preston, M.D. With Illuslrations. 8vo, pp. 208. New York, 1855. cloth. 16s. Lea. — Description of Six Species of the Genus Unio, read hefore the American Pbilosophical Society, November 2nd, 18^7, by Isaac Lea. (From ihe Trans- actions of the American Philosopbical Soc.) 8vo. Philadelphia. 1827. Lea. — Observations on the Genus Unio; together with Descriptions of 18 New Species of ihe Genus Syinphynota , now separated from the Family of ' Nuiades, containing 9 Species, by Isaac Lea. (From ihe Transaclions of Ihe American Philosopbical So- ciety, Vol. III. N. S.) 4to. Philadelphia, 1829. Lea. — Observations on the Genus Unio; together with Descriptions of New Genera and Species in the Kamilies Naiades, Conchae, Coliniacea, Lyin- neana, Mulaiiiana, and Perislomeana, by Isaac Lea. (Eviracted from the Transactions of the American Philusopbical Society, Vols. III. IV.) 2 vols. 4to. Philadelphia, 1834-1838. Lea. — Observations on the Genus Unio; together with Descriptions of New Species in the Fainilies Naiades, Coliniacea, Lyinnaeaua, Melaniana, and Pe- ristomiana. Read betöre the American Philosopbical Society, and originally published in its Transactions, by Isaac Lea. Vols. IV. V. With numerous Plates. 8vo. Philadelphia, 1846. Lea. — Description of a New Genus of the Family Melaniana, and of many New Species of the Genus Melauia, chiefly collected by Hugh Cuniing, Esq,, and now lirst described by Isaac Lea and Henry C. Lea. Also Descriptions of Five New Species of Anodontae, collected by H. Cumiug, ^by Isaac Lea. 8vo. London, 1851. Lea. — A Synopsis of the Family of Naiades, by Isaac Lea. Member of the American Philosophical Society, etc. 3rd edition, greatly enlarged and im- proved. 4to, pp. 92. Philadelphia, 1852. boards. 18s. Leidy. — A Flora and Fauna within Living Aniinals, by Joseph Leidy, M.D. 10 Plates. 4to , pp. 68. Washington, 1853. 7s. 6d. Allen. — Victoria Regia; or, the Greal Water Lily of America ; with a brief Account of its Discovery and Iiilroduction iiito Cultivation ; with Illustrations, by William Sharp, from Speciinens grown at Salem, Massachusetts, V. S. A. By John Fisk Allen. 6 co- loured Plates. large folio, pp. 18. Boston , 1854. boards. £2 2s. Breckenridge. — Botany of the United States' Ex- ploriiig Expedition : Cryptogamia, Filices including Lycopodiaceae, and Hydropterides, by William I). Breckenridge. Vol. XVI. of the wbole Work. 4to, pp. 366. Atlas of 46 Plates, folio. Philadelphia, 18.55. £8 8s. Comstock. — An Introduction to the Study of Bo- tany, including a Treatise on Vegelable Physiology, and Descriptions of the niost common Plauts in the Middle and Northern States, by J. L. Comstock, M.D. 248 Engravings. 12mo, pp. 490. New York. Os. 6d. Coultas. — The Principles of Bulany, as Exemplified in the Cryptogamia ; for the Use of Scbools and Colleges, by Harland Coultas. 8vo. Philadelphia, 18.52. cloth. 3s. Darlingtoll. — Flora Cestrica ; an Herborizing Com- panion for Ihe Young Botanists of Chesler Couuty, State of Pennsylvania, by William Darlinglon, MD., LL.D., etc. 3rd edition. crown 8vo. Philadelphia, 1853. calf. Us. Trübner Jt Comp. 60, Paternoster Row, London. Inhalt. Nichtamtlicher Theil. Linne's Geburlstag und Brown's Sterbetag, — Hanburia, eine neue Cucurbi- taceen-Gattung von Mexiko. — Pleurocarpus deceinfidus, eine neue Rubiacee aus der Tribus Hamelieae. — Par- thenogenesis bei Pllanzen. — Der grosste Rosenbaum. — Neue Biicher (Lehrbuch der gesammten Pflanzenkunde, von Dr. Moritz Seubert;. — Zeitungsnachrichten (Han- nover; Berlin; Leipzig; .Aus Holstein ; Wien; Ofen; Lütlich; London). — Amtlicher Theil. Verhältniss der Akademie zur Bonplaudia. — Anzeiger. Druck von August Griinpe in Hannover. Marktstrasse Nr. 63. „Nun quam otiosiis." ^ Er^theint am I. u. 15. jedes Moaat3.| Preis des Jahrgangs 5'/, Thlr. Insertionsgcbühren 2 Ngr. fiir die Fecitzeile. Redaction: Berlhold Seemann in fonüpti. VV. E. G. Seemann in ^annootr. BOmANMA. IAgi'nts : \ In London Wlllluns h Ntr- oJ g»tf, 11, lluiirii'Ilji Streit, J I Covoni Oanlen, (, i rarlri Fr. tllncksrtck, I 11, nif d.- Lille. in Xow Vi.i k B. »Mler- m»Dii 4 Co-, swi, Itroadway. Vorlag r.iirl Kiinipler in lianneorr. Oalerstrasa« Vr. 9t ^cid'djrin für Mc nclammfc ^ootniiil;. Officielles Organ der haiserl. Leopohl.. Carol. Akademie der A'aturforsrher VII. Jahrgang. gttnnotJtr, 1. Itbtnat 1859. ^t 2. IVichtamlliciier Tlieil. Kotschy's Eichen. Die Wiener Presse scheint es sich zur Aufgabe gestellt zu haben, Deutschland von dem Vorwurfe zu reinigen, als wisse es die Erfin- dungen Guttcnberg's und Sennefelder's so schlecht zu schätzen, dass es bis vor wonigen Jahren im Buchdruck wie in der Lithographie hinter andern Völkern zurückblieb, und es ruhig ansehen konnte, dass die unsterblichen Werke seiner grossen Gelehrten und Dichter in der rohestcn Ausstattung der erstaunten Nachwell überliefert wurden. Wien hat durch seine Staatsdruckerei >vie durch seine Privat- pressen höchst edle Muster geliefert, die den Vervielfältigungsprocess durch den Druck in allen Theilen der Welt gehoben und dauernd verbessert haben. Der Naturselbstdruck ist ein Process, den wir mit Const. v. Eltingshausen für eine segensreiche Ausbildung zum Heile der Naturgeschichte, insbesondere der Botanik, halten, und von dem Farbendruck, wie er jetzt in Wien gehandhabt wird, kann kein Pflanzen- kundiger ohne Begeisterung sprechen. Uns ist hier ein verhältnissmiissig billiges Mittel ge- boten, durch das wir im Stande sind, die natur- gelreueslcn Abbilduiignn von Pflanzen massen- weise zu liefern. Vermittelst des Drucks sind wir auf immer des langsamen, ungenügenden, und so häufig unrichtigen Einzel -Colorirens der Zeichnungen auf immer überhoben. Beim Farbendruck ist ein Blatt wie das andere, und entdecken. Eines der Hauptwerke Wiens im Farbendruck war bekanntlich Endlicher's Paradisus Vindobonensis, zu welchem Anton Hartinger die Zeichnungen, Carl Horegschy die Lithographieen machte, und zu dem der vollständige Text binnen Kurzem erscheinen wird. Diesem Prachtwerke reihen sich Kotschy's „Eichen liuropas und des Orients" auf würdige Weise an, und fordern durch ihren inneren Werth wie durch ihre brillante Aus- stattung einen Platz in jeder Bibliothek, die Anspruch auf Vollstäiuligkeit naturwissenschaft- licher Classiker macht. Die zahlreichen Arten und Formen der herrlichsten der Forsicultur-Pllanzen der „Eiche" haben schon längst auf die Nothuendigkeil hin- gewiesen, nicht allein eine genauere Sichtung und Sonderung, sondern auch eine wissciischall- liche Bearbeitung der scliun bekannten uiul zum Theil unter einander verinischlen Arten vorzu- nehmen. Es sind aber auch noch eine bedeu- tende Zahl neuer Arten bekannt geworden, welche nicht blos ein wiss(>nscliaflliches Interesse gewähren, sondern auch in ökonomischer und in.sbesondcre forstlicher Beziehung von grösslem Nutzen sein dürften, weil die .Meisten derselben zum Anbau für.AIitIcI-Europa und dessen südliche Marken sich vorzüglich eignen. Dr. Kotschy hat sich schon seit einer Reihe von Jahren dem Studium der „Eichen" unermüdet und mit Ge- wissenhaftigkeit unterzogen. Auf allen seinen grossen Reisen, sowie während seines lang- jährigen Aufenthaltes im Oriente, hat derselbe, neben seinen allgemeinen botanischen For- schungen, mit Vorliebe den Forstcullur-Pflanzen und darunter namentlich den „Eichen" seine L Fehler, wenn sie vorkommen, sind leichter zu 1 Aufmerksamkeit zugewendet. Bei Bearbeitung 14 V^ des auf diese Weise im reichlichsten Maasse ' gesamiiiclleii, so wie auch von anderen Bota- niliern bekonnnenen Materials, drang sich iiim die Überzeugung auf, dass der Pflanzen -Com- plex, welcher im Ganzen als die Gruppe der Eichen gedacht wird, einem genaueren Studium zu unterziehen und der Herausgabe eines aus- führlichen Werkes würdig sei; der Werlh des- selben wird noch dadurch gesteigert, dass ein grosser Theil der fremden Eichen von Dr. Kotschy zuerst darin beschrieben und abge- bildet erscheint, und da viele der darin be- schriebenen Eichen sich in dem kaiserl. Hof- pflanzengarten zu Schonbrunn befinden, die- selben unter seiner speciellen Aufsicht von Oberer nach der Natur behufs der Ausführung in Farbendruck gemalt werden. Wenn wir auf eine solche gediegene deutsche Arbeit eines Landsmannes stolz sein können, dessen Name bei den Fachgelehrten einen wohlbegründelen Ruf hat, so gibt uns auch die Ausführung des Werkes Gelegenheit, das Fortschreiten der Kunst in unserem Vaterlande zu bewundern. Die herr- lichen Leistungen des Wiener akademischen Künstlers und Lithographen Karl Horegschy im Farbendruck sind bis jetzt noch in keinem Lande durch irgend eine iihnliche Arbeit über- troITen worden. Durch die hohe Vollkommen- heit und naturgetreue Schönheit, mit welchen er die Abbildungen der „Eichen" ausführte, erwirbt er sich aber unstreitig den Preis der wohlverdientesten Anerkennung. Nachdem das ganze Werk bereits fertig vorliegt und die Ausführung rasch vorwärts schreitet, überdies die Theilnahme für dasselbe sich von allen Seiten in überraschender Weise kund gibt und zwei Lieferungen bereits erschienen sind, so befindet sich der Verleger in der Lage, die ununterbrochene Ausgabe so wie die gänzliche Beendigung bis zum Schlüsse des Jahres 1859 zuzusagen. Notiz über Habrotliammis, Eiidl. Zwei neuere Bearbeiter der Solanaceen, Dunal und Mi er s, sind lange Zeit unschlüssig gewesen, ob sie Endlich er's Habrolhamnus als selbstständige Gattung oder als Untergattung von Cestrum Linn. ansehen sollten. Dunal führte sie in seinem Conspectus ordinis (De Cand. Prodr. XIIL Sect. L p. 8) als selbststä auf, beging aber weiter unten (p. 599 desselben Werkes) die Inconsequenz, sie als Untergattung von Cestrum einzureihen. Miers dagegen machte es gerade umgekehrt. Im ersten Bande seiner „Ulustrations of South American Plauts" p. 75 zog er Habrothamnus zu Cestrum, stellte aber im zweiten Bande desselben Werkes (p. 79) die Gattung Habrothamnus wieder her, und be- stätigte diese Ansicht nochmals, nach der Ver- öfTenllichung von Dun als Arbeit in De Can- dolle's Prodromus (conf. Miers' App. Illustr. South Am. Plauts, p. 54). Miers handelte darin gewiss recht, denn nach meiner Ansicht unterliegt es keinem Zweifel, dass Habro- tliamnus eine gute, natürliche, von Cestrum hinreichend unterschiedene Gattung ausmacht, die aus neun, in Mexiko und dem benachbarten Guatemala einheimischen Arten besteht. Einen verbesserten Galtungscharacter lieferte Miers in seinem oben cilirten Werke. Derselbe ist bis auf einige kleine Fehler richtig, doch könnte man leicht an seiner Richtigkeit zweifeln , da unter den angeführten Arten sich Habrothamnus cyaneus Lindl. befindet, der nach Miers eigenem Zeugnisse mit lochroma tubulosum Benth., einer Pflanze, die Hart weg und ich bei Loja in Ecuador sammelten, identisch ist. Freund Miers versichert mich jedoch, dass die Aufführung von Habrothamnus cyaneus Lindl. im zweiten Bande seiner Ulustrations ein Schreibfehler sei, der zu berichtigen ist. Habrothamnus, Endl. Calyx tubulosus, coloratiis, 5-dentalus, denlibus aciitis. Corolla infundibuliforinis, tubo imo anguslo, sumino inflato, ore contraclo, limbo brevi, 5-partilo, lobis acutis, reflexis, aeslivatione iraplicaliva. Sta- mina 5, incliisa, aequalia ; filainenta subulata, iiifra medium tiibi inseita, apice subinQexa ; anttierae ovalae, 2-lobae, spicutalo -rugosae, imo dorsi sive conneclivo affixae, utrinque longiludinaliter dehiscentes. Ovarium ovatiim, apice umbilicatum, breviter slipi- tatum, slipite glandulo annulari instruclo et cyatho (corollae reliquo) circumdato, 2-locHtare, dissipimento medio placenlil'ero ; ovutis paucis, spermadermis ligulatis suspensis. Stylus simplex, apice subiucras- satiis, infundibularis, ore integro siib-bilobo. Stigma sphaericum glandulosum, subemarginalum, spiculoso- papillosum, medio cavum. Bacca calyce persistente cincta, 'J-Iocularis. Semina pauca, angutata, umbilico ventrali. Embryo in axi atbuminis carnosi reclus ; CO lyl edonibus foliaceis, radicula tereti infera. — Frulices Mexicani et Guatemalenses, glabres vel sublomentoso -pubescentes, pilis articulatis ; foliis al- ternis, integerrimis ; (loribiis inneiiiinliler cymosis, aut siibliisciculalis, bracleis magriis, saepi er cymosis, aut US iuvolucralis, c^ 15 -Tr-o^ corollis coccineis, purpiireis vel aurantiacis, haccis rubris vel candidis. — Eiidl. Gen. plant, n. 3t*67. — Miers, Illustr. Soulh American Planls. II. p. 80. — Dnnal in De Cand. I'rodr. XIII. Sect. I. p. 599. • 1) llabrolbaninns fasciculaliis, Endl. Tiansact. of tbe lloriiciili. Society III. 1, 't. 1. (New Sciics) -. Endl. Farad. Vindubonensis. I. t. Gl. — Hook. Bot. Map. l. 418;}. — Fl. des Ser. I. 275. - Heyenia lasci- culata, Schlecht, in Linn. VIII. p. 251. — Ceslrum (§ Habrolhamnns) fasciculatuni, Miers in Lond. Journ. of Bot. V. p. 151. — üiinal in De Cand. Prodr. XHI. Sect. 1. p. 599. — Mexico. 2] Ilabrotbamnus Hartwegi, Seeni. msc. — Habrolhamnns fasciciilatiis, Benlh. I'laiil. Ilailw. p. 49 (exclud. syn.) — Cestrum fascieiilaliini gracilt'. Schlecht. Linn. XIX. p. 261 ? — Ceslrum (§ Habrolhamnns! Harl- wegi. — Dunal in De Caud. I'rodr. XIII. Sect. 1. p. 599. — Mexico. '^ 3) Habrolbaninus corymbosus, Endl. msc. in Wlprs. Rep. III. p. 122. n. 3. — Hook. Bot. Mag. t. 4201. — Fl. des. Ser. II. 2. l. 10. — Cestrum End- licher!, Miers, in Hook. Journ. of Bot. V. p. 151. Illustr. of South Americ. PI. I. p. 75. — Dunal in De Cand. Prodr. XIII. Sect. I. p. 600. — Meycnia corym- bosa, Schlecht. Linn. Vll. p. 252. ^ Mexico. 4) Habrothaninus elegans, Scheid w. msc. ex Wlprs. Rep. III. p. 122. — H. purpureus, Lindl. Bot. Reg. 1844. Mise. p. 12. n. 19. t. 43. — Cestrum ele- gans, Schlecht. Linn. XIX. p. 261. — Dunal in De Cand. Prodr. XIII. Sect. I. p. 600. — Mexico. 5) Habrothaninus porphyreiis, Scem. msc. — Cestrum porphyreum, Dunal in De Cand. Piodr. XIH. Sect. I. p. 602. — Cestrum roseum, Hort, non II. B. li. — ^ Mexico ? 6) Habrothaninus tomcnlosiis, Benlh. Plant. Harlweg. p. 49 ad n. 369. — Cestrum Beulhami, Miers in Hook. Journ. of Bot. V. p. 151. — Dunal in De Cand. Prodr. XHL Sect. I. p. 601. — Mexico. 7) Habrothaninus roseus, Miers, Illusir. of Soulh American Plants II. p. 81. — Cestrum roseum, H. B. K. Nov. Gen. et Sp. IH. p. 59. t. 197. - Klh. Syn. 185.. — Dunal in De Cand. Ptodr. XIIL Sect. I. p. 602. — Mexico. 8) Habrothamnns paniculatus, Marl, et Gall. Bull, de lacad. Brux. XIL t. 1, US. — Cestrum syl- vaticum, Dunal in De Cand. Prodr. XHI. Sect. I. p. 603. -- Mexico. 9) Habrothaninus aurantiacus, Secm. msc. — Cestrum auranliacum, Lindl. Bot. Reg. 1844. misc. 65, 1845. t. 42. — Dunal in De Cand. Prodr. .XML Scct. L p. 603. — Guatemala. Species exciusa : Habrothamnus cyaueus, Lindl. = lochroma tuhu- losum, Benlh. London, 15. Januar 1859. Bcrlliold Seemann, Dr. Vermisch les. l ^i .Tlanila-Utinr. Der Manila-Hanf ist nicht nur ein .\rliUel von besonderem Interesse fnr den philip- pinischen Indier, ein Artikel von grossem Inleresse für jedes Manila-F'xporlaliunsgoscliafl, ein .\rlikcl von Wichligkcil fiir viele New-Yorker und Londoner lliuid- lungshänser, sondern er ist es auch ganz besondert für jeden mit der Zeit vorwärts schreitenden Indu- striellen, sowohl in Amerika wie in Europa. Mancher erinnert sich mit Freude der verschiedenen (Gegen- stände, die bereits England, Dculscbland, Frankreich und der Schweiz davon erzeugt und auf verschiedenen Ausslellungcn dem Publikum vor die Augen geführt haben. Es sind Rcsiiltale zu Tage gefördert, die den Nutzen und die Wichtigkeit dieses Artikels nicht mehr widerstreiten lassen. Nichtsdestoweniger scheint man doch in Europa noch nicht überall klar zu wissen, von welcher Pllanze dieser Hanf cigenllich stammt, denn ich habe wiihrend meines langjährigen Anfcnlhallcs in Manila schon Aufsiitze gelesen, die z. B. den Anbau in Deutschland in der Gegend von Bamberg aurathen und empfehlen, was aber nicht geschehen kann, wenn man einmal weiss, dass die Manila - Hanf- Pdonzo in jeder Hinsicht so sehr von der europaischen ver- schieden, eine Pflanze ist, die ganz den Tropen ange- hört, und nur mit Sorgfalt im südlichen Italien und Spanien im Freien cullivirt werden kann; sie will, um iippig zu gedeihen, eine Warme haben, die selten unter 20 Grad Reauni. im Schallen geht Die Manila-Hanfpflanze ist die Musa Troglodylarum lex- toria, eine Abart der Musa paradisiaca oder Plalano, wie sie die Spanier, Banana, wie sie die I'ortugiessen heissen, die in der Schweiz, Deutschland, England u. s. w. nur in Häusern gezogen wird und des zu kalten Klimas wegen sicher nie im Freien fortkommen würde. Also schon Grund genug, um nicht daran zu denken, sie daselbst einheimisch zu machen, um von ihr den Hanf zu gewinnen, und ebensowenig wie die Baumwollenpflanze nach dem nördlichen Europa zu verpflanzen ist, wird auch diese Musa dahin zu bringen sein ; sie wird stets die Treibhäuser zieren, aber nie die freien Fluren zu beschallen vermögen '). In Manila nennt man die Pflanze sowohl, wie den von ihr gewonnenen Hanf ..Abaca", und so zu sagen jeder Indier kennt wenigstens diesen Namen, wenn er auch die Pflanze an sich nicht von den vielen Variclalen der Mnsa's zu unterscheiden vermag. Sie wächst auf den Philippinen fast überall wild, wird aber in einigen Provinzen, wo die Pflanze hauptsächlich vorkommt, das Erdreich also besonders für sie passen muss, und wo sich die Bevölkerung nur mit der Gewinnung des Hanfes beschäftigt, noch besonders kultivirt. Die jungen Pflanzen werden etwa 8 Fnss weit aus einander ge- setzt und ohne weitere Pflege Kann nach civva zwei Jahren der Stamm für Hanf benutzt werden und schon Vjl-^ •) Wir möchten Herrn Lahhart bemerken, dam verschiedene Musen selbst in der Umgegend Berlin» im .Sommer im Freien gezogen werden, und da«clhi.l nicht schlechler anssehn, als wir sie auf Madeira uml den Hochlanilen Mevikos und Südamerikas ({esohn haben. Red. d. Bonpl, ^ 16 l nach dem ersten Jahre kumnien am Fnsse nene Sprüss- linge, 4 bis 8 an Zahl, ans der Erde hervor, die znm Theil wieder als Stecklinge benutzt werden, meistens aber stehen bleiben, nm den bald zur Reife kom- menden älteren Stamm zu ersetzen. Ist somit eine grossere Anpflanzung einmal beendigt, so kann nach zwei Jahren foriwährend nur geiirndtet werden, und erst nach 10 bis 12 Jahren, wenn das ganze Feld bei- nahe zur Wildniss geworden, ist dasselbe von Neuem wieder regelmässig zu besetzen. Man darf sich daher nicht wundern, wenn dieser noch ziemlich neue Ar- tikel schon seit einigen Jahren in den Exportlisten die erste Rolle spielte ; dieses Jahr (1857) wird derselbe einstweilig vom Zucker übertrolTen, indem dieser einen noch nie gesehenen Preis erreicht hat und wohl drei Mal mehr Capital als früher in Umlauf bringt. — Der Stamm — auf die Hanfpflanze zurückkommend — wird an 9 — 12 Fuss hoch und etwa 6 Zoll im Durchmesser, treibt an 8 Fuss lange und bis 1 '/2 ''"ss breite, ge- wöhnlich sehr dunkelgrüne Blätter 3 die Frucht ist kleiner als eine gewöhnliche Banane, wird nie so schön gelb und ist nie so schmackhaft, wird daher beim Überfluss der besseren Sorten selten gegessen. Um den Hanf zu gewinnen, wird der Stamm umge- schnitten, sobald der Fruchlkolhen zum Vorschein kommt ; dann werden die mächtigen Blätter, die den Biifl'eln zum Futter dienen, entfernt, und der Stamm bleibt etwa 3 Tage im Freien der Fermentation über- lassen ; nachdem wird derselbe, so wie ihn die Blätter gebildet, in Stücken geschält und diese werden dann zwischen zwei nicht zu scharfen Eisen unter einem gehörigen Druck durchgezogen, um den durch die Fermentation ziemlich mürbe gewordenen Bast von den nun zum Vorschein kojnmenden Hanffasern zu entfernen ; erscheinen solche nicht rein genug, dann werden sie noch ein- oder zwei Mal durchgezogen, an die Sonne gelegt und getrocknet. Von dieser Operation hängt die Länge, die mehr oder weniger feine weisse und reine Qualität der Fasern ab; eine geübte Hand liefert 8 bis 10 Fuss langen Hanf. Bleibt der Stamm zu lange unbearbeitet am Boden liegen, so wirkt der darin enthaltene Saft zu sehr auf die Faser, färbt diese bräunlich und benimmt ihr zum Theil die Festigkeil. Um somit eine schöne weisse und feste Waare zu erhalten, ist rechtzeitige gehörige Bearbei- tung und eine helle Sonne, die schnell trocknet, er- forderlich. So bearbeitet und meistens nur flüchtig in läündel gebunden, kommt der Hanf von den verschie- denen Gegenden auf kleineren und grösseren Schilfen zum Verkauf nach Manila. Am meisten liefert Albay, südlichster Theil der Insel Lnzon , dann die Inseln Zebu und Negros und kommen jährlich wohl an 450,000 Centner an Markt, die ein Capital von etwa 13 Millionen Franken beanspruchen. Von . diesen 450,000 Centnern werden etwa 280,000 nach den Ver- einigten Staaten, hauptsächlich New -York, etwa 120,000 Centner nach England, hauptsächlich London, versandt und etwa 50,000 Cenlner werden in Manila zu Scliiffstauen verarbeitet, die Iheils nach China, Sin- gapore, Australien und Californien ausgeführt, theils auf den hiesigen (Manila) Schilfen verbraucht werden. Zur Verschifl'ung wird der Hanf in Ballen von 123 Kilogr. := 2 piculs gepackt, mit Malten umgeben und kreuz und quer mit gespaltenem Spuhlrohr gebunden; ein solcher Ballen niisst 9V2 Kubikfuss. Die Packung wird mittelst acht Pressen besorgt, unter denen eine Dampfmaschine zwei Pressen treibt, die per Tag an 250 Ballen liefern und per Ballen ca. 3^/4 Frs. bezahlt werden niuss. — Fracht nach Europa oder Amerika ist gewöhnlich 15 Frs. per Ballen ; für letzteren Welt- theil gehen oft Schiff'e ab, die ausser Zucker, Serpan- holz, Indigo etc. noch 15,000 Centner Hanf an Bord haben. — Für Taufabrication sind hier 4 grössere Tauschlagereien, davon eine mit Dampfkraft die Taue von 1/2 bis 7 Zoll Umfang und circa 600 Fuss Länge herstellen ; die 50 Kilogramm werden gewöhnlich a circa 53 Frs. verkauft. Für die sogenannten lau- fenden Schilfstaue passt der Hanf ganz besonders, und europäische Schiffe versehen sich regelmässig damit; dagegen passt er für stehende Taue nicht, da er keinen Theer annimmt, und ohne solchen zu schnell ver- trocknet. Nichtsdestoweniger ist anzunehmen, dass verschiedene Versuche diesen Übelstand mit der Zeil auch noch beseitigen werden ; bis jetzt wird er in den Schlägereien ohne irgend eine Manipulation zu Tauen verarbeitet. Möglicherweise ist der in der Pflanze enthaltene Gerbstoff schuld, dass dem Hanf kein Theer und nur mit Mühe irgend eine Farbe beigebracht wer- den kann. Die Indier der Productionssorte stossen den Hanf, um feinere Fasern zu bekommen, in einem hölzernen Mörser, und verarbeiten diese zu verschie- denen Gegenständen, meistens für eigenen Gebrauch. Im Exportationshandel kommt auch ein Artikel, Sacuranes genannt, vor, eine Art steifes Futterzeug für Damen- kleider, das hauptsächlich nach Amerika geht. In Europa werden bereits schöne Damaste und andere Luxusartikel von Hanf fahricirt ; in der Schweiz wurde er in Stroharbeiten anstatt Pferdehaar benutzt und ist nur zu bedauern, dass die Mode diesen Artikel schon wieder verdrängt hatj in Frankreich werden Versuche gemacht, die feinsten Fasern mit Seide zu verweben. Jedenfalls dürfte der Hanila -Hanf immer mehr an Wichtigkeit gewinnen und immer mehr die Aufmerk- keit der Industriellen auf sich ziehen, und das ganz besonders, wenn Proceduren zu Tage gefördert sind, die zeigen, wie sich diese Pflanzenfaser, gleich dem europäischen Hanf, spinnen, färben und weben lässt. Diese Zeit wird hoffentlich nicht mehr fern sein und bald vielen Händen Beschäftigung und Brod geben. — (J. C. Lab hart in der Vierteljahrschrift der Natur- forschenden Gesellschaft in Zürich. IIL p. 83.) Der botanische £areilreich legt der Versamm- lung eine prachtvoll prapariric Sammlung von Algen aus Dalmalien und aus der Zips, von P. I'iu.i Tilius gesammcll, als Geschenk Sr. Excellenz des Herrn Ministers (irafcn Thun vor und spricht den ehrer- bietigen Dank der Gesellscliafl für diese ebenso schöne als wcrlhvolle Gabe aus. (W. Z.) ^ 22 — Silzuiig der k. k. zoologistli-botauisclien Gesell schall am 5. Januar 1859. — Die wissen- schaftlichen Vorlräge begann Herr Adjunkt Carl Fritsch. Er legt eine Abhandlung des Herrn Prof. A. Tomaschek in Lemberg vor: Über die Entwick- lungsfähigkeit der Bliithenkätzchen von Corylus Avel- lana, des Haselnussstrauches, soweit dieselbe durch die Lufttemperatur bedingt ist. Prof. Tomaschek gelangte durch wiederholte Versuche, indem er Zweige mit Blüthenkiilzcheu von Corylus Avellana im Laufe des vorjährigen Winters bei massiger Zimmertemperatur in ein Gefiiss mit Wasser stellte, zu demselben Resul- tate, wie Herr Fritsch durch mehrjährige Beobach- tungen im Freien, ausgeführt im Wiener botanischen Garten. Aus den Versuchen ergab sich nämlich eine Wärmesumme von 65". 1 ; aus den Beobachinngen hin- gegen von Sb^.'i U., welche die Kätzchen bis zum Ein- tritte des Stäubens bedürfen. — Nahe übereinstimmend damit hat Herr Prof. Tomaschek gleichfalls aus Be- obachtungen im Freien diese Wärmesumme mit 66''.8 berechnet. Aus seinen Versuchen ergab sieb ferner, dass die Formel von Boussingault unil den älteren Autoren zur Darstellung der Wärme-Constanten einer Pflanze für jede Phase der Entwicklung genüge und den Vorzug vor anderen Formeln verdient, wie dies von Herrn Fritsch durch direcle Beobachtungen nach- gewiesen worden ist. — Herr J. G. Beer behandelt die Nothwendigkeit starker Vergrösserungen bei Beob- achtungen mancher zarten ['flanzeniheile in freier Natur, durch ein zu diesem Zweck hergerichtetes zusammen- gesetztes Mikroskop. Er macht hierauf sehr interes- sante Mittheilungen über die äusserst feinen Wurzeln einiger Orchideen und beschreibt insbesondere die .\nheftnng der feinsten Wurzelfasern der Goodyera repens auf einzelnen Mooshiättern. — Herr Sections- rath L. R. von Heufler knüpft an die erfreuliche Thatsache, dass so ebeu Neilreich's allen Botanikern Österreichs hochwichtiges Werk „Flora von Nieder- Osterreich" vollendet vorliege, die Bemerkung, dass leider eine ähnliche Arbeit über die Cryptogamennicht in so naher Aussicht stehe. Übrigens sei wenigstens die Bryologie von einigen eifrigen Anhängern hier gepflegt und in dieser Beziehung manches Neue und Interessante beobachtet. Das von Bartsch am Unters- berge bei Salzburg gesammelte sehr seltene Amhly- stegium Sprucei Schimp. gibt dem Herru Vortragenden Veranlassung, die Österreichischen Arten dieser schwie- rigen Gattung auf eine äusserst lichtvolle Weise kurz zu characterisiren und die Skizzen ihrer Blattlormen schnell zu entwerfen. — Herr Prof. A. Pokorny legt ein ziemlich ausführliches Mauuscripl, die Lichenen- flora der Karpalhen betrelTend, von Prof. S. Hasz- 1 i n s k y , vor. (W. Z.) Frankreich. Am 5. Deceinber vorigen Jahres starb zu Briiyferes im DepailementderVogescnder in der botanischen Welt rühmlichst bekannte Dr. Jo- hann Baptist Mougeol, eheinal. Districis- und Epidemie -Arzt für das Arrondisscment von Epinal und Mitglied des General -Raths des Departements der Vogesen, Riller der Ehren- legion, Mitglied der kaiserl. Akademie, der botan. GesellscJiaft von Frankreich und seit 1S42 aucii Mitglied der Kaiserl. Akademie von Deulsciiland, im vollendeten Alter von S2 Jahren; er war geboren in Bruyeres den 25. September 1776. Türkei. RonstaiiUiiopel, 22. Dec Dr. Barth und sein Reisegeliilirte Dr. Mord Iniann sind heute Morgen wieder hierselbst eingetrolTen, nach- dem sie in der letzten Nacht unter dem fürch- terlichsten Weiler einen 12stündigen Ritt ge- macht hatten. Die Reise, welche von Trape- zuni über Karahissar, Tokat, Amasia, Lüzgat, Kaissarie, Nefschehr, Angora, Süvri-Hiislar, Seidelgazi, Eskischehr, Nicäa, und von da nach Scutari gegangen war, und die reichste Aus- beute in geographischer und antiquarischer Hinsicht ergeben hatte, war vom schön- sten Wetter begünstigt gewesen. Die Rei- senden haben sich hierzu um so mehr Glück zu wünschen, da wir hier seil längerer Zeit von schweren Stürmen und Schneefall heimge- sucht sind. Italien. Triest, 4. Jan. Dr. Barth, der berühmte Reisende, ist letzter Tage, von Konstanlinopel kommend, hier durchgereist. Grossbritannien. London, 20. Januar. Schon seit langer Zeil geht man damit um, die botanischen Sammlungen des britischen Museums nach Kew zu über- siedeln, wo sie, wie Viele glauben, am besten verwerlhet und mit den reichen Herbarien Bcntham's und Hook er' s vereinigt werden können. Es scheint jedoch , dass sich gegen diese Verlegung der Sammlungen manche ein- (lussreiche Slinunen erheben wollen, und dass die Verlegung jedenfalls nicht ohne heftigen Wortkampf vor sich gehen wird. Gardeners' Chronicie (für die Verlegung !) liolTl das Beste von einem Beschlüsse des Parlaments. — In der Schlossbibliothek zu Belem in Portugal ist ein eigenhändiger Bericht von Jean Nicot, Seigneur de Villemain, der in 1560 Gesandter Franz II. am Hofe zu Lissabon war, aufgefunden worden. In diesem Documente be- richtet Seigneur Nicot, dass ihn ein Flaemischer Kaufmann mit einer Pflanze von ganz besonders angenehmem Geschmacke bekannt gemacht habe. n Diese Pflanze trägt jetzt den Namen ihres Ein- führers IVicotiana Tabacum. (Atlioniium.) — Dr. Tschudi, rühniliclisl bekannt diircli seine Reisen in Peru in den Jahren ls38— 42, ist von seiner zwcileii Reise nacli Siul-Ameriiva zurückgekehrt. VerantWDrlliiher Redacteiir: U'ilhf Im E. fi. Sfpiiiiinn. Amtlicher Tlieil. BekanntmacInnHjen der K. L.-C. Akademie der Nalurforsc/icr. ^ ProcIamalion neu aiifgeiioiiimener Mit- glieder. Den 2. Januar 1859, dem Sliflungstage der Akademie, ist in die- selbe aufgenommen worden : Herr Dr. Andreas Adolph Retzius, In- spector und Professor der Anatomie und Phy- siologie bei dem königl. Carolinisohon mcilici- nisch-ciiirurg. Inslilnt zu Slockliolrii und Pro- fessor der Anatomie bei der Akademie der freien Künste daselbst, Mitglied der königl. schwedisfhen Akademie der Wissenschaflen und der wissenschafll. Abiheilung der königl. schwed. Akademie für Landwirllischaft in Slockliolm, Comthur des königl. schwed. iS'ordslern-Or>.jy. Der Präsident der Kaiserl. Leopoldiniscli- Carolinischen Akademie Dr. D. G. Kieser. Die Hcraiisgalte der VerliaiKiliingni der j AUadeinic. Den verchrlen Mitgliedern der Akademie und den answärligen Gesellschaften geben wir hierdurch Nachricht, dass der neueste üand der Nova Acta Vol. XXVI. P. II., welcher noch von dem verstorbenen Präsidenten Dr. Nces von Esenbeck redigirt und bis zu dessen am 10. März V. J. erfolgten Ableben schon grösslen- theils im Druck vollendet war, in Eduard Web er 's Buchhaiullniig zu Doiin nun er- schienen und l'iir den Preis von 12 lilhlr. da- selbst zu erhallen ist. Dieser Band cnihäil 4 Abhandliiiiiren mit 35 Tafeln un I mehreren Tabellen, nändich: 1) Dr. J.Milde: Die Gefäss-Crypioganien in Schlesien preuss. und öslerr. Anlheils, mit einer dazugehörigen I\Iiinlis.se über Botrychium crassinervium Ru|)r. und seine Verwandten; mit 2.") Tafeln. 2) Dr. K. Stenzel: Untersuchungen über Bau und Wachslhum der Farne. I. Stamm und Wurzel von Ophioglossum vulgatum; mit 2 Tafeln. 3) Prof. Dr. A. Zeising: Über die Me- tamorphosen in den Vcrhällnissen der menschlichen Gestalt von der Gehurt bis zur Vollendung des Längcnwachslhums; mit 10 Tabellen als Übersichten der Messungen der Grössenverhällnisse der menschlichen Altersstufen nach Schadow, Carus und Zeising, 2 graphischen Dar- stellungen über denselben Gegenstand und 1 Tafel mit Zeichnungen von 9 menschlichen Figuren nach den Allers- slufen. 4) Dr. II. Karsten: Über die Stellung einiger Familien parasitischer Pflanzen im nalinlichen System; mit 5 Tafeln. Indem u ir diesen Band, als ein neues Z(>ug- niss der stetigen Wirksamkeit der Akadenn'c, dem gelehrten Publikum vorlegen und empfehlen, bemerken wir noch, dass derselbe auch bereits au dir iiiil der Akademie in Tauschverkehr stehenden auswärtigen Gesellschaften versandt worden ist. Jena, den 14. Januar 1H59. Der Präsident der Kaiserl. Leopoldinisch- , Carolinischen Akademie -, Dr. I). G. Kieser_ 4 n Verkaof eines gcrbfirlHins öalniatinifdjfr panjcn von der Insel Elislie(l duriiig Hie last loitj' Yeais in the liiited States of America. Downing. — Tlie Friiils and Fruit Trees of America; or, llie CulUire, Propagaliun, and Maiiageiiient, in tlie Garden and Orcliard, of F'riiit Trees giMierally; willi l)cscri|)lions of llie l^'ini'st Varielies of I''rnils, Native and l'^oreiuri, cullivaled in lliis Conniry, by A. J. Downinff. New edillon, revised and correcicd by Cbarles Downing. 12nio , pp. XX. and 760. Wew Yorli, 1857. cloth. 9s. Drap er. — A Trealise on the Forces wliicli prodnce tlie Organization of I^lants, wilb an Appendi.v con- tnining several Meinoirs on Capillary Attraclion, Eleclricity, and the Cheniiciit .\ction of Light, by Jolui William Draper, M. D. 4to, pp. XI. and '216. New York, 1844. 18s. Fl int. — .\ Practiciil Treatise on Grasses and Forage Planis: cuniprising theirNatnral History, coniparative Nutritive Valne. Melliods uf Cullivating, Cutling, and Giiring, and the Management of Grass Lands, by Charles L. Flint, A.M. Witb 1 Phile and 1U9 Wood- cuts. 8vo, pp. IV. and 23(). New York, 1857. cloth. 7s. 6d. Gray. — Tlie Genera of the Pianls of the Uniled States, lilustrated by Figures and Analyses froni Nalnre, by Isaac .Spragne ; witb Descriptions by Asa Gray, M.D. 8vo. Vols. I. and H. New York, 1850. each. fl Us. Cid. Gray. — The Botanical Te.xt-Book, for Colleges, Scbools, and Private Studenls, comprising: Part 1. ,'Vii Jnlroduclion to Struclural and Physiological Botany. Pari II. The Priuciples of .Systematic Bo- tany ; witb an Account of the (Jhief Natural Faniilies of liie Vegelable Kingdoin, and Noiices of the prin- cipal Uselul Planis, by Asa Gray, MD., Professor of Natural History in Harvard University. 2nd edilion, enlarged anil iniproved, and lilustrated by inore than 1000 Engravings on wood. I vol. 12mo. New York, 1850. cloth. lOs. Gray. — Plantac Wrightianae Te.vano Neo-Me.\icanae, by A.sa Gray, M. D. Part I. 10 Plales. 4to, pp. 146. Washington, 1852. 16s. Gray. — Planlae Wrightianae Te.\ano Neo-JIe\icanae, Part U. An Account of a Collection of Plaiits inade by Charles Wright in Western Texas, New Mexico, and Sonora, in the years 1851 and 1852, by Asa Gray, M.D. 4 Plates. 4to, pp. 120. Washington, 1853. 8s. H II Gray. — Botany, Phanerogamia, by Asa Gray, M.D. With a folio Atlas of 100 Plates. Vol. J., being Vol. XIV. of United States' Exploring Expedition. 4to. New York, 1854. cloth. £3 3s. Atlas in folio. New York, 1857. £lu lOs. Gray. — Manuel of the Botany of the Northern United States; including Virginia, Kentucky, and all East of ihe Mississippi; arrauged according to the natural System, by \s:i Gray; the Mosses and Liverworls by William S. Sullivant. 2nd edition. With 14 Plates, illustrating the Genera of the Cryptogamia. 8vo, pp. 768. New York, 1856. cloth. 14s. Gray. — First Lessons in Botany and Vegetable Phy- siology; lilustrated by over 300 Wood Engravings from Original Drawings by Isaac Sprague ; to which is added, a copious Glossary, or Dictionary of Bo- tanical Terms, by Asa Gray. 8vo, pp. XII. and 236. New York, 1857. half-bound. 6s. irvey. — Nereis Boreali - Aniericana ; or, Conlri- butions to a Hislory of Ihe Jlarine Algae of North .\inerica. Part I. Melanospermeae. By William Henry Ilarvey, M. D., M. R. I. A. 13 coloured Plates. 4to, pp. 152. Washington, 1852. f 1 iirvey. — Nereis Boreali-Ainericana ; or, Conlri- bulions lo a History of the Marine Algae of North America. Part II Rliodospernieae. By W. H. Harvey, 31. D., M. R I. A. 24 coloured Plales. 4lo, pp. 262. Washington, 1853. £1 16s. Hovey. — The Fruits of America, containing richly- colonred Figures, and lull Descriptions of all Ihe Choicest Varieties cultivated in the Uniled States, by C. M. Hovey. With 48 coloured Plates and Por- trait of Author. royal 8vo. Boston, 1847. £3 3s. Hyde. — The Chinese Sngar-Cane; its History, Mode of Cnltnre, Maniilactnre of the Sogar, elc. ; with Re- ports of ils Success in dilferent Portions of the United Slates, and Letters from Distinguished Men. Written and compiled by James F. C. Hyde, of \\'alnut (irove Kursery, Neuton Centre, Mass. pp. 106. Boston, 1857. paper. Is. 6d. Japanese Bolauy: being a Facsimile of a Japanese Book: with Introduclory Notes and Translations. 4lo. Philadelphia, 1855. boards. 9s. Michaux. — The North American Sylva; or, a De- scription of the Forest Trees of liie Uniled States, Canada, and Nova Scolia. lilustrated by 156 finely- coloured copper-plate Engravings, by Redoule, etc. In 3 vols. Traiislated from the French of F. Andrew Michaux, Meniber of the American Philosophical So- ciety, etc. With Notes by J. Jay Smith, Member of the Academy of Natural Sciences. 3 vols. iinp. Bvo. Philadelphia, 1854. £7 7s. Trübiier Jt €oinp. 60, Paternoster Row, London. Inhalt. Nichtamtlicher Theil. Kotschys Eichen. — Notiz über Habrothamnus Endl. — Manila-Hanf. — Der botanische Garten zu Padua. — Eigenthünilichkeilen verschiedener Pflanzen. — Blitzableiter aus Stroh. — Neue Bücher (Die Pflanzen und ihr Leben, von Dr, M. J. Schieiden; Tobacco and its Adulterations, by Henry P, Prescott; Die Eichen Europas und des Orients, von Dr. Theod. Kotschy; Plantae Hartwegiana, auclore Georgius Benlliain). — Zeilungsnachrichlcn (Berlin ; Leipzig; Tübingen; Wien; Bruyeres; Konslantinopel ; Triest; London). — Amilicher Theil. Proclamalion neu aufgenommener Mitglieder. — Die Herausgabe der Verhandinngen der Akademie. — Anzeiger. Druck von August Grimpe in Hannover, Marktstrasse Nr. 63. ~K- ,,Niinq iiam ot losiis/' Erscheint aiu 1. u. 15. jedcä Monatä. Preis des Jahrgangs 3'/, Thlr. I nsertionsgebUhren 2 ügT. Air die Fetiueilo. Redaction: BerllioUl Sefiiiaim in f i^iiöini . W. E.G. Seemann (1) ^annoucr. BOmABIA. AgonU : in London Williams & Xor gate, 11, HenriottJiStroet, Covent IJ.ink-n, A Paris Fr. KUiicksIcck, 11, nie du Lille, in New York B. Wesler- mann ilL P<>-, 2W, Broadway. (^Viflrfiriff für hl( i]cfamm(c ^oodiiiili. Verlag von Carl Uiimpler tu L|ii]ui>}L>a' Osterslrassc Nr. fiC. Officielles Organ der Kaiserl. Leopold. -Carol. Akademie der Nafurforsclicr. YII. Jahrgang. ^annoucr, 15. Jcbruar 1859. N£^3. Nichtamtlicher Theil. Paradisus Vindobonensis, Uiiler den bolanisclien Werke» Prof. S 1 e p ii n n Endliclier s beansprucht sein Paradisus Vin- dobonensis, das er im Verein mit Anton Hartinirer unternahm, und das in den vier- ziger Jaiirun hettweise zu erscheinen anfing', eine elirenvolle Stelle. Der Zweeii desselben war, seltene und schünblulieude Piluiizen der Wiener und anderer Garten und Museen in naturgetreuen Abbildungen und in nalürliclier Grösse zu geben. Um diesen Zweck mögliclist vollkommen erreichen zu können, ward dazu ein Gross -Folio- Formal gewählt, das dem Künstler bei Doppeltat'eln einen Spielraum von fast 3 Fuss Länge und 2 Fuss Breite bot, und ihn in den Stand setzte, eine Reihe von Abbd- dungen zu liefern, wie sie vorher nie geboten worden. Das Werk Mürde ohne Unterbrechung fortgesetzt worden sein, hatte nicht der Tod Herrn 11 a r 1 i u g e r seines talentvollen Mitarbeiters beraubt, und ihn gezwungen, seine fertigen Tafeln der Well einstweilen ohne erläuternden Text zu übergeben. Erst jetzt hat er die Freude, das Fehlende nachgeholt zu sehen. Alle bis lb5b erschienenen Tafeln des Pa- radisus belaufen sich auf SO, die 87 Arien, 45 iMonocolyledonea und 42 Dicotyledonen er- läutern. Darunter befinden sich gar viele sel- tene Pflanzen, von denen weiter keine Abbil- dungen e.xisliren, und fast alle sind Gewächse \ von solcher Schönheit, dass Manufacturislen die Tafeln zu Dessins in so grosser Menge angekauft P haben, dass nur noch Ib vollständige Exem- plare der ersten 80 Tafeln vorhanden sind, und der Herausgeber, um der wachsenden Nach- frage zu genügen, den grösslen Tlieil derselben gegenwärtig von Neuem anfertigen lassen muss. Diese ersten bO Tafeln sind von Dr. Seemann nach Endlicher's System geordnet, und mit dem erforderlichen Texte in lateinischer, deut- scher und englischer Sprache versehen worden. Sie machen zusammen einen dicken Band aus, der für elwa lUO Thaler im Buchhandel zu haben ist. Der von Endlicher selbst zu den ersten sechs Tafeln gelieferte Text ist, wo er nicht \('raltet war, nochmals abgedruckt, so dass das ganze Werk gleichinässig und dem gegen- wärtigen Standpunkte der Wissenschaft ange- messen ist. Mit dem vollständigen Texte zum ersten 13ande wird auch zugleich die Foitselzung des Werkes erscheinen. Von drei zu drei Monaten wird ein Heft mit vier Tafeln in Farbendruck, nebst erläulerndeni Texte ausgegeben werden. Sollten es die Zeilumstände gestatten, so werden die Hefte rascher aufeinander folgen. Die Her- ausgeber werden ihr Augenmerk ganz beson- ders den Orchideen, Farnen, Palmen, Cycadeen, „Blattpllanzen" und allen übrigen Gewächsen der Mode zuwenden, und vorzüglich Arien dar- zustellen suchen, die ihrer Grosse wegen in Publicationen kleineren Formals nur ungenügend oder gar nicht abgebildet werden können. Die neuesten Hefte bringen u. A. die seltsame Slan- geria paradoxa, sowie eine ganze Reihe schöner Cycadeen, die in Philodendron (Oiocardium") devia- tum S. Petiolus laminae longior? Lamina fol. ex ovato cordiformis, basi profunde- et subanguste-sinuata, lobis late-semi-ovatis, in- feme rotundatis, apice cuspidata. S[)ica fruc- tigera exacte ovoidea, pollices 2 longa. Baccae 2 — 4 loculares loculamentis superposite disper- mis. — Venezuela Pendler. Philodendron (Cardiobeliiini) brevi- spatlium 8. Petiolus Costa brevior. Lamina fol. ex ovato - sagittato cordata, profunde -si- nuata, lobis posticis retroversis, approximatis, semiovatis, inferne rotundatis, apice cus|)idata. Inflorescentiae 1—2 ex uua axilla. Spatha 21/2 — 3 pollices longa, tubo vix poUicari, apice acuta. Spadix conoidco-cylindroidcus, stipite brevi suffultus. Spica feminea : semi-jioUicaris, neutra: paululo 1. vix longior, mascula: feminea triplo longior. Ovaria sub 6-locularia, locula- mentis multi-ovulatis. — Isthmus Panamae. Fendler. '' Philodendron (Mcconostigma) Twee- dieanum S. — Petiolus costa longior. Lamina fol. aequilaterale -trianguläre -sagittata, lobo antico obtuso, apiculato, venis paucis paten- tibus, sccus costara longe - defluentibus ; late- ralibus rotundatis obtusis 1. subacutatis, costas posticas angulo obtuso a se invicem distantes 1. interdum oppositas ima basi per breve spa- tium nudas relinquentibus. Pedunculus elon- gatus, 12 — 15-pollicaris. Spatha 5— G-poUi- caris. Spadix inferne per spatium -^/^-poUicare femineus, apice in spicam tenuiorem subses- quipolliuarcm masculam desinens, rcliquam intermediam partem staminodiis imjjlcns. — Ad flumen Paranä. Tweedic. " Philodendron (Imbca) Mathewsii S. Petiolus costa brevior 1. paulo longior. La- mina fol. sagittato-lanccolata, basi sinu levi lo- bisque obtusis 1. rotundatis brevibus instructa, a basi apicem versus scnsim angustata et in cuspidem longiusculam tcrminata. Costa venis destituta, venulas tantum valde - approximatas patentes exserens. Inflorescentia solitaria. Pe- dunculus spatha fere longior, vix dimidiam petioli longitudinem attingens, gracilis. Spatha scsquipollicaris circiter, convoluta tenuis. Spadix ad medium ferc femineus. Ovaria sub 4»loculai-iii, loculamentis uniovulatis. — Peru via Mathews. - Philodendron (Tritomoidiv llum) lloltonianuiii S. Petiolus costa longiorV Lamina fol. basi vix sinuata, partitionibus latiuscule-plicatim confluentibus, media elon- gato-ellyptiea, apice scnsim linea arcuata acu- tata, venis opjjositis tcr remote superpositis instructa; latcralibus oblique obversc-oblongis, sursum curvatis, obliquato-obtusis, sub inaequi- \ 30 L l latei'is, latere superiore basin versus leviter- angustatis, venis binis remotis ibi praeditis, latore inferiore, e medio apicem versus leviter- angustatis, basin versus vero gradatim latitu- dinem niinuentibus, costas ima basi nudas re- linquentibus, unicam interdum vcnam apicem versus exserentes, eostam bifurcatim termi- natam qunsi eonstruentcni. Spatha Spadix ad medium femineus. Baccae minu- tissimae sub 5-loculares, loculamentis mono- spermis. — Nova-Granada. Holton. ■^ Aglaonema Haenkei S. Folii lamina oblongo-elly]itica, basi obtusissima, apice cu- spidata, venis aperte-patentibus, omnibus longe- procurrentibus in cuspidera usque. Spatha convoluta cuspidato-acutata 2'/2-pollicaris, pe- duncido long'iilo fi-pollicari insidens. Spadix cylindroideus, inforne flosculis femineis 10 — 12 prominentibus obsessus, reliqua parte Gtuplo longiore antherLs vix regulariter coordinatis densis obsitus, basi stipitatus, stipite '/4-polli- cari. — In Philippinis. Curaing. (Scindapsiis Haenkei Presl.) • Aglaonema Malaccense S. Petiolus ad medium circiter vaginatus, lamina duplo et ultra brevior. Lamina fol. oblonga, basi ob- tusa 1. obtusissima, apice acuminato-cuspidata, venis patentibus, omnibus longe procurrentibus, inferioribus in marginem. superioribus in cu- spidem usque. Pedunculi tenues, primum pe- tiolo breviores, tandem et longiores. Malacca. Griffith. - Aglaonema Hookerianum S. Petiolus ad medium vaginatus, lamina paulo brevior. Folii lamina ellyptica, basi obtusissima, apice longius - cuspidata, venis patentibus, omnibus longe procurrentibus, inferioribus magis in marginem, superiorilnis in cuspidem usque. Pedunculus petiolo paulo brevior. Spatha convo- luta leviter-cuspidulata. Bacea magna. — Churra Hook er fil. ^"O i'> , Chamaecladon ovatum S. Petioli la- mina longiores. Folii lamina ovata, basi ro- tundata, apice acuminata, 6 — 7-pollicaris, lobis et costis posticis nianifestis nullis. Pedunculus petiolo duplo brevior. Spatha cuspidato - api- culata. Spadix ad tertiam partem femineus. — Sincapur W a 1 1 i eh. Synon. 8964. Aroidea Wall. Cat. y Homalomena Zollingeri S. Folii lamina rotundato-ovalis, basi sinu angusto 1. obtecto, lobos posticos obtusos approximans, ^ e_^j. apice linea arcuata rotundata, breviter cusj)i- °j data. Costa lobi antici 1. principalis 9-polli- f' caris, costae posticae angulo acuto distantes 5-pollicares. Spatha profunde navicularis, in- ferne convoluta, albida. Spadix spatham tan- dem superans, crassus, inferiie ad tertiam fere partem femineus. — Java. Zollinge r. Synon. No. 559. Zolling. pl. javan. ^ Homalomena Wallichii S. Folii la- mina sagittato-cordata, triangularis, basi sinu latissimo et apertissimo, rotundato, lobos po- sticos obtusos fere pcde distantes sejungens, apice cuspidata. Costa novem poUicaris. Costae posticae angulo fere obtuso discedentes. Spatha brevis. Spadix ad tertiam partem fe- mineus. — Pulo-Penaug. Wal lieh. Synon. 8951. Wallich. Cat. ■ Dieffenbachia neglecta S. Petiolus ad 1. ultra medium vaginatus, viridis. Lamina fol. oblongo- ellyptica, basi siibsensim et ar- cuatim angustata, cuspidato - acuminata, vi- ridis'? — Spatha 5 - pollicaris. Spadix cras- sulus. Ovaria di-tridyma. — Jamaica Di- s tini. " D i e f f e n b a cli i a S p r u c e a n a S. Petiolus ultra medium vaginatus, nebulose ex viridi et albo variegatus. Lamina fol. oblonga, basi subti'uncate - rotundata et juxta petiolum vix cuneata, acuminata^ viridis. Spatha 4 -polli- caris. Spadix gracilis albidus, tandem fla- vicans. Ovaria didyma. — Brasilia. (Panure). Spruce. " Die ffenbachia Ventenatiana S. La- mina fol. oblongo - ovata, basi cordata, apice sensim ai'cuata linea angustata, acuta viridis. Spatha 6 — 8 - pollicaris. Spadix crassulus : Ovaria didyma. — Surinama Hostuiann. Synon. Caladium arborescens Vent. (fide specim. in Herb. Hort. Petropol. asservatij. Es kann bei Darstellung dieser, grössten- tlieils dem Hook er 'sehen Herbar entnom- menen Arten, nicht wohl eine Pflanze dieser vielgenannten reichen Sammlung übergangen werden, welche, obschon uns deren Blüthcn leider fehlen, doch nach allem Vorliegenden nur eine, und zwar höchst ausgezeichnete Aroidea sein kann, die keiner der uns be- kannten Gattungen sich durch ihre Aderung anschliessend, wohl aber durch die bisher an keiner frutescirenden Aroidee beobachteten , folia pedatisecta, sich sehr unterschieden J 31 L c trennt. Wir glauben, da wir in ihr wahr- scheinlich den Repräsentanten ;,cujusdam ge- neris novi" wahrnehmen dürfen, dieselbe hier unter dem Kamen Thauniatophylluin 8pni- ceanum, wenn auch unvoUkomnien, anführen zu sollen : "^ Thauniatophylluni Spruceanuni S. Vaginae stipulares elongato-lanceolato-lineares, acuminatae, (pedales et ulti'a), dorso bicari- natae, deciduae. Petiolus lougus, (sesquipe- dalis et ultra), teres, ima basi breviter-vagi- natus et incrassatus, apice in geniculum trans- iens. Lamina fol. pedatisecta, cruribus (lateralibus) horizoiitaliter exsertis et csitu arcuatim retiocurvis, segmentis omnibus lau- ceolato-oblongis, apiculato - acutatis, undenis, remotis ; diachymate angustissimo tantuni con- nexis, extiniis basi cuncatis, reliquis (inter- medio conformi paululo longiore non excepto) ibi repentino contractis et quasi geniculo bre- vissimo ansatis. Costae segmentorum cras- sulae, aequiparabiles, intermedii segmenti in apiceni producta, reliquorum segmentorum sub extimo apicc decurvae. \'enae nuUae. Venulae tenuissimae, approsimatissimae, copiosissimae, in marginem excurreutes, patentes I. in apice segmenti erecto - patentes. — Ad Amazouuni flumen. .Spriice. (120. Oanibe aina.) 18. Januarii 1859. Schott. Vermischtes. l'eber den Torf, sein f'orkommeu und seine Entstchnng'. Vun L)r. A. rokorny. (Aus der Reihe der iMonlagsvorlriige über die neueren Forl- schrille der iVaturwisseriscIialten , abgeliiillen im Ge- bäude der k. Akad. der ^\ i^senschalten zu Wien am 3. und 10. .lanuar.) Bei dem sieb stets steigernden liedarl' von billigem und binreiclienden Drennsluir richtet sich gegenwärtig die allgemeine .\iilinerksamUeil in Oester- reicli auf ein hier nicht seilen \orkommeiides aber bisher nur wenig beachtetes Brennmaterial, den Torf. Die volkswirlhschariliche Wichtigkeit dieses SlolTes und seiner Kundorte, der ausgedehnten geuuhnlich für unprodiicliv geltenden .Moorgrunde lassen es als zeilgemiiss erscheinen , das Wesen des Torfs von wissenschaftlicher Seite nach den lirgcbnisseii der neuesten L'nlersuchungen und mit besonderer Berück- sichtigung der vaterländischen Verhaltnisse niilier zu beleuchten. L'nler Torf versteht man so verschieden- artige Reste von SunipKegetaliunen . dass sich eine strenge Definition dieses Körpers nach Merkmalen kaum geben lüssl. \n\ besten lernt man ihn aus seinen hervorragenden Eigenschaften kennen, «orunler °j die Brennbarkeit, das äussere Ausschn und die orga- C nische Zusainmenselzung die wichtigsten sind. Die I Brennbarkeit ist die allgemeinsle und praclisih «erth- i vollste liigcnschall aller Torlsorten .Man hcurtheilt i sie nach dem liehalt des Toris an \Va.sser, Asche und nach dem Wanne- Kllekt der verbrennlichen Bestand^ theile. Die Breiinkrall oder der Brcnnwertli des Torfs ist selbstverständlich um so grosser, je weniger Was- ser und als Asche zurückbleibende mineralische Bei- mengungen vurkomiuen. Uewohnlicher guter Urenn- torf, wie ihn z. B. das Biennoos bei Laufen nächst Salzburg enlhiilt, besitzt nach einer von Liebig analy- sirten l'robe nur l.i.4 pC'l. Wasser und Li pCt. .Vsche. Bezüglich des Warme- KIfecis kommen 1U7 l'lund dieses Torfs lüü l'fiiiiilen chemisch -reiner liohle gleich, wahrend von lulllrocknem ßuchcnhulze erst 'ibO l'lund der erwahnlen luihlennieiige gleichen. Im Allgemeinen rechnet mau von mitlelgulein Brenntorl', wie ihn das Eisen weik Büchscheiden bei Jilagcnfnrl benutzt, nach Zerrenner 14 — 17 t'tr. als Aequivaleut einer Klafter 3Uzolligen richtenholzes. Doch uimmt dieses (Juantuni beiliiulig das doppelte Volumen des Holzes ein. Gerluge Sorten von Braunkohlen, wie die von Kranichsfeld, geben nach den .Vualysen der k. geologischen Reichsanstalt mit 14. T Ctr., bessere, wie die aus dem iVeograder Komitat, mit 10.2 — 13.0 Ctr. das .\equivalent einer Klafter 30zolligen weichen Hol- zes, wahrend \on Steinkohlen geuühiilich 7-M l'tr. hiezu bereits genügen. Der Torf iiberirilfl daher au Brenuwerlh das harte Holz und nähert sich den bes- sern Sollen von Braunkohlen, wobei zu bemerken ist, dass er gewöhnlich von den schädlichen Schwefel- verbinduiigen der letztern vollkoinnien Irei ist. — IVach dem Aschengehalt unterscheidet man eigent- lichen Brenntorf, Halbtorf und torfige Erde. Erslerer enthalt bisweilen fast gar keine, höchstens aber II pCt. nn\crlireniiliche Bestaudlheile und hreiiiil bei dem ge» uiinlicheu Lulizuge guter Ueleii mit Klamme. Der llalblorf hat IJ— 30 pLi. .\schengelialt und gestattet ein nicht ganz unwirksames S erglühen. Die toriige Erde mit mehr als 30 pCt. Miiieralgehalt gibt kein pyrotechnisch brauchbares Resultat inehr und schliesst sich bereits an die völlig nnverbrenn- liche Moorerde an. Das äussere Aussehn des Iuris hangt \on seiner Struktur ab. Haulig besteht derselbe aus einem mehr oder ininder deutlich erhaltenen Ge- webe von rilanzentheilen , uls .Moosrasen, Wurzel- faserii, Grasblatlern und Halmen u. dgl. Solcher Torf ist locker, sehr leicht, wenig harzreich. \on lichter Karbe und geringerem Brennwelli. Er ist unter dem Namen des Kasertorfes bekannt. In andern lallen bildet der Torf eine gleichartige nur mit wenigen deutlichen rilanzenresten iiiitermischle, im frischen Znslande breiige plaslisclie .Masse, welche getrocknet, bald erdig und zerreiblich, gewöhnlich aber ziemlich dicht und fest wird. Er heisst amorpher fori, ist gewohnlich von dunkelbrauner Farbe, grosserin Ge- wichte und bisweilen so ausserordentlich reich an harzigen Bestandtheileu, dass er mit dem Kingernugel geritzt oder an einer frischen Schnillilaclie deutlichen ^ Wach.sglanz zeigt. Dieser Torf, der auch haiili als_^ 32 Specktorf bezeichnet wird, gibt ein nm so besseres Brennmaterial, je gleichartiger, ilichter und harzreicher er ist. Endlich gibt es noch einen völlig homogenen und dichten Torf, den Pechtorf, der im frischen Zu- stande gelatinös, trocken sehr fest und hart uird, eine glänzend schwarze Farbe hat und der Steinkohle ausserordentlich ähnlich ist. Hierher gehört der in den Torfmooren von Aussen gefundene merkwürdige Dopplerit. — Die organische Zusammensetzung des Torfes aus bestimmten Pflanzenresten ist oft so leicht erkennbar, dass längst schon gewisse Torfsorlen nach diesen Resten bezeichnende Namen erhalten haben, wie z. B. Moostorf, Rasentorf, Haidetorf, Holztorf u. dgl. Allein in der Mehrzahl der Fälle, insbesondere beim amorphen und dichten Torf kann nur der Bota- niker mit Hülfe des Mikroskops dieselbe nachweisen, ein Verfahren, das Grisebach 1846 zuerst hei der Untersuchung der Enismoore anwendete, das aber schon zu der wichtigen Thalsache geführt bat, dass alle, auch die dichtesten Torfsorlen nur aus den Resten einer sehr geringen Anzahl von Pflanzen, welche noch gegenwärtig an der Oberfläche der Moore wachsen, bestehn. Unter dem völlig unbestimmbaren amorphen braunen .llulm, aus weichem solche Torf- sorten bestehen, findet man nämlich immer einzelne inikroskopische unzersetzte Fragmente von Pflanzen, aus welchen sich die Art der letztern bestimmen lässt. Es sind besonders die hieselzellen in der Oberliaut der Gräser, die harzreichen Wurzellasern und Riiidenslucke der Haidesträucher, die zähen Ge- fässbündel der Blätter und Halme von Gräsern und Binsen, Moose und Holzsplitter, welche hier die wich- tigsten Anhaltspunkte gewähren. — Die so eben ge- schilderten natürlichen Eigenschaften des Torfs er- halten durch die Art der Gewinnung verschiedene Veränderungen. Die einfachste und allgemeinste Ge- winnung des Torfs besteht im Siechen desselben in Form von Ziegeln und im Trocknen dieser Ziegel an der Luft. Der Torf schwindet dabei gewöhnlich um ein Dritttheil, bisweilen um die Hälfte seines Volumens und wird dadurch dichter und besser. Doch bat das Trocknen auf den nassen Moorgründen grosse Schwie- rigkeilen und macht oft eigne umfangreiche und kost- spielige Vorrichtungen und Baulichkeiten, wie Trocken- kammern, u. dgl. nothwendig. Doch bleibt der bloss lufttrockne Torf immer noch ein sehr hygroskopischer Körper, der auch dein Frost nicht ausgesetzt werden darf, da die Ziegel sonst in Mulm zerfallen. Alles Bestreben der Industriellen in der Neuzeit geht daher dahin, den Torf möglichst trocken und conipakt zu machen. An Orten, wo der Torf zu breiig ist, um geschnitten zu werden, wird er gleich Thon geformt (gemodert oder gebaggert) und selbst die festeren Sorten werden oft absichtlich durch Maschinen zer- kleinert, in Brei verwandelt und dann erst geformt oder selbst gcpresst. Es ist klar, dass der Torf durch diese technische Behandlung ausserordentlich an Güte und Verwendbarkeit gewinnen inuss. Insbeson- dere hat der Torf vor den andern Brennmaterialien, Holz- und Mineralkohlen, welche nur zerkleinert werden können, den grossen Vorzug, dass er bildsam und in jeder beliebigen Form darstellbar ist. Die n des Presstorfs na- °J en so beliebten Brenn- '> Reinlichkeit und gefällige Form mentlich dürfte i-hii zu einem ebei Stoff bei der Zimmerheizung erheben, als er bereits im Feuerraume der Hochöfen und Lokomotive mit grossem Vorlheil verwendet wird. — Der Torf, des- sen Eigenschaften hier in Kürze besprochen wurden, kommt stets nur in Begleitung einer cigenlhümlichen Sumpfvegetation, wie sie die öden düstern Moore bie- ten, vor. — Grössere Moore, wie z. B. der Laibacher Morast, der Hänsag, die Norddeutschen Einsmoore bieten im Innern den Anblick einer endlosen Fläche, deren traurige Gleichförmigkeit durch keinen Baum, keinen höhern Strauch, durch keine Hulte und über- haupt durch keinen Gegenstand von irgend einer be- trächtlichem Höhe unterbrochen wird. Nur in der Ferne ragen Wälder, Anschwellungen des Bodens mit Dürfern und Thurmspitzen, Berge u. dgl. wie Inseln am Horizont hervor. Im wilden Urmoore gibt es keine Wege, keine Pfade. An vielen Stellen ist die Vegelationsdecke zerrissen und ein Weiterkommen nur durch Springen von einem Rasen zum andern möglich. — Bei näherer Betrachtung zeigen jedoch selbst die so eintönigen Moore bedeutende Verschie- denheiten. Die eigenthumlichsten von Allen, zugleich die reichsten Vorrathskammern von Torf sind die Hochmoore. Sie werden so benannt von der sanften Wölbung ihrer Oberfläche, welche, obwohl bisweilen bis zu 30 und 40 Fuss anschwellend, doch nur schwer ohne genaueres Nivellement wahrnehmbar ist, da sie sich auf weile Strecken vertheilt. Diese Hochmoore haben ein eigenthümlich fahles düsleres Aussehn, welches von der kümmerlichen Vegetation herrührt, die sie bedeckt und die merkwürdig genug sehr viel Aehnlichkeit mit jener von sterilen, sandigen Haide- flächen besitzt. Die Hauptmasse dieser Vegetation wird in allen Hochmooren von einer äusserst geringen Zahl von Pflanzenarten gebildet. In den 50 — 60 Qua- dratmeilen grossen Emsmooren sind es nur zwei Arten von Haidestrauchern (Calluna vulgaris und Erica Te- trali.x) und zwei grasartige Pflanzen (das Wollgras Eriophoruin vaginatum nebst einer kleinen Binse Scirpus caespitosus), welche sich im Verein mit den bleichen Torfmoosen in die Bodenfläche theilen. Bei uns fehlt die Dop-Haide (Erica Tetralix); dafür ver- treten Moosbeeren, Sumpfbeidelbeeren , der Siiinpf- rosmarin (Andromeda), der Sumpf- Porst (Ledum), Zwergbirken und Zwergkiefer bisweilen ihre Stelle. Wie arm jedoch die Gesammtflora der Hochmoore ist, entnimmt man daraus, dass der vollständige Calalog der im wilden Bourtanger Moos auf 16 Quadratmeilen vorkommenden Pflanzen nach Grisebach nur 27 Ar- ten enthält. — An die Hochmoore schliessen sich die Waldmoore, sumpfige Wälder mit alles überwuchern- der Moosvegelation, mit üppigen Farnen, dichten Hei- delbeerbüschen, faulen Bäumen und Moder. Die hy- groscopisehen Moose und der Baummoder ziehen immer mehr Feuchtigkeit an sich und ersticken zu- letzt jeglichen Baumwuchs. Dergleichen Waldmoore, die endlich in Hochmoore übergehn, findet man bei uns vorzuglich im Böhinervvalde. — Die Wiesenmoore sind stets flach; sie sind nicht immer mit Torfbildung begleitet und gleichen grünen Wiesen. In Nord- 33 l — y->0 deiilsclilnnd lieisseii sie Grünlaiulsmoore. Irland hat von iliiieii ilcn Namen der griinen Insel crliallen. Viel reicher an Tflanzen als die Hochmoore zeichnen sie sich durch ihren Reichihnm an Griisern und Kalk- pflanzen ans. Es fehlen ihnen die Torfmoose nnil Haideslriiucher gänzlich: nur spärlich Inten grnne Aslmoüse und hie und da von Hol/.i'dau/en Erlen und Weiden auf. Bei uns herrschen diese Moore in Un<;arn vor und erscheinen hier in zwei cliarak- terislischen Nebenformen auf ansgedehnlen Strecken als Kühricht-.Moore und als Zsonibeg-Moor. Erstere bestehen vorherrschend aus Schilfrohr, dessen ausser- ordentlich lange viel verzweigte Ausläufer üfter einen Schwingrasen iUngarisch Läp) von solcher Stärke bilden, dass er das (jewicht eines Menschen trägt und einer Weilern Snmpfvegelation zur Unterlage dient. IVocli nierk\\iirdiger sind die Szonibeg-Moorc, welche auf weite Strecken nur ans einer Art von Kiedgras (Carex sliicta) gebildet werden, wobei dieses durch ein besonderes Wachsthum ausgezeichnete Gras Säu- len- oder kegelförmige, durch Wasser getrennte Käsen von solcher Hohe und Mächligkelt bililet, wie sie in andern Gegenden noch nicht beobachtet worden sind. — Die lucalen Verhältnisse, unter «eichen Moore vorkommen, sind äusserst verschieden. (irossere Moore findet man jedoch vorherrschend in Niederun- gen, als in Tiefländern, Becken und flachen Thalmnl- den; kleinere können selbst auf steilen Bergabhängen sieh entwickeln. Die Hochmoore ruhen gewülinlicli, aber nicht immer auf einer für Wasser impermeablen Thon- oder Letlciischichte; sonst kann auch Sand und lockerer Kalk die Unterlage bilden, wenn nur für hinreichende Wasserzufuhr gesorgt ist. Diese er- folgt theils durch Quellen und Bäche, theils durch angränzende Seen und Flusse, bisweilen bei feuchtem Klima aus der Atmosphäre. — Die Verbreitung der Torfmoore ist nicht, wie man bisher geglaubt, an die gemässigte und kältere Zone gebunden. Man findet, obgleich selten, selbst in den Ebenen der Tro- penländer, z. B. auf Ceylon und in Ost-Afrika echte Torfbildung. Die südliche Halbkugel hat über den 45. Breitengrad hinaus ausserordentlich ausgedehnte Torfl^iger auf den Chanos- Inseln, auf den Malvinen, ebenso in Patagonien und im Fcuerland , wo diese Vegetalionsl'orm die herrschende ist. — In Deutsch- land ist die grcjsste zusammenhängende Torfmasse an der Hannoverisch- Holländischen Gränze an beiden Ufern der Ems zu finden, wo sie .^0 — GO geographi- sche Quadratmeilen bedeckt. Die Enisniedernugen sind so reich an Torfmooren, dass von der Graf- schaft lientheim die Hälfte, vom Herzogthum Arenberg 2 Dritttheile daraus bcstehn; in Ostfricsland und Bremen jedoch die Torffläche nur auf ein Vierllheil und im ganzen Königteich Hannover auf mehr als ein Sechstheil der (iesamiut- Oberfläche (d. i. 120—130 Quadralmeilen) geschätzt wird. Dabei erreichen diese Torflager, welche nur aus Torf von der besten Qua- lität bestehen, stellenweise eine Mächtigkeit von 30 — 40 Fuss. — In Siiddeulschland sind die Süd- baierischen Moore, welche nach Sendtner über 50 Quadralmeilen bedecken, die ansehnlichsten. — So grosse zusammenhängende Torfmassen besitzt unser Vaterland nicht; jedoch ist es ansserordcnilich reich au kleinern Torfmooren , die fast in der ganzen Mo- narchie zerstreut angetrolfen werden. Obgleich man bereits über 300 derselben kennt, so ist gewiss der grössere Theil derselben der olVenIlichcn Aufmerksam- keit bisher entzogen geblieben. • — Das lorfreichste Land, so weit die gegenwärtigen Nachrichten reichen, ist unstreitig Bidimen, welches in seinen Uryslallini- schen Griiuzgebirgen in den zahllosen Mulden und kleinern Becken die günstigsten Bedingungen zur Entwicklung dieser Vegelationsform darbietet. Die grossarligsten Moore sind in Südböhmen an den Quellen der Moldau gelegen und unter dem Namen der Filze und Auen bekannt. Ihre .\usbeutnng ist bei dem grossen Ilolzreichlhum des Böhmcrwaldes sehr gering. Einige Böhmische Moore, wie das zu Franzensbad und das zu (iilschberg bei Wilden- schwert, sind als Mineralmoore bekannt. Noch sind die bereits geschilderten Waldmoore, z. 15. in der Wiltingauer Ebene, zu erwähnen. Ganz den Böhmi- schen ähnliche Hochmoore findet man in den angrän- zenden Kronländern, so weit dieselbe geognostische Unterlage, die krystallinischen Schiefer- und Massen- gesleine reichen: in Mähren im Brunner und Iglauer Kreise, in Unter-Österreich im Viertel Ober-.Maiiharts- berg, in Ober-Üslerreicli im Haiisriickkreise. — Das Donaiithal hat in üslerreich nicht jene grossarlige Moor- Entwicklung, wie im benachbarten Baiern. Nur der Innkreis und vor Allem die Gegend von Salz- burg schliesst sich noch einigermassen würdig an. In letztrer Gegend wurden allein von Dr. J. K. Lo- renz .")3 Torfmoore mit 5000 Joch Gesamminäche und etwa IG Mill. Kubikklafter Torfiuhall auf das Gründ- lichste untersucht. Speciell das Wiener Becken ist sehr arm an Torf. Nur in der Nähe von Mooshrunn und Ebrcichsdorf finden sich kleine Wiesenmoore, sowie Spuren davon im Marchfeld. — Die Alpen weisen mehre grössere Moore in ihren Haiiptlhälern auf, wie namentlich im Emslhal, an der Salza und im Innihal auf der Nordseile, so wie auch im Drau- iind Etschtlial an der Südseile der Alpenkelle. Sonst liudel man kleinere Moore in der ganzen Cenlralkette häulig und bisweilen in sehr bedeutender Höhe. So beobaclilete ich im Ötzlhale bei Gurgl am Fnsse des liolliiiioosglelschers (2700') und unterhalb der Johanns- hiiUe am Gross - Venediger im Thale von Tregatlen (in einer Höhe von elwa 7000') alpine Torfmoore. In der Kalk- und Saudsleinzone der Alpen sind Torf- moore selten und wenig entwickeil. Beispielsweise mögen hier als die zunächstgelegenen das Nassköhr bei Neuberg, das Milterbacher- und Heehtensee-Moor bei Maria-Zeil erwähnt werden. — Jenseits der Alpen ist der überraschende Keichllinm an Mooren in der Nähe der Seen, am Fnss der Alpen und im Ticflande des l'o und der Etsch hervorzuheben. — Eine der grösslen zusainmenliängiiiilcn Torfmassen bildet der bekannte Laibaclier Morast, welcher in einer Aus- dehnung von nahezu 4 Quadralmeilen die südlich von Laibach gelegene Dilin iaiebene erfüllt, jetzt aber | schon zum grösslen Theil entwässert, abgebrannt und I cullivirl ist. ~ Von dem Torfreichthuni der östlichen Q Hälfte der Monarchie ist noch sehr wenig bekannt. J 6 34 ■^tf^ Doch dürfle derselbe in Galizien sehr beJetilend sein, da in der Nähe von Leniherg allein 16 Torflager vor- kommen und die Lage und DeschalTenheit des Landes der Torfbildung in hohem (Jriide günstig sind. Aus den Karpiithen nud aus Siebenbürgen wurden bisher nur wenige kleinere Moore bekannt. Was nun das ungeheure Flachland Ungarns anbelangt, so sind die ausgedehnten Sümpfe daselbst der Torfbüdnng wenig günstig, da es meist nur zur Bildung von Röhricht- und Zsombeg-Mooren, seltener zu eigentlichen Wie- senmooren kommt. Doch gibt es hier eia grosses Moor, welches zum Tlieil sogar Hochnioorbildnng zeigt, und um so wichtiger werden dürfte, als es in derNülie derResidenz lieit. Esist diesderHunsag-Sumpf am süd- ostlichen Ufer desKeusiedler-Sees, dessen Verwerthung einer niciit mehr fernen Zukunft vorbehalten bleibt. Alle Eigenschaften des Torfs, das Aussehen, die mi- kroskopische und chemisehe Analyse sprechen dafür, dass dieser Körper aus den mehr oder weniger zer- setzten Resten von Snmpfpllanzen bestehe, die noch heutzutage an seiner Oberllache wachsen. Um so auf- fallender muss es daher erscheinen, dass richtigere Ansichten über seine Entstehung erst in neuerer Zeit zur aligemeinen Geltung kamen. So behaupteten noch ia der zweiten Hiilfte des vorigen Jahrhunderts der Chemiker Stahl, die Naturforscher Scheuchzer und Funck, der Torf sei eine rein mineralische Substanz, eine eigene Erdart, welche wie Harz und Schwefel brennbar ist; eine Meinung, welche schon Plinius hegte, da er mit Verwunderung berichtet, dass die ChauUer ihr Feuer mit einer Art Erde machten, die sie im Schatten trocknen Hessen. Andere hielten den Torf für die Reste einer organischen Welt, welche durch die Sündflnth in den Niederungen zusammen- geschwemmt wurden. Die merkwürdigste Ansicht war schon die von Voigt, den Torf für eine besondere Pflanzenart zu erklaren, welche blos aus einem Gewebe von Wurzeln besteht nud selbstständig unterirdisch fortwächst. Zur Beiirtheiiung der neueren Theorieen und Hypothesen über die Torfblldiing muss man von den Veränderungen ausgehen, welche abgestorbene Pflanzen und Pflanzentheile unter dem EinUuss von Luft und Wasser und der gewöhnlichen Lufttemperatur erleiden. Es lassen sich hiebei, obwohl nicht strenge, drei Arten von Zersetzungsprocessen unterscheiden, welche man als Verwesung, Vermodernng und Fäulniss bezeichnet. Bei allen ist ein hinreichender Grad von Feuchtigkeit erforderlich. Erstere findet jedoch nur bei reichlichem, die Vermoderuiig bei unvollkommenem Luftzutritt statt, während die Fänlniss, die sich noch durch reichliche Entwickelnng übelriechender Gase auszeichnet, selbst bei gehindertem Luftzutritt unter Wasser erfolgen kann. Die Fäulniss tritt bei Pflanzen nur bei sehr zarter, weicher und fleischiger BeschalTen- heit der Organe auf und bewirkt eine gänzliche Zer- setzung der organischen Substanz. Zarte Wasserfäden, Charen und andere Algen, fleischige Früchte, Wurzeln und Stengel verfaulen leicht gänzlich und hinterlassen höchstens eine breiige, niemals aber eine lorfartige Masse, wesshalb dieser Zersetzungsprozess für die Torfbildung enischieden ungünstig und daher hier nicht näher zu erörtern ist. Der Verlesung und der Ver- modernng hingegen ist einer der wesentlichsten Be- standtheile aller derberen und zäheren Pflanzenorgane, nämlich die Holzfaser unterworfen. Die Holzfaser, welche die Wände der Pflanzenzellen bildet, verwan- delt sich hiebei unter Aufnahme von Sauerstolf und Wasser und unter Abgabe von Kohlensäure in eine leicht zerreibliche, wenig oder gar nicht plastische, und Im Wasser unlüslicbe Masse, welche mau Mulm oder Moder nennt. — Der Inhalt der Pflanzenzellen ist zum grösseren Theile leicht zersetzlich und verwan- delt sich gern in braungelbe bis schwarzbraun gefärbte Hnmuskorper, die meistens schon für sich oder in ihren Alkalisalzen im Wasser löslich sind, dasselbe braungelb färben, sauer reagiren und ausgezeichnet antiseptisch (Fäulniss verhindernd) sind. Sie sind auch wohl unter ioore ei[ie solche uherniiissige Grosse und Anzahl erreichen, d:iss sie und ihre Ueste zuletzt den Haum nach allen Seilen mit ihrem Gewebe ausfüllen und so eine schwammige, lockere, fast rein organische Unter- lage bilden, in welcher dergleichen Moorpflanzen am besten fortkommen. Dabei ist die Vermehrung dieser Pflanzen durch Sprossen und Knospen so ungeheuer, dass dadurch dichte, oft riesige Uasenstöcke (Bulten. Zsonibeks) oder weithin sich erstreckende Gitternetze entstehen, die im Schlamm oder selbst im Wasser sich immer weiter verbreiten, und so zur Vergrosserung der Moorfläche beitragen, üiese gesellig lebenden, an Holzfaser und Harzen reichen Moorpflanzen sind die wahren Torfbildner. Es sind nur immer wenige herr- schende Arien von Haidesträucliern, Griisern und Binsen. Die iibrigen im Moore wachsenden Pflanzen sind nur als eingestreut zu betrachten und interessiren blos de» Botaniker, da sie sich nach ihrem Abslerben so voll- ständig zersetzen, dass man im Torfe kaum eine Spur von ihnen antrifl'i. Dauiil aber die Keste einer solchen Massenvegetalion sich mehr oder minder unzersetzt erbalten, ist es noih« endig, dass der Boden durch hin- reichende Wasserzufuhr sehr feucht und von jeder Beimengung von Erdtheilchen möglichst frei eihallen bleibe. Die Moore werden gewöhnlich durch Quellen und Bache oder durch angrenzende Flüsse und Seen, seltener blos durch atmosphärische INiederschläge ge- speist. Bei Hochmooren spielen besonders die Torf- moose (Sphagnen) eine hervorragende Rolle als Wasser- sammler und beben das Wasser zu einer beträchtlichen Höhe über das Niveau empor. Diese bleichen Moose, welche fast nur aus chemisch reiner Holzfaser be- stehen, liaben blaltcr mit eigeulbünilichen durch Spiral- fasern aufgeblähten und dabei durchlöcherten Zellen, so dass das Wasser bei ihnen nicht «ie sonst iju Pflanzenreiche nur durch Endosmose, sondern \iel rascher durch t'apillarilät in die Zellen eindringen kann. Daher absorbirl nach Lesquereux ein ganz trockener Sphagnumbuschel, der nur ein wenig mit einem Ende iu ein Wassergelass getaucht wurde, in 2 Stunden heilaulig das 17laclie seines Gewichtes an Wasser, während er vollgcsogen 3() Stunden dem Luft- züge und der Sonne ausgeselzl, nur das ölache seines ursprunglichen Gewichtes an Wasser verlor. Bei Uegen- wetler nehmen diese äusserst hygroskopischen Moose mehr Wasser auf, als in ein gleich grosses Gefäss fallt, ein Beweis, dass sie auch den Wusserdunst der Luft sich aneignen. Wenn einem Moore durch das Wasser viele unorganische Substanzen zugeführt werden, so ist dies ein Hinderniss der Torfbildung. Theils wird dadurch das üppige Wachsthuui oder selbst das Ge- deihen mancher Moorpflanzen gänzlich gestört, theils wird dadurch die Zersetzung der Keste befördert, so dass es nur zur Bildung von Halblorf oder Moorerde komml. Daher fuhren auch die meisten .Moore keinen Torf und sind als blosse Minoralnioore zu lietrHchlen. Nach dieser üllgemeiuen üelrachtung der Bedingungen der Torlhilduug im (;rosseu, erscheint es angemessen, die besonderen Bedingungen der einzelnen Moorformen zu erörtern. In lieferen Gewässern, z. B. iu Seen und Sümpfen, siedelt sich bisweilen eine Massenvegetalion «n, welche theils am (iruude fesigcwachseu isl, Iheils an der Oberfläche schwimmt und griissleulheils aus .Mgcii, Conferven um! C'harcn, aber auch aus IMiane- rogameu, z.B. aus Laichkraulern (l'olamogclon-Arten), Seerosen, Wassernüssen (Trapa naians), Wasserlinsen und ähnlichen Wasserpflanzen besteht. Aber alle diese Pflanzen verfaulen, wie oben erwähnt, ohne je eine torfartige Masse zu bilden. Erst Uferpflanzen, die wie das Schilfrohr oder viele Hiedgräser nur ein seichtes Wasser und etwas schlammigen lioden zu ilirer üppigen Entwicklung brauchen, und durch die zähe Beschall'eii- heit einzelner Organe der Zersetzung widerstreben, geben hier die ersle Veranlassung zur Verlorfung, doch kommt es in den zusammenhängenden Schvvingrasen des Schilfrohres, so wie in den isolirlen Stöcken der Zsombek - Moore wegen häuliger Anschlemmungen meistens nur zur Bildung von Halbtorf. In etwas grösserer Enlferiiung vom Ufer kann das Wassei häulig wohl von seinen mechanischen Beimengungen ge- läutert (lillrirt) in hinreieheuder Menge durchdringen und so zur Fortsetzung der Moorbildung beilragen. Wenn dieses Wasser aber kalkhaltig ist, so kann es nur das Vorkommen von Pflanzen begiinsligen, denen der Kalk nicht schädlich, sondern sogar als minera- lisches Nahrungsmitlel nothwendig ist. Es entsteht eine ziemlich bunte Siimpfllorn von KalKpflanzen, wie sie die sogenannten Wiesenmoore beherbergen. Doch ist diese Vegetation nur selten mit ergiebiger Torf- bildnng verbunden, weil die bei der Verlorfung ent- stehenden und dieselbe wesentlich befördernden anti- septischen Torfsäuren durch den Kalkgehalt des Wassers gebunden werden und weil in solchen Mooren die Massenvegelalion von einigen wenigen Torfbildnern nur im untergeordneten (jradc auftritt. Im Hochmoore hingegen vereinigen sich alle Umsläudc, um die Torf- bildung im grossartigslen Massslabe herbeizufuhren und zu unterstützen. Die neuesten Untersuchungen haben aber zwei besondere Bedingungen dieser Moorform kennen gelehrt. Das Hochmoor ruht nie unmittelbar auf der mineralischen Bodenuiiterlage, sondern stets auf organischem Substrat und wird slels nur von völlig reinem weichen \\ asser gespeist. Die Unterlage der Hochmoore ist entweder llallilorf und Wiesenlorf, oder der Moder einer versumpfien B.ium- oder Ilaide- vegetation. Die Pflanzen des Hochmoores sind solche, welche als sogenannte Kieselpflanzen auch auf rein organischer Unterlage (auf Moder oder Torf) gedeihen können, indem sie nur ein Minimum von mineralischen Substanzen zu ihrer Ernlihrung bedürfen (wie die Sphagnen) oder ihre mineralische Nahriuig (Kali und Kieselerde) aus den Besten der zersetzten Pflanzen oder aus dem almospharischcu Slauhe beziehen (wie die Ericaceen und Gräser) ; wobei noch der für diese Pflanzen schädliche Einfluss einer Kalkzufuhr durch die Bcschafl'euheil des Wassers wegfällt. Die Bedin- 36 L «ung des weichen Wassers wird in KalUgegenden, wo übrigens Ilucliinoore seilen sind, durch ailniiiliges Entfernen des Kaikgehalles heim Durchsickern durch Wiesennioore herbeigeführt, wodurch sich eben das Ansiedeln von Hochmoorbildung in der iMilte mancher Wiesenmoore erklart. Uebrigens ist die Absorptions- fähigkeit der Hochmoore meistens so bedeutend, dass sie in der Regel mehr Wasser abgeben, als sie durch sichtbare tellurischc Zulliisse erhallen. Hieraus erklart sich auch die characlerislische Wölbung derselben an ihren ältesten Stellen und ihr centrilugales Wacbsthum, — Eine weitere Eigenthümliebkeit der Hochmoore welche zu manchen irrigen Ansichten VeraLilassung gegeben hat, ist das Auftreten von Tümpeln oder Wasserflächen milten im Hochmoor. Diese Wasser- ansammlungen haben öfter ein höheres Niveau als das benachbarte fliessende Wasser, weil die schwammarlige Torfmasse wie eine impermeable ßodenschichle den Abfluss hemmt. Man nennt sie in Nord -Deutschland Meere, im Laibacher Morast Seefenster, im SaUbur- gischen Grundloser. Es sind nicht Überbleibsel ehe- maliger Seen, sondern Localitiilen, an welchen eine die Torlbildung hemmende Ursache wirkt, z. B. ein kalkreicher Untergrund, das .Aufsteigen einer harten Quelle, oder der .Mangel der für alle Hochmoore un- erliisslichen organischen Moderunlerlage. — Vergleicht man nun mit der hier gegebenen Darstellung der all- gemeinen und besonderen Bedingungen der Torlbil- dung die verschiedenen über diesen Gegenstand auf- gestellten Hypothesen und Theorieen, so findet man, dass die meisten derselben einzelne für die Torfbil- dung wichtige Umstände zu sehr generalisirten, wah- rend in der Tliat hei jedem einzelnen .Moor in ver- schiedenen Perioden seiner Entwicklung sehr ver- schiedene Verhältnisse in der Vegetation wie in der Wasserzufuhr obgewaltet haben. Der Umstand, dass man am Grunde vieler Hochmoore Massen von Baum- stämmen fand, veranlasste die erste Hypothese (von Arends und Rennie), die Torfmoore* als überhaupt aus versumpften Waldern enistauden zu erklären, während dieser Erklarungsgrund eben nur für jene Moore gilt, in welchen man solche Holzreste findet. Andere hingegen, wieCrome, Dau, De Luc schrie- ben die Torfbildung im Allgemeinen der Anfüllung von Teiehen, Seen, ja seihst des Meeres durch Wasser- pflanzen zu, was eben so einseitig und eigentlich un- richtig ist. Sprengel und nach ihm Wiegmann legten das grossle Gewicht auf die bei der Zersetzung sich bildenden braunen Torfsäuren, als eigentliche Er- halter der brennbaren PHanzenreste. So wenig der wesentlich befordernde Einfluss derselben in Hoch- mooren geläugnet werden kann, so sehen wir in den Wiesenmooren ihre Wirksamkeit sehr reducirt, womit freilich zum Theil auch die geringere Quantität und Qualität des Torfes der Wieseumoore zusammenhängt. Lesquereux hat in seinen Untersuchungen der Torf- moore des Jura zuerst die beiden Hauptformen der Moore schärfer getrennt und sie nach der Entstehung als infra- und supra - aquatische Moore oder Unter- und Überwasserbildungen bezeichnet. Die infra-aqna- tischen oder Wieseumoore sollen unter dem Wasser- spiegel, die supra-aquatiscben oder Hochmoore über demselben entstehen. In der Tbat liegen die Hoch- moore über dem Wasserspiegel benachbarter fliessender Gewässer und steigen bisweilen ziemlich hoch an. Darin besteht aber auch der ganze Unterschied. Denn jede Torfbildung wird an der Oberfläche eines sehr feuchten Bodens (also supra-aquatisch) eingeleitet und durch den Wassergehalt eines solchen Bodens (also iiifra-aquatisch) vor weiterer Zersetzung bewahrt. Infra-aquatische Torfbildung unter einem tieferen Wasserspiegel gibt es aber nach Obigem nicht, da die hier gedeihende Vegetation verfault und die Vertor- fung nur bei Ufer-, Sumpf- und Moderpflanzen ein- tritt. Diese Theorie, welche sieb vielen Beilalls er- freute, ist daher nicht stichhaltig. Grisebacb unter- suchte die Hochmoore an der Ems und wies durch mikroskopische .Analyse nach, dass der Torf bis in die untersten Schichten aus denselben wenigen IMlanzen- arten zusammengesetzt sei, welche noch an der Ober- fläche der Moore fortwachsen. Er hält mit Sprengel die Sphagnen für fast völlig unzersetzbar, da sie selbst in den tiefsten Schichten der Torfmoore als lichter iMoostorf unverändert angelrofl'en werden, während die Eriken- Vegetation leicht in werthvoUen amorphen Torf übergehe. l)a jedoch die Haidestraucber von Torfmoosen in der Regel umgeben sind, so scheinen sich diese letzteren hier dennoch zu zersetzen, während sie, wo sie rein in grossen Massen auftreten, sich un- verändert erhalten. Sendtner, welcher die sud- baierischen Moore zum Gegenstande seiner Unter- suchungen machte, schloss auf einen Zusammenhang der oberflächlichen Vegetation der Moore mit dem Untergrunile, und nennt die Hochmoore, weil sie meist auf Thoii ruhen und eine grosse Zaiil von sogenannten Kieselpflanzen beherbergen, Kieselmoore, hingegen die häufig auf Kalkgrund liegenden und mit zahlreichen Kalkpflanzen geschmückten Wiesenmoore Kalkmoore. Allein erst J. R. Lorenz hat durch die gründliche Er- forschung der Salzburger Moore auf das Treffendste nachgewiesen, dass nicht der mineralische Untergrund, sondern die Beschalfenheit des Wassers hier mass- gebend sei, dass Wieseumoore hartes, Hochmoore weiches, meist atmosphärisches oder saures Torfwasser fuhren ; dass ferner Hochmoore stets nur auf orga- nischer Unterlage (anderen Torf oder Moder) sich an- siedeln, während Wiesenmoore unmittelbar auf mine- ralischer Unterlage, als Sand, Kalk und Thou gedeihen. Mit dieser neuesten Ansicht durfte die frage von den Bedingungen der Torfbildung ziemlich erschöpft sein und es lässt sich nach dem gegenwärtigen Stande der Wissenschaft aus der Beschaflenheit des Terrains, der Bewässerung und der mikroskopischen Untersuchung der Torfreste die Entwickelungsgeschichte eines jeden Moores mit hinreichender Genauigkeit angeben. Die Wiesenmoore gehen aus einer Ufervegelation her\or und verbleiben auf ihrer Eutwicklungsslufe, wenn sich nicht unter günstigen Umständen eine Hochmoorbildung auf ihnen ansiedelt. Die Hochmoore gehen eben so häuhg aus untergegangenen Wald- und Haidevegeta- tionen wie aus Wiesenmooren her\or. Ein und das- selbe Moor kann durch äussere Umstände veranlasst, seine Vegetationsforin mehrfach ändern und so ent- steht der oft complicirle Bau mächtiger Moore. Die i c '-jno Forlbikliing iinverletzler Moore an ihrer Oberdiiclie ist eine fc-st;;estelltc Thalsaclic. Man beiirllK'ilt das Alter, so wie die (irüsse des Waciislliunies der Torl'inoore nach dem bekannten Alter ihrer Einschlüsse. In irischen Torfmooren und auf der Insel Man bat man wolilerhallene Skelette von Riesenhirschen gefunden ; in Oslfriesland sliess man in den unleren Torfschichteu auf menschliche mit rohen Thierluiuten bekleidete Skelette ; in Wnrttemherg wurden Alemannische Todlenbiinme, d. Ii. ausgehöhlte Stamme mit wohler- hallenen Skeletten und Schmucksachen ausgegraben ; im Moore bei Ilaraldskiiir in Julland fand man ein mit einem Haken an einem Pfahle befestigtes weibliches Skelett, das man für die Königin Gunhilde von Nor- wegen halt, welche der Konig Harald lilaatand im Jahre 9ü5 hier versenken Hess ; häufig wurden in Korddenlschland Unmische Waffen, Münzen und Ge- rathschalten, selbst Ilolzstrassen aus der Koinerzeil in Mooren entdeckt. Es sind dies Thalsachen, welche für das hohe .\lter vieler Moore sprechen. Aus ähn- lichen Beobachtungen in den Torfmooren des Jura schliesst Lesquereux, dass dns ursprüngliche Wachs- Ihum des Torfes in einem Jahrhundert selten weniger als '2 Fuss, bisweilen aber das Doppelte betragt. Mit diesem ursprünglichen Wachsthuni darf nicht die Rege- neration oder iVeubildiing des Torfes in Torfstichen verwechselt werden. Die Torfgruben füllen sich in der That, wenn der Grund nicht zu sehr entwässert wird, ziemlich rasch mit einer Vegelationsmasse, welche nach dem einstimmigen Urtheil aller Beobachter fast nur aus Moosen besieht und zuletzt in leichten lockern Moos- oder Fasertorf übergeht. Amorphen oder Specklorf sah man bisher nicht regeneriren. Lesquereux be- obachtete in alten Torfstichen auf 70 Jahre eine Neu- bildung von 6 Fuss erfolgen, was jährlich etwa 1 Zoll neuen Torf ergibt. Auf die gewöhnliche Dichte des Torfes reducirt, nimmt Prof. Unger den jährlichen Zuwachs nur '/a Zoll au und berechnet hieraus, dass ein Torfmoor sechsmal so viel Kohlenstoff producire, als ein Hochwald, ein Resultat, das in dem ausser- ordentlich üppigen Wachslhume der unterirdischen Theile einer Massenvegelation, wie sie in den Mooren vorkoMimt, seine Erklärung findet. Nach dem gegen- wärtigen Stande unserer Kenntnisse ist es theoretisch nicht unmöglich, an geeigneten Orten, wo bisher keine Moore waren, Torfbildung zu veranlassen, oder Torf- moore anzulegen, wie es oft mit Wäldern, Wiesen und anderen Vegelalionslormen geschieht. Immer wäre zuerst Rohrichtinoor und Wiesenmoor als Grundlage des zu bildenden Hochmoores zu bilden, wenn man es nicht vorzöge, irgend eine versumpfte Waldstrecke in Hochmoor übergehen zu lassen. Bei den langen Zeiträumen jedoch, die ein möglicher Erfolg eines solchen Unternehmens erfordert, wird es in den meisten Fallen geratheuer sein, bereits gebildete Hoch- moore nach ihrer vorsichtigen Ausbeulung ihrer unge- slürten Neubildung zu uberlasseu, wobei nur für Zn- rücklassung einer organischen Unlerlage und für ge- nügende Zufuhr von weichem Wasser gesorgt werden musste. Wiesenmoore, über deren Wachslhunisver- halluisse man gar keine Aufschlüsse hat und deren Torf der Quautilät und yualilät nach geringer ist, bieten für Regenerirung nur wenig Aussicht auf Ertrag. °j Die Wichli;;keit der .Moore grumiet sich zunächst auf '■ die vielfache Vorwendbaikeit ihres Ilaupiprodnctes, des Torfes. Der Torf in der veredelten Form, wie ihn die heutige Industrie darstellt, ist ein treffliches 13renuiuaterial für die Zimmerhcizung eben so wie für die Eisenindustrie, Glasfabrication und den Locomuliv- betrieb ; abgesehen davon, dass auch Torfkohle, Leucht- gas, Parafliu und l.euchtid aus diesem Kiirper erzeugt werden kann. Vielleicht noch grösser für viele Ge- genden ist die Wichtigkeit der Moore als Regulatoren der Feuchtigkeitsverhallnisse und als Wasserreservoire, aus welchen so viele Quellen, Bäche und Flüsse ge- speist werden. Sie spielen hier dieselbe Rolle, wie die Wälder und ihre gänzliche Auslrocknung kann ähnliche traurige Folgen nach sich ziehen, wie die unvorsichtige Entwaldung. Selbst Moore ohne Torf- bildiing können hier bedeutungsvoll sein. Die grossen Sümpfe Ungarns werden, gänzlich ausgetrocknet, das Klima der Tiefebene dieses Landes trockener, dabei aber minder fruchtbar machen. Desshalb haben be- reits auch die Handels- und Gewerbekanimcrn von Budvveis, Salzburg und Laibach mit Recht auf die volksw irlhschaltliche Bedeulnng ihrer Moorllächen auf- merksam gemacht. Es ist eine rci[ie Utililälsfrage, die von den Localverhältnissen abhängt, wie Moorgründe am zweckmässigsten zu verwenden sind. Grössere Hochmoore sollten bei uns als solche geschont und auf Regenerirung benutzt werden, kleinere nach der Ausbeutung lieber in Wälder, als in Ackerland umge- wandelt werden. Ausgebeutete Wiesenmoore eignen sich am besten zur Cnilur als Ackerland oder Wiese, letzteres unter der Voraussetzung, dass sie noch immer hinreichende Wasserzufuhr erlangen. In allen Fällen lassen sich aber die häufig noch als unpro- ductiv geltenden Moorgründe in hohem Grade ver- werthen. (W. Z.) Zur Parthenog'encsis. Tausendc von genau beobachteten lallen sprachen ihifur, dass ein Embryo im Samen sich nur unter Einlluss der Befrnchtnng aus- bilden könne. Traten auch wohl noch zu Anfang un- seres Jahrhunderts einzelne Forscher auf, die die Nolhvvendigkeit der Befruchtung überhaupt läugneten (Sclielver und Henschel*), so waren dies doch nur vereinzelte Stimmen. Die Lehre von der Befruchtung, der praktische Beweis für solche, die Erzeugung von Bastarden, ward als ausgemachte Thatsache angenom- men und bis auf unsere Tage immer weiter ausge- bauet. Nur einzelne Stimmen waren es, die sich hier und da nicht gegen die Lehre von der Befruchtung überhaupt erhohen, sondern die da annahmen, dass bei einzelnen Pflanzen sich ein wahrer Embryo ohne Be- fruchtung, sofern diese verhindert werde, bilden könne; durch diese Annahme "ird mit anderen Worten die Ansicht aufgestellt: .,Nornial bildet sich der Embryo im Samen nur unter Einlluss der licfruchtiing. Ver- hindert man aber die liciruchtung, so k i sich ilen- iioch in einzelnen Fallen ein Embryo ausbilden." Es *) Henschel, von der Sexualität ikr nianzen nebst einem historischen Anhange von Dr. 1'. J. S ch el- y ver. Breslau \^'H) bei Wilhelm (iottlicb Korn. i 38 wiiren also gCiiiui i;eiiuiiiineii die niännlicheii Ge- sclilechtsoigiiiie der Pflanzen gaa/, iiberflüssigetiebilde. - Immer waren es aher nur einzelne Pflanzen, von denen diese Belianptnng aulgestellt ward , und zwar die gleichen, mit denen sclion im Jahre 1786 Spallan- zani nianipulirl halte, n;iiiilich der Hanf und Spinat'). Wie ungenau Spailauzaiii's Bt-ohachlungen gewesen sein müssen, das gehl daraus liervor, dass er aucli vom Basililium, dessen Anlheren er wegnahm, reifen Samen erhielt, ferner von der Wassermelone etc. — Von diesen letzteren und ähnlichen Pflanzen, mit denen leicht zu nianipulireii, liegen mir eine Menge directer Erfahrungen vor, dass in Folge unterdrückter Befruch- tung auch die Bildung Ueinifahiger Samen unlcrhlieh; auch sind diese und ähnliche lieohachtungeu seitdem höchstens von Leuten wiedcrholl worden, denen jede Kennlniss zur Anstellung eines exaclen Versuches ;ih- ging. — Dagegen wiederholte Bernhardi, ein sonst sehr exacter Beobachter, die Versuche Spal lanzani's am Hanf**) und erhielt ganz ähnliche Resultate. Wie- der blieb diese Frage ruhen, indem durch ungenaue Beobachtung oder durch Bildung einer Knospe im Sa- men Bernliardi's Beobachtungen erklärt wurden Da machte J. Smith im Jahre IcS.jl (Transaclions of ihe Linnean Society) seine Beobachtungen über das Sanien- tragen der Coelebogyne ilicilolia bekannt, welche alle ihre Samen ohne jede Befruchtung ausbilden soll. Gleichzeitig verlheidigte auch Lecocq die Parlheno- genesis für eine Masse von Pflanzen. Aus seinen leicht- fertigen Beobachtungen zog er den Schluss, dass alle einjährigen Pflanzen getrennten Geschlechts auch ohne Befruchtung keimfähigen Samen bilden könnten. Durch solch eine weise Einrichtung \ erhindere die Natur das Aussterben solcherPIlanzen. - Die Coelebogyne befindet sich in bUihbaren Exemplaren nur noch in wenigen Händen. Während der Blüthe bis zur Fruchtbildung ist sie, soviel uns bekannt, noch von keinem Deutschen beobachtet worden. Die Untersuchungen an den so- genannten unbefruchteten Samen, wie solche von Radlkofer, Klolzsch und A. Braun gemacht vyur- den, können immer nur eine ganz bedingte Bedeutung haben. Dass bei dieser Pflanze noch nicht alles ge- sehen, was zu sehen ist, das beweist, dass während Klotzsch aus der Bildung des Samens dieser Pflanze demonstrirt, dass derselbe gar keinen Embryo, sondern eine Knospe enthalte, — Radlkofer und A. Braun der entgegengesetzten Ansicht sind. Letzterer hat aher eine von ihm noch ungedeutele und höchst auffallende Beobachtung gemacht, indem er nämlich ein Pollenkorn mit Pollenschlauch auf der Narbe der Coelebogyne fand. — Lassen wir nun Coelebogyne bei Seite, da über diese eben nur Männer sprechen können, die solche selbst beobachten konnten, so war dennoch diese Pflanze die Ursache, dass die Frage über die Möglich- keit der Parlhenogenesis im Pflanzenreich wieder in den Vordergrund trat, um so mehr, als gleichzeitig solche für das Thierreich von Sieboldt vertheidigt *) Spallanzani, experiences pour servir ä Ihi- stoire de la generatiou des animaux et des plantes. i Geneve 178.5, cliez Barlhelemy Chirol. **) OttoetDielr. Allg. Gartenzeitung Jahrg. 1839. pag 327 et 329. ward. Namentlich niihmcu Naudin und Decaisne die früheren Versuche über Spinacia und Caunabis wieder auf, denen sie noch eine Zahl anderer Pflanzen hinzufügten. Das Resultat ihrer Versuche war, dass weibliche Pfliinzen von Spinacia, Cannabis, Mercurialis annua und Bryonia dioica vollkommen ausgebildeten Samen trugen, nachdem sie vor der zufulligen Einwir- kung des Blütlienstaubes nuinnlicher Blumen genügend geschützt waren. Es heisst in dem Berichte des Hrn. Naudin, dass es weder ihm noch Decaisne gelang, unter den weiblichen Blumen, die sie in grosser Menge trugen, männliche Blumen zu entdecken. Dagegen trug Ricinus communis und Ecbalium Ehiterium, denen alle männliche Blumen vor der Oeffnnng weggenommen wurden, keinen Samen. Naudin schliessl aus seinen Versuchen, „dass nur diöcisclie Pflanzen im Stande seien, Sajuen ohne Befruchtung auszubilden, wabren^eciitanii, Adjiinct der Iiaiserl. Leopoliliiiiscli-Carolinisclieii Ali.-i- demie elc. Uliler diesem Tilel wird ein Praclilwerli (Gross Folio) fortgeselzl, von vvelclieiii bisher 15 Lieferungen colorirt und 5 in Farbendrucls erschienen sind, die zusammen einen Band, mit 80 Talein Abbildungen ausmachen, «nd im Ganzen 87 l'Uanzenarten erläutern. Se. k. li. Apostol. Majesliit haben die Widmung des Werkes anzunehmen und dem Herausgeber die grosse goldene Medaille fiir Wissenschalt und Kunst zu ver- leihen geruht. Überall liat es Anerkennung gefunden wegen der Treue der Abbildung, der Schönheit des Colorits und der Sauberkeit des Druckes. Die l'ort- setzungen werden durchweg in P'arbendruck gegeben, in welchem unser Hartinger so Ausgezeichnetes leistet, und welchen er auf einen bisher nicht dage- wesenen Grad von Vollkoininenbeit gebracht hat. Die Abbildungen werden dadurch an Gleichiuässigkeit und Schönheit gewinnen und der Preis dennoch niedriger gestellt werden, als er bei den früheren colorirten Lieferungen möglich war. Der Zweck des ünlerneh- mens war bisher und wird ferner sein : Daistelluiig durch naturgetreue Abbildung derjenigen neuen Er- scheinungen der Wiener und anderer Garten und Mu- seen, die ihrer Blumen und Blatter-Pracht, Fremdartig- keit oder beson) Ornithogalum aureum, l'urt. I r i d e a e. G) Cipura Northianu, Endl. 7) Gladiolus carneus, Jacii. , , , . , ' Am a ry 1 1 id eae. 8) Amaryllis (hybrida?) miniala, R. et Pav. 9) Cri- nuni amahile, Don. 10) Pancratium rotalutn Ker. var. repandum, Endl. U) P. .Vmancues Ker. et P. nutans. Ker. 12) P. ringens, R. et P. B r m e I i u c e a c. 13, 14j Broinelia antiacantha, Bert. (B. sccplrum, Fenzl.) ri 11 Orcludeae. 15) Dendrobium moschalum. Wall. IG) D. nobile, Lindl. 17) Epideudrum cinnabarinum, Salzrn. 18) Cir- rbopelalum Hledusae, Lindl. lU) C. piciuralum Lodd. et Sophronites grandillora, Lindl. 20j Caltleya laliiala, Lindl. 21) C. llarrisoniana, Batem. 22) C. guttata, Lindl. var. Russelliana, Hook. 23) C. Skinneri, lialem. 24) Saccolabium guttatum, Lindl. 25) Ai-rides odo- ratus, Lour. 26) Oncidium Lanceanum var. superbum, Endl. 27) 0. Papilio, Lindl. 28, üdontoglossum grande, Lindl. 21)) Millouia spectabilis, Lindl. et M. spectabilis Lindl. var. bicolor. Hort. Lodd. 30) Slanhopea tigrina, Batem. 31) S. Wardii, Lodd. 32i Coryanihes speciosa Hook, et C. macraiillia Hook. 3.!) Hunileya \iolacea, Lindl. 34) Zygopelaluui .llackai, Hook. 3.">j Z. )Iaxilhire Lodd. et Cycnoches chlorochllou, Klolzscb. 36,i C. I.ud- digesii, Lindl. 37) Sobralia macrantha, Lindl. 38) Cy- pripedium insigue, Wall, et C. purpuratnni, Lindl. 39) C. venustum. WM. Zi n gi bera eeae. 40) Globba (Jlantisia) saltatoria, Rose. C y c a d e a e. 41, 42) Enephalartos Krederic Guilielmi, Lehm. Prole aceae. 43) Protea cynaroides, Linn. 44) Telopea specio- sissima, R. Brown. 45) liarjksia Baueri, lt. lirowii. (i o o d e n o v i a e. 46) Leschenaultia biloba, Lindl. L, jjraudillDra. De Cand.) R u b i a c e n e. 47) Ixora coccinea, Curt. 48) Rondolelia odorala. .Jarq 49) Luculia gratissima, Sweet. A p o c y n e a e. 50) Plumieria rubra, Linn. (= 51) Dipladenia Rosa campesiris C. Rosa campesiris, Endl.) A sei e p ia d Ca e. 52) Ccniroslernma Lindicyannm pliauulis lloribunda, Ad. Brogn. (i e n I i a n e a c. 54) Eustcima Russelliauuui (Jrsb Russellianus, Hook ) P. auranlia Murt.i Leni. {=^ Echites Dcne. .53) Slc- Lisinnlhn ■ 44 ^ P. auranlia Hort.) Lein. (= Echites Dcne. 53) Ste- Don. I. Plii- panieu- Ap cy iiea e. 50) Pliiiiiiei'ia rubra. Linii. ( = 51) Dipladenia Uosa caiiipeslris C. Rosa cainpeslris, Endl.) A s c I e p i a (1 e a e. 52) Cenlrosleninia LinJIey^iiuiiii phanolis floribiinda, Ad. Biogn. Gen tiii 11 eae. 54) Eusloma ßiisselliantun, (irsh. (= Lisianllius Russellianus, Hook.) Verbenaceae. 55) Clerodendron splendeiis. G Bo rragi n eae. 56) Halgania litloralis, Gaud. C 11 V o U u i a c e a e. 57) Ipomoea rubro-caeriilea Hook. 58) tensis, Ker. 59) ßalalas insignis G. Don. (B. lata, Cbois.) „ , Solanaceae. 60) Juanulloa aiiranliaca, OUu et Dietr. (J. auraii- liaca, Hort, iion R. et Pav.) Gl) Habrothamnus fasci- culatiis, Eiidl. „ (i e s n er I a cea e. 63) Acliimeiies longiflora, De Caiid. 64^ Tydaea picta, Haust. {Atliiineiies picta Bth ), et Dolichodeira tubidora, Hansl. (Glo.xinia liibiflora, Hook.) 05) Ligeria speciosa Hanst. var. discolor, Seein. (Gloxinia speciosa Lodd. var. discolor, Endl.) 66) Skiophilia pulchella, Hanst. (Besleria pulchella Aucl.) E r i c a c e a e. 07) Erica arislata, .\ndr. et E. aristnta Andr. var. aristela, Bedf. (E. Sprengelii, Hort.) 68) E. mammosa, Linn. „ , Kanun cn laceae. 69) Cleinalis caerulea Lindl. var. {var. grandiflora Hook.) S a r r a c e n i a c e a e. 70) Sarracenia purpurea, Liiiii. C ac tea e. 71) Echinopsis Zuccariuiana. Pfr. (Cereus florus, l'fr.) Ti) Cereiis iVapuleoiiis, Grab. T r e in a 11 d r e a e . 73) Plalytheca galioides, Steetz verticillata Hgl.). Trop a eo I e ae. 74) Tropaeoluni peregriiuim, Linn. Miers. ,, , t om brelaceae. 76) Poivrea coccinea, De Cand. M e I a s 1 ni a c e a e. 77) Lasiandra lieleromallum, JVaiid. , beteroinalliiin Don.) et Jlelastoina niacrocarpum Don. 78) Jlonocliaetum Humboldtianuin Ktii. {= Lasiandra Endlicheri, Beer et Fenzl.) P a p i I i 11 !i c e a e. 79) Barlonia sessilidora, De Cand. 80) Daubentonia punicea, De Cand. Alle Buch- und Kiinsthnndlnnoeri nehnion Bestpllungcn ttii ; in London TiübntM' & Co., 60, Paternoster Row ; in Paris Fr. Klinlisieck, 11, Riie de Lille, in New York Wester- mann & Co., 290, Broadway. Wien, Hobpr Markt 541, Febr. IS5lt. 111 fl ü i s I) n u fr rTdic !3iu1)l)anbluiig (Joseph Mlenini). So eben erscbeint: Verzeicliniss der Geh. LicJifensfeifischen besonders iiiiturwissensclifidl. Bibliothek (104 Seilen), welche am 4. April d. J. in Berlin versteigert wird. Verzeichnisse lielert J. A. Stargai'tlt in Berlin, 54, Charlotlenstrasse. Endl. tubi- (= Treniandra 75) T. azureum, Pleroma F. Pla- panicu- Verbenaceae. 55) Clerodendron splendens. G. Don. B o r r a g i n e a e. 56) Halgania littoralis, Gaud. C n V 1 V II I a c e a e. 57) Ipomoea riibro- caerulea Hook. 58) tensis, Ker. 59) Balatas insignis G. Don. (B. lala, Chois.). „ , solanaceae. 60) Juanulloa aurautiaca, OUo et Dietr. (J. auran- tiaca, Hort, nou U. et Pav.) 61) Hiibrolhamnus fasci- cnlatus, Eudl. Gcsneriaceae. 63) Achimenes longiflora, De Cand, 64) Tydaea picta, Hansl. (Achimenes picia Bth.), et Dolichodeira tubillora, Hansl. (Gloxinia tubidora, Hook.) 65) Ligeria speciosa Hanst. var. discolor, Seeni. (Gloxinia speciosa Lodd. var discolor, Endl ) 66) Skiophilia pulchella, Hanst. (Besleria pulchella Auct) Eri ca c eae. 67) Erica arislata, Andr. et E aristala Andr. var. aristela. Bedf. (E. Sprengelii, Hort.) 68) E. mammosa, Linn. ,, , n a n u n c u I a c e a e. 69) Cleinalis caerulea Lindl. var. azurea Endl. (var. grandidora Hook.) S a r r a c e n i a c e a e. 70) Sarracenia purpurea. Linn. C a c I e a e. 71) Echinopsis Zuccariniana, Plr. (Cerens tnbi- florus, Pfr.) 72) Cereus Napoleonis, Grab. Tre m an d rea e. 73) Plalytheca galioides, Steetz (= Treniandra verticillata, Hgl.) Tro pa 60 leae. 74) Tropaeoluni peregrinuin, Linn. 75) T. azureum, Miers. ^ , L o m b r e t a c e a e. 76) Poivrea coccinea. De Cand. Jl e I a s 1 111 a c e a e. 77) Lasiandra hcteromallnm, Naud (= l'leronia heleromalluin Don.) et Melasloma niacrocarpum Don. 78) Monochaetum Hmiiboldliauum Ktb. [= Lasiandra Endlicheri, Beer et Feiizl ) P a p i I i n a c e a e. 79) Barlonia sessilidora, De Cand. SO) Daubentonia punicea, De Cand. Agenls in London: Trübner & Co., 60, Paternoster Row; New York: Westerinann &Co., 290, Broadway; Paris: Fr. Klinksieck, II, Rue de Lille. Vienna, 541, Hoher Markt, Febr. i83'.l. Joseph Klemm. Verkauf eines Irrkrituns bnlntatinifdifr pfloitjcn von der Insel l.esina, 700 Species, darunler 90 von Dr Kützing heslimmte Algen; die Beslininning fast siiniint- liclier Plianerogaiiien vom HotValli Bartling geprüft. Bei weitem die meisten Arten in meh- reren, oft zahlreichen E.xemplaren. Preis Fünf und Zwanzig Thaler. Adresse: Senator Roemer in Hildesheim. Inhalt. K ich ta in tl iciicr Theil. Paradisus Vindoboiiensis. — Aroideenskizzen. — Über den Tori, siiu Vorkommen und seine Entstehung. - Zur Partheuogenesis. — Zei- tungsnachricblen (Berlin; Breslau; München; Slnttgarti Wien; Paris; TriesI; London'. — Anzeiger Druck von Angnsl Grimpe in Hannover. Marktstrasse Nr. 63. °) ,, Nun quam oliosiis.** / Erscheint i Vo am 1 . u. 15. jedea Monats. I Preis I des Jahrgangs ."i'jTblr. 1 I i nsertionsgebiiliren I 2 Ngr. für die l'etitzeile. Redaction: ! Berlliold Seemann W. E.G. Seemann in fiiiniu'pcr. BOWLAMi Aitonts : '. in London H'llllams A Nur- al galc. II, lU'iirii'ltnSirecl, J Covfnt (Jank-n, (, Ä Paris Fr. Hlincksitok, 11, nif .1,- r.illi-, in New Yorlt II. » cslpr- nuninVCo.. »»o, Hroiulway. Verlag Carl lliinipler in titiiiiioncr Osrers(rii9se Nr, s«. @^cifrdiviri für Mc iicrammfc Q^MUuitif;. Oftlcielles Organ der Ivaiseii. Leopold. -Caiol. Akndemie der IVafnriorsrlier. \II. Jahrg«ing. gonnoücr, 15. ^örj 1859. \h 4 11. 5. \ Nichtaiiitlicher Theil. Zucker inul Riinkelriilieii-Zucker. UiitiT (Ich vielen wiindeilniieii Beijehnissen lies Neuiizelinleii ,liilirliiiii(leils ist die Riilwicke- luno; des Zuckererzeii^iiisses von der Rnnkei- riibe keinesweges das fferingste. Es ist uns iiiehl bekannt, welche Erwarliinijen dei' erste Entdecker dieses Prodncles, A[iollieker Mark- graf, dei- vur ung-cfähr luindert Jahren in Berlin lebte, g-ehabt haben mag, aber er diirfti^ sicii kaum vorgestellt haben, dass in iinsrerZeil eine viel grössere Masse Zuckers von der Runkelrübe gezogen werden würde, wie damals alle Colonieen zusammen lieferten. Es würde zu weit führen, wollten wir in das Geschichtliche des Rüben -Zuckers eingehen; wir bemerken nur kurz, dass das Aufkommen dieses Industrie -Zweiges seinen Grund in dem Hasse des grossen Napoleons gegen England halle, und dass die Gesetze der National -(Jcoiioinii! keinesweges die Begünsti- gungen rechtfertigen, unter welchen diese Zucker-Production zu ihrer jetzigen Ausdehnung gelangte fveroi. Biinpl. V. p. l!),")). Deiiniich ist es nuiglich, dass Europa sich am Ende mit Zucker billiger und nhnc; die Griiuid der Scla- \erei und des Sciavenhandels versehen wird, als es unter Jetzigen Umständen von den Co- lonieen geschieht. Es feiilen uns, ausser von Frankreich, ge- naue Angaben über die Produclion des Runkel- rüben-Zuckers, indem die Zolle in i\k^x\ denischen Ländern , in (»slerreicb und auch in Russland von der liidie erhoben werden, und es natürlich in dem Vorlhcilc der Fabrikanten liegt, das Re- sultat als mögliclist geringe hinziislellen, weil sonst die Regierungen die Zölle erhölien wtir- deii. In Frankreich dagegen erhebt man die Zölle von dem Zucker selbst, und in dem ver- flossenen ,I;ilire wai- das gewonnene Ouantiim 160, ()()() Eniilisciu! Tonnen ; da aber gewöhnlich die Saison vom 1. September zum \\\. August als das Zucker-Jahr angenommen wird, so dürfte es einleuchtender für eine allgemeine Übersicht sein, sich hier auch daran zu halten. In den 12 Monaten bis Ende August 1858 wui'deii produciit : Engl. Tonnen In Frankreich 14.5,4(38 In Österreich (vei-muthlichj . . . 70,000 Im Zollvereine 12,"), 000 In Belgien l(i,000 In Russland 80,000 In Polen ÜOOO ;J92,46S Tonnen Rohzucker. Wir wollen jeiloch keinesweges diese Zahlen (ausser Frankreich, wo solche olliciell sind) ver- bürgen, und würden uns freuen, wenn man uns bald zuverlässige Angaben böte. Obige Beträge stimmen übrigens mit den .\nsiclilen practischer und im Zinkeiliiiiidel eifahi'ener Kaiiflente iibercin. Beniei kenswertli ist, dass England im verflossiMieii .lalire ungefähr 20,000 Tcmnen dieses Zuckers \on Frankreich bezog und dass man glaubt, das Ralliniren von dem- selben rentire sich vorlheilhafter als das mihi Colonial-Ziicker. Hinsichtlich des Beigescliiiiacks, so scheint es, dass die Behandlung mit Alcoliol A dciiselben vertreibt ; und wenn man den (du 46 -Tno — Theil der Rühe abschneidet, so soll sich der- selbe überhaupt nicht bemerklich machen. Der Verbrauch von Colonial- Zucker in Europa und den Vereinigten Staaten, auch Australien und die Westküste des amerika- nischen Conlinenls einbeschlosscn, betrug ver- muthlich in 1858 ungefähr 1,700,000 Tonnen, wovon Europa 1,260,000 verzelirte, demnach machte der Rübenzucker schon fast ein Viertel der allgemeinen, und fast ein Drittel der euro- päischen Consumlion aus. Bedenkt man nun, dass solche in 1845 kaum ein Zehntheil betrug, so sieht man, dass die Fortschritte in der Zwischenzeit in das Ungeheure gegangen sind, und man möchte fast geneigt sein zu glauben, dass der Rübenzucker mit der Zeit den Co- lonial-Zucker aus dem Handel vertreiben könnte. Nimmt man den Fortschritt seit 1845 zur Richt- schnur, so würde die Welt im Jahr 1873 ungefähr Vier Millionen Tonnen Zucker be- dürfen, und bis dahin würde sich die Pro- duction des Rübenzuckers auf drei und eine halbe Millionen Tonnen vermehrt haben. Diese Ideen mögen freilich jetzt nur für eine amü- sante Speculation gellen, allein gewiss träumte man vor zwanzig Jahren auch im Gerinorsten nicht von dem Umfange, den die Production des Rübenzuckers im Jahre 1858 wirklich er- reicht hat. Übrigens veröirenllichte ein Herr von Hagemeister, gegenwärtig einen hohen Posten als Geheimrath im russischen Finanz- Ministerium bekleidend, schon vor ungefähr zwanzig Jahren höchst unbefangene Ansichten über die erwähnte grosse Ausdehnung dieses Industrie-Zweiges. Er hielt es für möglich, dass grössere Capitale, billigere und bessere Ma- schinen, gebildetere Arbeiter und Meister, Er- sparung der Transpoilkoslen, und besonders auch der Vortheil, den die Runkelrübe als Wechselfruchl und Viehfutter gewährt, die Con- currenz mit den Colonieon möglich machen könnten. Zu diesen Vorlheilen ist seitdem noch die Benutzung für Destillation gekommen, und ein Gewächs, das zu jeder Zeit auf dreierlei Weise, als Zucker, als Futter und als Brannt- wein verwendbar ist, dürfte wohl auf jeden Fall den schon erworbenen Rang in der europäischen Agricultur behaupten. Es lasst sich obendrein denken, dass gerade Russland mit der Zeit den grössten Betrag dieser Süsse liefern könne. Bekanntlich sind in Frank- reich die Zölle ungefähr dieselben auf alle Sorten von Zucker, und die bedeutende Ausfuhr im vergangenen Jahre beweist am deutlichsten, dass dieser Zucker in Frankreich eben so billig wie der Colonial-Zucker ist. Nun heisst es in Frank- reich, dass man dort nicht dasselbe Resultat von der Runkel-Rübe erlangt wie in Russland, wo die Masse des Sonnen-Lichtes in der Mitte des Sommers wegen der kurzen Nächte grösser ist, und es scheint, dass die Lichtstrahlen die Zucker-Erzeugung begünstigen. In Russland sind noch viele Millionen Morgen des frucht- barsten Landes unbenutzt, und wir kennen keinen Grund zu bezweifeln, dass man dort diese Gultur eben so gut wie in Frankreich betreiben, das heisst den Zucker eben so billig wie von den Colonieen liefern könnte. Gegen- wärtig geschieht der Anbau unter hohen Schutz- zöllen, und die Transportkosten belaufen sich auf fast ein Drittel des Verkaufspreises in St. Petersburg. Wenn aber das System der Eisen- bahnen, welches besonders auch auf diesen Er- werbszweig milberechnet wurde, entwickelt sein wird, werden jene Kosten unbedeutend sein. Es scheint sich herauszuslellen, dass der Erlras in Zucker von Rüben grosser ist, wie der vom Rohr, indem ein englischer Morgen recht gut drei Tonnen Runkelrüben-Zucker geben kann, wogegen in West-Indien anderthalb oder höchstens zwei Tonnen als ein gutes Resultat angesehen werden. Man muss aber nicht ver- gessen, dass es noch andere Gewächse giebt, die Zucker in reichlicher Masse liefern, vor- züglich die wilde Dattelpalme Ostindiens, Phoenix sylvestris, Roxb., die muthmasslicheSlammpflanze des echten Daltelbaumes. Diese Palme soll völlig fünf Tonnen Zucker per englischen Morgen lie- fern, allein es erfordert fünf Jahre, Planlagen in nutzbaren Zustand zu versetzen ; dann geben dieselben aber während wenigstens dreissig Jah- ren reichlich Zucker. Wie billig demnach auch Rübenzucker geliefert werden könnte, wie denk- lich es auch ist, dass solcher den Rohrzucker verdrängen könnte, so wäre es doch möglich, dass die wilde Dattelpalme den Preis davon- tragen könnte, da Land und Arbeiter in Ost- Indien in Überfluss vorhanden sind, und eine vernünftige Slaalswirthschafl, das heisst, eine ungehinderte Industrie dort Resultate erzeugen dürfte, von denen man jetzt kaum einen Über- schlag zu machen wagt. Seit einigen Jahren sind auch Versuche mit dem chinesischen Zucker- Gras (Helens saccharatus) gemacht worden, allein ^ f man findet, dass der Saft sich schwieriger cry- stallisirt, und in den Vereinigten Staten, wo der Anbau letztes Jahr ins Grosse betrieben ward, eri\larl man solches als einen fllissgrilT. Der Verbrauch von Zucker ist übrigens so gross und so sehr im Ziinelnnen bogrilfen, dass man keine Branche der Production sparen kann. In England belief er sich in 1858 auf 4ü3,000 Tonnen, welches einen Durchschnitts-Verbrauch von ungefähr äü^/^ Pfund per Kopf andeutet. Da Europa jetzt 2S0 Millionen Menschen zählt, so würde es, herrschte überall derselbe Wohlstand und dasselbe Bedürrniss, schon jetzt 4,(iü0,üü0 Tonnen Zucker verzehren. In den Vereinigten Staaten verbrauchte man vorig Jahr 431,000 Tonnen, wovon 24,000 Tonnen von dem Zucker- Ahorn (Acer saccharinum, Linn.) gezogen wur- den. In Frankreich belief sicii der Verbrauch auf 204,000 Tonnen, welches ungefähr 12 Pfund per Kopf sein würde. Im Zoll -Vereine wird der Verbrauch nur auf 7 Pfund angegeben, in Österreich auf 3 ',2 Pfund, und in Russland höchstens auf 2 Pfund. — Da die Preise seit einigen Jahren, die Zölle nicht einbegriffen, un- gefähr 25 Procent über dem Normal - Werth früherer Jahre sl(!hen, so muss man eine grosse Vermehrung in der Production erwarten, und vermuthlich wird sich, bei den niedrigen Korn- preisen, diese Vermehrung ganz besonders in dem Rübenzucker an den Tag stellen. Wie angeneinn und heilsam immerhin der Zucker dem Consumenten auch sein mag, den Herren Finanz -Ministern dürfte er wohl am süssesten schmecken, indem er iiinen sehr grosse Summen einbringt. In England, wo die Zölle keinesweges die höchsten sind, wird man im Jahr 1858 die schöne Summe \on Sechs Millionen Pfund Sterling vom Zucker gezogen haben; uns ist es merkwürdig, dass zu den gerade couranten Preisen die Zölle sich im Durchschnitt 53 Procent auf den Werth belaufen. Da aber die Zölle auf den niedrigsten Sorten von Zucker etwas höher im V^erhältniss zu deren Werth sind, wie auf den initiieren und feineren Ou<'- litäten, so ergiebt es sich, dass eigentlich von den im vorigen Jahr verbrauchten 403,000 Tonnen Zucker die Regierung 245,000 Tonnen (oder deren Werlh) für sich behielt, und die Eigner am Zucker nur 218,000 Tonnen zu seiner Dis- position hatten, und obgleich wir nicht im Stande sind, diese Calculalion für das übrige Europa mit Genauigkeit zu machen, so dürlte das Resultat doch im Ganzen mit Ausnahme °j des Rübenzuckers in den Ländern, wo derselbe l« liscaliscli begünstigt ist, ungefähr überall ein Ahidiches sein. Die herrschenden, verhüllnissmässig hohen Zuckerpreise rühren von mehreren Umständen her. Die Zolle sind in den letzten 15 Jahnen in manchen Ländern, besonders in England viel niedriger wie in früheren Zeiten, und das hat die Consumtion sehr befördert. Die Erndte in Louisiana in 1855 missrieth gänzlich und ver- ursachte einen Abfall von fast 140,000 Tonnen, während durch den Misswachs d<.'r Trauben zu gleicher Zeit in Frankreich viel Rüben zur Destillatidii und aucii zur Wein-Fabricalion ver- wendet wurden. Von diesen Ausfällen in iler Versorgung des jährlich wachsenden Verbrauchs hat sich gewissermassen der Zuckeriiaiidel noch nicht erholt. Man könnte noch iiinzufügen, dass im Allgemeinen die grossen Anstrengungen der Menschheit in den letzten zwanzig Jahren viel mehr auf Erleiciiterung des Transports vor- züglich durch Eisenbahnen, als auf die Er- schaffung der Producle gerichtet sei. Hätten die Capitalisten Einhundert Millionen auf die Zuckerproduction anstatt auf Eisenbahnen und Dampfschiffe verwendet, so würde ) Pyrenaria acuiuinata, Planeh. mss. in llerh. Hook. — Chois. 1. c. p. 172. — Gor- donia (Cameliia?) acuiiiinala, Wall. Cal. n. :!t)64! — Malacca, Penaiig, Singapore. 7) Pyrenaria attenuata, Seem. — Fre- ziera '? attenuata ^^'all. (an Cameliia?) Cal. n. 1451! — Thea. Assamica. affini-s, sp. Chois. in Mem. Soc. Gen. -XIV. f. p. 156 (1855)! - Thea viridis var. .\ssamica ? Planeh. mss. in Herb. Hook Chois. 1. c. p. 179. — Tavoy. Diese Pflanze lial in ihrem .\usseren viel Ähnlichkeit mit dem wilden Thon .\ssanis, daher sie mit ihm verwn'chselt ist. Sie besitzt jedoch alle Galtuiigs-Characlere, die den übrigen Arien von Pyrenaria eigen sind, — 5 Kelch- und Blumeublaller, 5 freie Staubfaden und eine grosse ,\nzahl monadelphisch - verwachsener, 50 l dazu am Blüthenstiele zwei, abwechselnd ste- hende, stumple Bracleen. Steht der P. lasiocarpa sehr nahe, doch unterscheidet sie sich durch ihre spitzen, nicht stumpfen Bracleen. Cuming's n. 2423 ist nicht von den Pliilippinen, wie Choisy annimmt, sondern von Singapore. Die Zahl der GrilFul belauft sich in normal ausgebildeten Blüthen stets auf 5; wenn Choisy weniger sah, so müssen die von ihm untersuchten Blülhen keine normale gewesen sein. London, 13. Februar 1859. Berthold Seemann. Über eigeiithiimliclie ßlatteinscliliisse im Lettenkohleiisandstein bei Apolda. Bei Gelegenheit von Untersuchungen über eingeschlossene Blattfragmente von Cycadeen *) im Lcitenkohlensandstein des Neuen Werkes bei Apolda, el\va vier Stunden von Jena, entdeckte ich zufällig auf den Schichlllachen eben dieses Sandsleins ein Gewebe von so durchaus klarer BeschalTeuheil, dass ich es bei der ersten, ober- flächlichen mikroskopischen Untersuchung für ein Gewebe noch lebender Pflanzen zu halten geneigt war. Diese Verniuthung niusste jedoch bei näherer Überlegung bald verworfen werden, denn erstens hatte es schon an sich wenig Wahrscheinliches, dass in die Schichlspallungen ziemlich mächtiger Preisbildungen Gefässbündel- pflanzen eingedrungen sein sollten ; zweitens ist von eigentlichen Spalten nirgends die Rede, sondern man hat Mühe, das Gestein durch kräftige Hanimerscliläge so zerfallen zu machen, dass die Schichlflächen zu Tage kommen, und endlich drillcns zeigen diese Einschlüsse selbst, zwar nicht in Bezug auf ihre Siructur, wohl aber in Bezug auf ihren Erhaltungszustand, völlige Übereinstimmung mit der Beschaflenlieil jener Reste von Cycadeen. Sie zeigen dieselbe gelbliche Färbung, etwa der eines gelblichen Harzes vergleichbar und dieselbe Zerrissenheil, die offenbar von dem ewigen Hin- und Her- rollen am Strande des Keupermeeres herrührt. Wesentlich unterschieden von jencMi Fragmenten sind sie indessen durch zweierlei : durch die Pflanzentheile, von denen sie herrüiiren und ') De Cycadeis quibiisdani fossilibus iJiss. Jen. 1858. durch den Platz, welchen sie im Pflanzensystem einnehmen. Was das erste anlangt, so ist bei den er- wähnten Cycadeen die Blaltoberhaut oder eigent- lich nur die sehr dicke Cuticula mit einem Theil der daran hängenden Inlercellularsubstanz er- halten, während alles Übrige, von zarterer Be- schaffenheit, längst der Verwitterung anheim- gefallen ist. Bei unserer Pflanze ist es gerade umgekehrt : sei es nun, dass die Oberhaut durch die Reibung der Biälter auf dem Strande ent- fernt wurde, sei es, dass sie, von sehr zarter Natur, längst verwittert ist — kurz, an den vorliegenden Fragmenten ist nichts erhalten, als die Gefässbündel mit einem kleinen Theil daranhängenden Blaltparenchyms. Die Gefässbündel nun in ihrer Verzweigung — und damit komme ich an den zweiten oben erwähnten DifferenzpuncI, — lassen wenigstens so viel mit fast völliger Sicherheit erkennen, dass diese Fragmente nicht zu den Cycadeen, ebenso wenig zu den Farnkräutern gerechnet werden können. Die Gefässbündel nämlich, durchweg nur poröse oder getüpfelte Gefässe mit sehr kleinen Tüpfeln zeigend, sind von An- fang an ausserordentlich häufig verzweigt, so dass sie vielleicht einer monokotyledonen, mit viel mehr Wahrscheinlichkeit aber einer diko- tyledonen Pflanze angehören. Die langen, schmalen, getüpfelten Gefässe liegen dicht gedrängt beisammen, umgeben von einem dünnwandigen Gewebe langgestreckter Zellen. Nach diesen wenigen Bestinnnungen, welche sich über die Natur der Fragmente geben lassen, ist eine genaue Angabe der Stelle, welche sie im System einneiimen, unmöglich ; doch sind diese und ähnliche Reste der Leitenkohle, welche uns fast unversehrte Pflanzentheile liefern, ge- wiss vom höchsten Interesse ; hier Ihun wir einen fast unmittelbaren Blick in die Structur- verhällnissü urwelllicher Pflanzen und werden vielleicht nach und nach aus kleinen Bausleinen ein klares Bild von der Urflora einer Periode der Erdgeschichte oder wenigstens einer Loca- lität derselben, nämlich des Mecresstrandes am Keuperbecken, zusaannetiselzen können. Bornemann *) beschreibt die Blallober- häute zweier Pflanzen mit verzweigten Nerven *) J. G. Borne mann: Über organ. Reste der Lettenliohlengruppe Tbiiringens. Leipzig, 1856. 51 k aus der Leilenkohle von Mühlhausen. Er ist auch bei diesen Pflanzen zu einer Bestinunung nicht im Stande gewesen und giebl ihnen den weit umfassenden Namen „Scytophyllum." Die beiden Pflanzen, welche er unter diesem N'amen beschrieben hat, sind allerdings von der mei- nigen verschieden ; die eine (Scylophyllum Ber- geri Born.), weil sie mit einem HaupliKimcii versehen ist, die andere (Scytophyllum dentaluiu Born.), weil bei ihr die Nerven niemals atia- slomosiren sollen. Jene beiden, von ßornc- mann beschriebenen Blattreste gehören auch wohl zwei sehr verschiedenen Pflanzenfamilien an ; aber bis sich etwas Näheres über ihre Stellung im System nachweisen lässl, mag es ganz passend sein, sie unter einem Sammel- namen von so allgemeiner Bedeulung zu ver- einigen. So wage denn auch ich, das von mir auf- gefundene Blallfragment bis auf \A'eiteres jenen Fragmenten von Bornemann unter dem Namen Scylophyllum Apoldense anzureihen und be- halte mir oder glücklicheren Forschern eine genauere Beslimmung vor. Jena, Februar 1S59. Ernst Hallier, Dr. iVeue Bücher. Foiia Archidacea. An Enumeration of llie known Spe- cies uf Orchi.ls. By Prof. Lindley. Part VIII. London. 1859. 8vo. Dieses im Februar d. J. ausgegebene Heft von L in (Heys bciiilitnlem Werke behandelt die Gallungeii Sielis (mit 133 Arien), Obcronis (mit .52 ArteUj, Alvisia (1 Art), Ncsiropia (mit 9 Arten), Bracnyonidium (mit 3 Arien), und Pleurothallis (mit 2.5 Arien; das nächsle Heft wird jedoch erst den Schluss dieser Gattung bringen). Angehängt sind französisch ge- schriebene Beobachtungen über das Aufspringen der Orchideen- Frucht (nebst einer Tafel), von Ed. Prillieti.x. Zeiiun^snaclnicliteii. Deutschland. Hannover, 15. März. Die. Bombay Times meldet: Herr Schlagint weit, clor mit magne- rt tischen Aufnahmen beschäftigte deutsche (ic- u lehrte (d. h. also der seit lange vermisste von den drei Brüdern) befindet sich mit seiner Begleitung (Ins stafl") in Mussuri (Mussoore). — Ein Portrait Alexander von Hum- boldt's in Lebensgrösse ist von Prof. Jul. Seh rader in würdevollster Weise vollendet worden. Humboldt selbst erklärt es fiir das ihm ähnlichste und gelungenste Werk ; es wird in Paris ausgestellt werden. — Von Dr. Milde in Breslau ist bei Gräfenberg ein neues Lebermoos (Notothylas fertilis) entdeckt worden, die einzige euro- päische Art einer Gattung, deren vier übrige Arten in Java und Nordamerika zu Hause sind und sich von den nächstverwaiidten Anthocerotheen durch eine die reife Kapsel umschliessende Hülle, durch die an der Basis in Stiel und kugeligen Bulbus ausgehende Kapsel, durch den Mangel an Spaltöfftiungen, durch eigenthümlich gestaltete Schlouder- organe (unregclmässige Zellen mit spiraligen Verdickungsstreifen) und ein aus ähnlichen Zellen bestehendes und in dieselben sich auf- lösendes Säulchen auszeichnen. — Am 2. März starb in seiner Vaterstadt Sondershausen der bekannte geographische Schriftsteller Cannabich nach einem kurzen und schmerzlosen Krankenlager in einem Alter von 82 Jahren. — Am 28. Febr. brannte der Saal des chemischen Laboratoriums der kaiserl. Aka- demie der Wissenschaften zu Paris au.s. Berlin, 5. Febr. Der Oberberghauptmann Graf v. Beust, Mitglied der Lcopoldina, ist hier im Aller von 75 Jahren mit Tode abge- gangen. Graf Beust wirkte früher eine Beihe von Jahren als Berghauptmann an dem übcr- berganit der Bheiiiprovinz; hierher zu einer höhern Stelle befördert (als wirkl. Geh. Ralh und Mitglied des Staalsralhs) trat er bald, durch körperliche Schwäche gcnöthigt, von den öffcnl- lichen Geschäften zurück. — Der bisherige Privatdorent Herr Dr. Rob. Caspary in Bonn ist zum ordenll. Pro- fessor der Botanik in ilcr philüsoph. Facidtäl der Univ. Königsberg ernannl. — Am 28. Januar ist der bekannte und als Botaniker im Gebiet der Algcnkundc lic- rülimle Bischof von Werinland, Dr. Agardh in Carlslad in eiiimi Aller \on 74 .lahren und 5 Tagen mit 'l'oilc abgegangen. Als Na- turforscher, Stiili.stikcr und Geistlicher war Agardh einer der berühmtesten Gelehrten i 52 \ V Europa's und stellen ihn die Schweden zur Seite eines Linne und eines Berzelius. Karl Adolph Agardh wurde am 23. Januar 1785 im Dorf Bädstad, Diöc. Land in Schoonen, geboren, bekleidete von 1812 bis 1834 das Professorat der Botanik und prakt. Oeconomie an der Univ. zu Lund und wurde 1834 zum Bischof des Stifts Carlstad ernannt; seil lttl9 war er Milglied der Leopoldina. Leipzig, 30. Jan. Im Verlage von 0. Spam er in Leipzig erscheinen, zugleich als 3. Band vom „Buch der Reisen und Entdeckungen", Dr. Eduard Vogel's „Entdeckungsreisen in Cen- tral-Afrika, nebst einer Lebensskizze des ver- missten Reisenden. Nach authentischen Ouellen herausgegeben von Hermann Wagner. Mit vielen Illustrationen, Karten u. s. w." Da dem Herausgeber die Briefe und handschnfllichen Aufzeichnungen VogeTs, sowie eine Menge von Original-Documenten vorliegen, wird das Buch zur willkommenen Berichtigung der mancherlei Irrthümer dienen, welche durch die heimische und auswärtige Presse, z. B. durch die kürzlich in Paris erschienene Schrift von Malte-Bruu, über die Lebensverhältnisse unsers berühmten Landsmanns verbreitet worden sind. (C.-A.) Dresden, Februar. Die drei Söhne des am 25. October 1844 verstorbenen Geh. Ober- Forstraths Cotta zu Tharand, der Ober-Forst- meister W. Cotta zu Tharaudt, der Professor an der Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharaudt, A. Cotta, und der Dr. pliil., Professor der Geognosio etc. au der kgl. Berg-Akademie zu Freiberg, B. Cotta, sind auf Grund des ihrer Familie zustehenden und vom Kaiser Sigismund im Jahr 1420 anerkannten Adels auch als dem Adelstande des Königreichs Sachsen angehörig anerkannt und ist ihnen für sich und ihre eheliche Descendenz die Berechtigung zu Führung des Adels unter Beibehaltung des ihnen im Jahr 1420 verliehenen Wappens, beigelegt. Grossbrilaninen. London, 20. Februar. Während Professor Reicheubach fil. sich in der Hamburger Garten- zeitung beklagt, dass Dr. Lindley seine Or- chideen-Arbeiten vernachlässigt, liest Lindley bei Besprechung der „Collection des Orchidees" Herrn Blume den Te.xl, dass er es mit Reichen- bach nicht besser macht. Da das Studium der Orchideen gegenwärtig kaum von einem halben Dutzend Botanikern erster Grösse getrieben allerdings erwarten, dass r wird, so dürfte man sie sich genauer mit ihren respectiven Arbeiten bekannt machten, als sie es zu tliun scheinen. Reichenbach, der gewissenhaft die Früchte seiner Mitarbeiter auf dem Felde der Orchideen- kundc benutzt und cilirt, hat allerdings Ur- sache zu klagen. Doch bei Lindley liegt ge- wiss nichts weiter als ein Versehen zu Grunde, das zu entschuldigen ist. Bhime's Verfahren gegen Reichenbach 's Arbeiten hat jedoch keine solche Entschuldigung für sich und wir halten es geradezu für unsere Pflicht, Lindley's Protest, durch Übertragung der Hauptstellen, zu endorsiren : „Blume's Collection des Orchi- dees" sagt Lindley (Gardn. Chronicle Febr. 5, 1859), ist ein auf dem besten Papier gedrucktes, mit colorirten unrovinz, vrd. Prof. der Mineralogie u. Bcrgwerkswissenschallen an der kgl. rheinischen Friedr.-Wilh.-Univ. und .\u der kgl. höhern landwirtlischaftl. Lehranstalt zu l'()])pclsdorf, sowie erster Director des naturhistor. Bluscums und naturwissenschaftl. Seminars der Univ. zu Bonn, cogn. Knorrius I. Dr. Christian Carl Friedrich Ferdinand Senft, Mitglied der Akademie den 13. Juli 1055, zum Adjunct ernannt den 14. September 1857, Prof. der Naturwissenschaften u. Mineralogie am gross- herzogl. Real -Gymnasium u. am Forstinstitute zu Eisenach, cogn. Heim II. Dr. Arm. 1(1 .\ilolpb Ücrtliuld, Mitglied d.'r Akademie den 10. Juni 1«29, zum Adjunct ernannt den 0. November 1857, Ritter des kgl. haiiiiov. Gneliihen- Ord. 4. Kl., kgl. hannov. Ilofrath , ord. Professcjr der Medicin und Director des academ.- zoolog. Museums ledicin und O an der kgl. J c^JL., 56 Georgia- Augustii- Univ. zu Göttingen, ord. Mitglied der kgl- Gesellschaft der Wissensch. daselbst, cno-n. Wepfer. Dr. Carl Bertbold Seemann, Mitglied der Akademie den 13. Milrz 1852, zum Adjunct ernannt den 20. December 18.57, Privatgelelirter der Botanik, Chef-Eedacteur der „Bonplandia", des offlciellen Organs der K. L.-C. Akademie der ISTaturforsclier, Inhaber der kgl. grossbrit. Verdienst -Medaille „Für arctische p]nt- deckungen", cogn. Bonpland. Dr. Anton Schröttcr, Mitglied der Akademie den 16. September 185G, zum Adjunct ernannt den 20. December 1857, Ritter des k. k. österr. Franz -Joseph -Ord. ii. der k. franz. Ehrenlegion, Prof. der (Jhemie am k. k. poly- technischen Institut, wirkl. Mitglied und Gencral- Secretair der kaiserl. Akademie der Wissenscliaften in Wien, cogn. Kunkel. Bureau ; Johannes Carl Theohald Schideck. Bibliothekar : Amadeas Constantin Fidelius Henry. Ordentliche Mitglieder: (Jahr und Datum der Aufnahme siinl jedem Namen vori;e8etzt.) 1851. März 15. Ackner, Michael Johann, Mineralog u. evangel. Pfarrer zu Ilamersdorf hei Ilermann- stadt in Siebenbürgen, Prosyndicus des Hermann- städter Capitels Augsb. Conf., cogn. Hausmann. 1857. Oct. 1. Dr. Adamowicz, Adam Ferdinand von, kaiserl. russ. 8taatsrath, ord. öffentl. Prof. der Veterinärwissenschaften und der Geschichte der Me- dicin, sowie Mitglied der akad. Regierung der vor- mal, k. medicin.-chirurg. Akademie zu Wilna, Präs. der k. mcdicin. Gesellschaft daselbst, wirkl. Mitglied der archäolog. Commission und des Museums und Vice-Präses des evangel. C(dlegiums zu Wilna, cogn. Bojanus II. 1820. Nov. 28. Dr. Adelmann, Franz Joseph, Prof. der Naturgeschichte a. D. in Würzburg, cogn. Kiggelarius. 1855. Mai 1. Dr. Adelmann, Franz Georg Blasius von, k. russisch. Staatsrath, Prof. der Chirurgie und Augenheilkunde und Director der chirurg. Klinik in Dorpat, cogn. Wrisherg III. 1836. Aug. 3. Dr. Agardh jun., Jacob Georg, ord. Prof. der Botanik und Öconomie und Director des botan. Gartons an der Univ. zu Lund, cogn. Ägardh. 1888. Jan. 1. Dr. Agassi z, Ludwig, Professor der Naturgeschichte an der Harward- Universität zu Cambridge im nurdamerikan. Staate Massachussets, cogn. Ariedi. 1856. Jan. 1. Dr. Albers, Johann Friedrich Her- mann, Prof. der allgeni. Pathologie, patholog. Ana- tomie und Psychiatrik an der kgl. pr. Rhein-Univ. und Director einer Privat- Irrenanstalt zu Bonn, cosn. Wkhmann. . ^.^g- 1858. Februar 9. Dr. Ammon, Friedrich August von, kgl. sächsischer wirkl. Leibarzt und Geh. Me- dicinalrath im kgl. sächs. Ministerium des Innern, prakt. Arzt zu Dresden, cogn. Himh/. 1857. Jan. 5. Dr. Andersson, Nils Johann, Prof. der Botanik bei der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Stockholm und Intendant der botan. Abth. des kgl. schwedischen Reichsmuseums daselbst, cogn. WiJcström. 1852. Jan. 2. Dr. Andral, Gabriel, Oberarzt und ord. Prof. der medicin. Ivliuik au der Facultät der Medicin der Univ. zu Paris, Mitglied des k. Insti- tuts von Frankreich und der k. Akademie der Medicin in Paris und Brüssel, cogn. Peter Frank I. 1855. Sept. 10. Dr. Arendt, Nicolaus Martin von. Exe, kaiserl. russischer wirkl. Geh. Rath, erster Leibarzt des Kaisers von Russland, Chef und In- spector sämmtlicher Civilhospitäler Russlands, in St. Petersburg, cogn. Asfley Coopcr. 1855. Oct. 15. Dr. Arnoldi, Carl Wilhelm, prak- tischer und Districts- Arzt zu Winningen au der Mosel, im Kreise und Regierungsbezirke Coblenz, cogn. Beuth. 1834. Juni 25. Dr. Arnott, Georg Arnott -AValker, kgl. Professor der Botanik und Director des bota- nischen Gartens an der Univ. zu Glasgow in Schott- land, cogn. Sibbald IL 1856. Mai 1. Dr. Arppe, Adolph Eduard, ord. Prof. der Chemie an der russisch -kaiserl. Alexander- Univ. zu Helsingfors und bestand. Secretair der finnländ. Gesellschaft der Wissenschaften daselbst, cogn. Gähn. 1856. Oct. 22. Dr. Au er, Aloys von, k. k. Österreich. wirkl. Hofrath, Director der Kaiserlichen Hof- und Staats - Druckerei und wirkliches Mitglied der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien, Erfinder der Methode des Natm-selhstdrucks (Auto- typographie) für Naturprodukte und Pflanzen, cogn. Daguerre. 1821. Nov. 28. Dr. Autenrieth, Hermann Friedrich, emerit. Professor der Medicin an der Universität und practischer Arzt in Tübingen, cogn. Boehmer. 1820. Jan. 1. Dr. Baer, Carl Ernst von, Exe, kaiserl. russisch, wirkl. Staatsrath, ord. Professor der Naturgeschichte, Anatomie und Zoologie, Director des anatom. Museums an der kaiserl. medicinisch- chirurg. Akademie und ord. Mitglied der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, cogn. Veslingkis I. 1857. Dec. 20. Dr. Ball, Carl Adolph Emmo Theo- dor, Lehrer der Naturgeschichte an der Realschule zu Posen, cogn. de Flotow. 1828. Mai 19. Dr. Barkow, Johann Carl Leopold, kgl. preuss. Mediciualrath, Milglied des kgl. schles. Prov.-Medicin.-Collegiums, ord. Prof. der Anatomie und Director des anatom. Theaters und anatom.- zootom. Cubinets an der Univ. zu Breslau, cogn. Barthulinus III. 1854. Mai 1. Barla, Joseph Hieronymus Johann Baptist, kaiserl. brasilian. Consulats- Regent und Vice-Cousul der R(>publik Ecuador und der öst- ■ ■ c>vJ!_ L 57 nro i liehen Republik Uruguay (Baiida Oriental), Bota- nikcr uud Mitglied der C'ommissiou der Hiblintliek 1 und des naturhistur. Cabinets zu Nizza, cnp;n. Corda. 1854. Mai I. Dr. Barth, Sir Johann Heinrich, Na- turhistoriker und reisender Naturforscher in Xord- und Central - Afrika, cogn. Sparrmann II. 1852. Jan. 2. Beck, Heinrich Christian, Pfarrer uiul Mineralog zu Schweinfurt, cogn. Metzger. 1848. Nov. 1. Dr. Behn, Wilhelm Friedrich Georg, ord. Prof. der Medicin und Anatomie, Director des anatom. Theaters und Museums und des zoolog. Museums an der Universität zu Kiel und Mitglied des Sanitäts - CoUeginms daselbst, cogn. Marco Polo I. ' 1855. Mai 1. Dr. Beigel, Hermann, praktischer Arzt und Wundarzt zu Jarocin im Grossherzgth. Posen, cogn. A. Vogel. 1857. Oct. 8. Dr. Beinert, Carl Christian, herr- schaftl. Brunnen- und Bade-Inspector, sowie kgl. Brunnen- und Bade-Polizei-Inspector zu Charlotten- brunn bei Waidenburg in Schlesien, verdient um die fossile Flora und Geognosie von Schlesien, cogn. Volkmatin II. 1853. Mai 24. Dr. Bell, Thomas, Prof. der Zoologie am Kings l'ollege u. Präsident der Linne'schen Ge- sellschaft zu London, Mitgl. der Royal Society da- selbst, cogn. Linnaeus. 1834. Aug. 3. Bcntham, Georg, Privatgelehrter der Botanik, Vice - Präsident der Linne'schen Gesellsch. zu London, cogn. Schreber II. 1831. Jan. 1. Dr. Borgemann, Carl Wilhelm, ord. Prof. der Pharmacie, Chemie und Physik u. Diree- tor des pharmacolog. Laboratoriums an der kgl. Rhein. Friedr.-Wilh.-Univ. zu Bonn, auch Lehrer der Chemie an der kgl. höhern landwirthschaft- lichen Anstalt zu Poppeisdorf bei Bonn , cogn. Klapproth. 1844. Oct. 15. Dr. Bergmann, Gottlob Heinrich, kgl. hannov. Ober-Medicinalrath und IIof-Modicus, sowie Director emeritus der kgl. Irrenanstalt zu Hildesheini, cogn. Aretius. 1857.' Oct. 1. Berkeley, Milcs Joseph, Mag. art., Privatgelehrter der Botanik für die Pilzkunde zu Kings Cliffs in Wansford, Pfarrer der Gemeinden Apethorpe und Woodnewtou und Vice-Dechant des Kreises Woldon in der Diöcese Peterborougli, Grafsch. Northampton, cogn. Scriba II. 1854. Mai 1. Dr. Bernstein, Heinrich Agathon, Naturhistoriker, prakt. Arzt und Bade -Director zu Gadok bei Buitenzorg am Gede- Gebirge in Java, Mitglied der naturhistor. Gesellschaft in niederländ. Indien zu Batavia, cogn. lieinieardt II. 1825. Nov. 28. Dr. Berthelot, Sabin, Privatgelchr- ter der Botanik u. Consul der k. franz. Regierung zu Santa Cruz, ehomal. Director des kgl. Collegiums zu Orot.iva auf Teneriffa, cogn. Chr. Smith. 1840. Nov. 30. Dr. Bertoloni, Anton, Prof. der Naturgesclüchte und Botanik und Director des bo- tiuiischen Gartens an der Univ. zu Bologna, cogn. I.oniceri. , Anton Franz, kgl. baier. °j Arzt in München, cogn. (. c ^*^o- 1854. Mai 1. Dr. Bosnard, Bataillonsarzt und \n\ikt. Leopold Gmcliii II. 1845. Oct. 15. Dr. Beyrich, Heinrich Ernst, Prof. der .Mineralogie an der Univ. und ord. Mitglied der kgl. Akademie der Wissenschaften m Berlin, cogn. V. Hoff. 1844. Oct. 15. Dr. Bibra, Ernst Freiherr von, Gutsbesitzer und Herr auf Schwebheim in Unter- franken, Privatgelehrter der Naturwissenschaften, Chemie und Physik und Director der naturhistor. Gesellschaft zu Nürnberg, cogn. Paracehus IIL 1856. Jan. 1. Dr. Bidder, Friedrich, k. russisch. Staatsrath, Prof. der Physiologie und Pathologie an der Univ. zu Dorpat, cogn. Heil I. 1858. Febr. 7. Dr. Birner, Heinrich Wilhelm Fer- dinand, Docent der Chemie, Physik und Techno- logie an der kal. landwirthschaftl. Akademie zu Regenwalde in llinterpiinmiern, Klirenmitglied und bestand. General- Secretair der pomnierschen ökon. Gesellschaft, Director des ehem. Laboratoriums der- selben und Dii'igont der dasigen landwuthschaftl. Versuchsstation, cogn. Leop. Gmelin III. 1818. Nov. 28. Dr. Bisch off sen., Christoph Hein- rich Ernst, herzogl. sachsen-coburg-gothaischer Geh. Hofrath und ord. Prof. der ]\Iedicin an der Univ. in Bonn, cogn. ,ln.gn. Irrandca. 1818. Aug. 26. Dr. Blume, Cail Ludwig viin, Di- rector des kgl. niederl. Reichs-Hirbariums und Prof. der Botanik an der I'niversität zu Leyden, cogn. liumiif. 1843. Oct. 15. Dr. Blytt, Matthias Numscn, ord. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an der Univ. in Christiania, cogn. Marchaut. 1853. Jan. 2. Dr. Hocker, Friedrich Wilhelm, prakt. Arzt, kgl. Kreispliysicus, Privatdocent der .Vrzneiniittelli'hre und gerichtlidien Medicin an der kgl. rheinisdun Friedr.-Wilh.-Univ. zu Bonn, cogn. Forsi/th. I 1857. Jan. .5. Dr. Böhm, Joseph Georg, k. k. O Schulrath, Astronom und Director der k. k. Stern- J^ 58 l warte uiid ord. Prof. der theoret. und prakt. Astronomie an der k. k. Uuiv. zu Prag, Mit- glied der philosoiih. Facultät und Decau des pliilo- sopliischen Professoren -Collegiunis daselbst, cogn. J. J. Littrow. 1839. Aug. 3. Dl'. Böhm, Ludewig, kgl. preuss. geh. Modicinalrath, Prof. der Jlcdicin und Chirurgie an der Universität und der kgl. medicinisch- chirurgischen Militair- Akademie in Berlin, cogn. Brunner. 1855. Oct. 15. Dr. Bolle, Carl August, Privat- gelehrter iu Berlin, ehemal. naturhistor. Reisender auf deu Canarischen und Cap Verdischen Inseln, cogn. Wehh. 1855. Mai 1. Bonnewyn, Heinrich, Director des pliarniacout. Instituts und Clief der Apotheke des allgem. Krankenhauses und Apotheker der C'ivil- Hospitäler zu Tirlemont in der belg. Provinz Bra- bant, cogn. Fischer. 1854. Mai 1. Dr. Borelli, Johann Baptist, ord. Prof. der Chirurgie an der Univ. und Oberwundarzt am chii'urg. Hospital zu St. Moritz und Lazarus in Turin, cogn. Lader. 1833. Aug. 3. Dr. Brandt, Johann Friedrich von. Exe, k. russischer wirkl. Staatsrath, ord. Prof. der Naturgeschichte und Zoologie und Director des zoolog. und zootom. Museums an der k. medicin.- chirurg. Akademie, ord. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg, cogn. Danbenton. 1843. Oct. 15. Dr. Braun, Carl Friedrich Wilhelm, kgl. Professor und Lehrer der Chemie, Physik und Katurgescliichte an der kgl. Kreis-Landwirthsehafts- und Gewerbeschule von Oberfranken zu Bayreuth und Mitglied des Medicinal- Ausschusses der kgl. Regierung von Oberfranken, cogn. J. J. Baier. 1852. Jan. 2. Dr. Braun, Eduard Carl, iDrakt. Arzt zu Wiesbaden, cogn. Brown II. 1822. Nov. 28. Dr. Brehm, Christian Ludwig sen., Ornitholog und Pfarrer von Unter- und Oberren- thendorf, Heiborn und Kleinebersdorf zu Kenthen- dorf bei Neustadt an der Orla iin Grossherzogthum Sachsen-Weimar, cogn. Scriha I. 1849. Oct. 15. Dr. Brehm, Alfred Edmund, Ornitholog und Lehrer der Naturwissenschaften und Geographie am modernen Gesammt-Gymnasium zu Leipzig, cogii. Brehm. 1858. Febr. 13. Dr. Brehm, Reinhold Bernhard, Ornithologo und prakt. Arzt zu Murcia in Spanien, cogn. Hispaniis. 1853. Aug. 15. Dr. Brehmer, Gustav Adolph Ro- bert Hermann, prakt. Arzt zu Gorbersdorf bei Friedland in Schlesien, cogn. PriessniU. 1843. Oct. 15. Dr. Brenner, Edler von Felsach, Joseph, k. k. Salinen-, Bezirics- und Badearzt zu Ischl, in Ober-Österreich, cogn. de Haen I. 1846. Mai 1. Dr. Brizi, Orestes von, grossher- zoglich toskan. Geh. Ratb und General -Secretair der Akademie der Wissenschaften zu Arezzo, cogn. Frontinus. 1858. Aug. 15. Dr. Broca, Peter Paul, Professor der Medicin in der medicin. Facultät der Univer- sität zu Paris, Hospitalarzt und General-Secretair ' der Chirurg. Gesellschaft daselljst, cogn. Amhr. Pareiis III. 1832. Aug. 3. Dr. Broun, Heinrich Georg, gross- herzogl. badenscher Hofrath und ordentl. Professor der Natiu-- und Gewerbs-AVissenschaften und Zoo- logie an der Universität zu Heidelberg, cogn. Esper I. 1856. März 18. Dr. Brück, Jonas, prakt. Zahnarzt zu Breslau, cogn. CarahelU. 1852. Jan. 2. Dr. Brücke, Ernst Wilhelm, ordentl. Prof. der Physiologie und höhern Anatomie und Director des physiologischen Instituts au der k. k. Universität zu Wien, wirkl. Mitglied der kaiserl. Akademie der Wissenschaften daselbst, cogn. Bu- drAphi I. 1851. Jan. 6. Dr. Budge, Julius, ord. I'rof. der Anatomie und Physiologie und Director des anatom. Theaters, des anatom und zootom. Museums au der Univ. zu Greifswald, cogn. Walther III. 1851. März 15. Dr. Buusen, Robert Wilhelm Eber- hard, grossherzogl. badenscher Hofrath, ord. Pro- fessor der Chemie und Director des chemischen Laboratoriums an der Univ. zu Heidelberg, cogn. Hildebrandt I. 1853. Aug. 15. Dr. Burchard, Johann August, k. preuss. Hofrath, Director des scldesischen Provin- zial-Hebammen-Instituts und Privatdocent der Me- dicin und Geburtshülfe an der Uuiv. zu Breslau, cogn. Stein. 1833. Aug. 3. Dr. Burmeister, Carl Hermann Conrad, ord. Prof der Zoologie und Director des zoologischen Museums an der Univ. zu Halle, jetzt naturhistor. Reisender iu Brasilien, cogn. Backer IL 1858. Jan. 11. Dr. Buvry, Louis Leopold, Privat- gelehrter iu Berlin, naturhistor. Reisender im nördl. Afrika, cogn. Ihn Bathudda. 1835. Aug. 3. Dr. de Caisne, Joseph, ord. Prof. der Oconomie und Ackerhauwissenschaften am Mu- seum der Naturgeschichte und am College de France und Director des k. botan. Gartens, Mitglied des Instituts von Frankreich und Vice -Präsident der k. Central -Gartenbau -Gesellschaft zu Paris, cogn. Bedoute. 1829. Juni 10. Dr. Cambessedes, Jacob, Natur- historiker und Arzt in Paris, cogn. Serra. 1836. Aug. 3. Dr. de Candollc, Alfons Ludwig Peter Pyramus, emerit. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an der Akademie in Genf, Präses der Gesellschaft der Künste und des Redactionscomite's der Gesellschaft der Physik und Naturgeschichte daselbst, cogn. CandoUe filius. 1818. Nov. 28. Dr. Carus, Carl Gustav, kgl. sächs. Geh. Hof- und Medicinalrath, Leibarzt des Königs von Sachsen, ord. Prof. der Medicin, Chirurgie und Greburtsliülfe, sowie Director des Hebanmien-Instituts in Dresden, cogn. C'ajus IL 1856. Jan. 1. Dr. Carus, Julius Victor, ausserord. Prof. der vergl. Anatomie und Vorstand der zootom. Sammlungen an der Univ. zu Leipzig und Secretair der naturforschondcn Gesellschaft daselbst, cogn. de CJiamisso. 1 59 c c-^Tn 1858. Febr. 1. Dr. Caspar}', Robert, ordentl. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an iKi Universität zu Königsberg, cogn. Molpif/hi III. 1857. Oft. 1. ("aswell. Alexis, Prof. der Matbc- matik und Astronomie am Brown'si-licn Universitäts- CoUegiuni zu N'eu-Providence im nordamcrikauisebcn Staate Rbode Island , Mitglied der amerikau. Aka- demie der Wissonscbaften luid Künste in Boston, cogn. Halley. 1858. Ang. 15. Dr. C bei ins, Maximilian Josepb, grossberzogl. badenscber Geh. Ratb, ord. Prof. der Chirurgie und Augenheilkunde und Dii'ector der Chirurg, und Augenkrankenklinik an der Univ. zu Heidelberg, cogn. Riklanus II. 1844. Oct. 15. Dr. C'hiaje, Stephan dclle, prakt. Arzt und Prof. der Medicin au der Univ. zu Neapel, cogn. Everard Home. 1853. Aug. 15. Dr. Civiale, Jobann, Oberchirurg am Hospital Necker und Mitglied des Instituts von Frankreich und der k. med. Akademie in Paris, cogn. Reich. 1834. Juni 25. Dr. Clot-üey, Anton Bartholomäus, ehemal. Minister des Vice -Königs von Egypten, General-Stabsarzt der Armeen und Marine zu Cairo, und General - Inspecteur des Medicinal - Wesens in Egj-pten, jetzt a. ])., zu Marseille, cogn. Oribasiuf! V. 1858. Aug. 15. Coelho, Joseph Maria Latino, Gene- ral-Secretair der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Lissabon, Lieutenant im Genie -Corps und Prof. der Mineralogie und Zoologie an der polytechnischen Schule daselbst, cogn. Hodericus a Fonseca. 1849. Oct. 15. Dr. Cobn, Ferdinand Julius, Prof. und Privatdocent der Botanik an der Univ. zu Breslau, cogn. Meyen II. 1853. Mai 1. Dr. Consoni, Taddeo dei, Canonicus und Prof. der physikalischen Wissenschaften in Florenz, cogn. Wolfart III. 1858. Aug. 15. Dr. Cornalia, Emil, Director-Adjunct am bürg. Museum zu Mailand, Präsident der geolog. Gesellschaft und corresp. Mitglied des k. k. Lom- bard. Instituts der Wissenschaften daselbst, cogn. Joannes Mediolanensis. 1856. Mai 3. Dr. Cornaz, Carl August Eduard, Oberarzt und Chirurg am Hospital Pourtales, Stadt- arzt und prakt. Augenarzt, sowie Secretair der med. Gesellschaft zu Neuenburg in. der franz. Schweiz, cogn. de Pommer. 1854. Jan. 6. Dr. Corti de San Stephauo Belbo, Marquis Alfons, Privatgelehrter der Botanik für die Algenkunde zu Turin, cogn. liiiscam. 1853. Mai 1. Dr. Crocq, Johann Le, ord. Prof. der Medicin an der üniv. und Secretair der medicin. - naturwissenschaftlichen Societät in Brüssel, cogn. Sjn'gcUiis. 1858. Aug. 15. Dr. Damerow, Heinrich, kgl. prcuss. Geh. Medicinalratb, Prof. und Director der kgl. Pro- viozial-Irrenbcilanstalt zu Halle, cogn. Aittenrieth. 1F57. Juli 1. Dr. Dana, Jacob Dwiglit, ord. Prof. der Naturgeschichte, Mineralogie ■ und Gcolngie an Lcr Univ. zu New-Haven im nordamerikanisclicn Staate Connectitut und Mitherausgeber des amerik. Künste und Wissenschaften, cogn. Journals für rii>iiu.'< XI. 1857. Oct. 1. Darwin, Carl Robert, Mag. Art., Privatgelehrter der Naturwissenschaften zu Down Fai iiborougb, Grafschaft Kent, Vice - Präsident der Royal Society und JMitglied der Linne'schen, der geologischen, der zoolug.-, der cntomolog - und der kgl. geograph. Gesellschaft in London, cogn. Forster III. 1854. Aug. 1. Dr. Dechen, Ernst Heinrich Carl von, kgl. preuss. Geh. Ober-Bergi-atb, Bergbaupt- mann und Director des Oberbergamtes für die Rliein- provinz in Bonn, Präsident des naturhistor. Vereins für die preuss. Rheinlaiide und Westphalen , cogn. Leopold von Buch I. 1852. Jan. 2. Demidoff, Anatol Nikolajewitsch, Fürst von, Graf von San-Donato etc.. Exe, kaiserl. russ. wirkl. Staatsratli und Kammerherr, Präsident der russisch -kaiserl. niinei"alugisihen Gesellschaft in St. Petersburg und der grossb. mineral. Gesellschaft zu Jena, Mitglied vieler gelehrter Gesellschaften, zu San-Donato hei Florenz, cogn, Franklin II. 1821. März 12. Dr. Detharding, Georg Wilhelm, Oberarzt a. D. des zweiten grossherz. mecklenb.- schwerin. Musketier- Bataillons und prakt. Arzt zu Rostock, cogn. Fretiellius. 1835. Aug. 3. Dr. Diesing, Carl Moritz, Custos- Adjunet der verein, k. k. Hof- Naturalien -Cabinette und wirkl. Mitglied der k. Akademie der Wissen- schaften zu Wien, cogn. Mehlis. 1850. Oct. 15. Dr. Dittrich, Franz von, ord. Prof. der speciellen Pathologie und Therapie, Director der med. Klinik und Poliklinik an der Univ. und Mitglied des Medicinal-Collegiunis zu Erlangen, cogn. Caiistatt. 1835. Aug. 3. Dr. Doering, Wilhelm Ludwig, kgl. preuss. Sanitätsrath und prakt. Arzt zu Remscheid im Regierungsbezirk Düsseldorf, cogn. Cortum. 1848. Nov. 1. Dr. Dom rieb, Ottomar, herzgl. sachs.- meiningischer Leibarzt, Hof- und Medicinalratb und Ministerialreferent zu Meiningen, vorher ortl. Hono- rar-Prof. der ^Medicin an diT Univ. in Jena. cogn. Fhcrhard Schmidt. 1857. Mai 1. Dr. Douboritzky, Peter von, kaiserl. russischer wirkl. Staatsrath, Kxc, Präsident der kaiserlich medicin. - chirurgischen .\kademie, ehemal. ordentl. Professor der Chirurgie und Pathologie au derselben und wu-ld. Mitglied der kaiserl. Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg, cogn. Beipech. 1853. Mai 1. Dr. Dubois, de Amiens, E. Friedrich, prakt. und Hospitalarzt und Botaniker, beständiger Secretair der k. med. Akademie in Paris, cogn. Orihasius VI. 1854. Mai 1. Dr. Duhois, Paul Anloii, Baron von, Leibarzt der Kaiserin der Franzosen, ord. Prof. der Medicin und Geburtshülfe, Oberwundarzt und Director des Hospitales der Matcrnitc und Prä- sident der medieinischen Facultüt zu Paris, cogn. Nacgele. 1854. Nov. 1. Dr. Duby de Steiger, Jubann Stephan, evang. Pfarrer und Botaniker in Genf, cogn. Gessncr II. i 60 1832. Aug. 3. Dr. Dumortier-Rutteau, Carl Bartholomäus, aus Tournay, Privatgelehrter der Botanik und Mitglied der k. belg. Akademie der Wissenschaften zu Brüssel, cogn. Dalechampms. 1829. Juni 10. Dr. Ebermaier, Carl Heinrich, kgl. preuss. Regierungs- und Mcdicinalrath und prakt. Arzt zu Düsseldtirf, cogn. Eljermaier. 1818. Nov. 28. Dr. E^hrenberg, Christian Gottfried, kgl. preuss. Geh. Mcdicinalrath und ord. Prof. der Medicin und Zoologie und best. Secretair der math. physik. Classe der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Berlui, cogn. Glcditsch I. 1833. Aug. 3. Dr. Ehrmann, Carl Heinrich, Professor der Medicin und Director des anato- mischen Museums an der Univ. zu Strassburg, cogn. Bojanus I. 1845. Oct. 15. Dr. Eichelberg, Johann Friedrich Andreas, emerit. ord. Prof. der Naturwissenschaften und Docent der Mineralogie an der Univ. und Lehrer an der Industrieschule zu Zürich, cogn. Blumeiihach II. 1822. Nov. 28. Dr. Eichwald, Carl Eduard von, k. russ. wii'kl. Staatsrath, Exe, emerit. ord. Prof. der Zoologie an der kaiserl. medicin. -chirurgischen Akademie und ord. Mitglied der kaiserlichen Aka- demie der Wissenschaften in St. Petersburg, cogn. Mondeletius. 1847. Oct. 15. Dr. Eisner, Carl Friedrich Moritz, naturhistor. Schriftsteller, ehem. Lehrer der Natur- wissenschaften am St. Maria-Magdalenen-G}inuasium zu Breslau, cogii. ScJnrenkfeld. 1852. Jan. 2. Emmert, Friedrich, evangel. Pfarrer, Mineralog und Geognost zu Zell bei Schweinfurt, cogn. Fehr. 1858. Aug. 15. Dr. Eucke, Johann P'rauz, Director der kgl. Sternwarte und ord. Professor der Astro- nomie an der kgl. Univ. zu Berlin, Mitglied der Studiendircction der kgl. allgcm. Kriegsschule, ord. Mitglied und bestand. Secretair der physikalisch- niathemat. Ivlasso der kgl. Akademie der Wissen- schaften daselbst, cogn. Neivtcm III. 1853. Jan. 2. Dr. Erlenmayer, Jobann Adolph Albrecht, prakt. Arzt, Director der Privat-Heilanstalt für Gehirn- und Nervenkrankheiten zu Bendorf bei Coblcnz, erster Secretair der deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und gerichtliche Psychologie, cogn. Poscldus. 1857. Oct. 21. Ernst IL, August Carl Johannes Leopold Alexander Eduard, Hoheit, regierender Herzog von Sachsen - Coburg und Gotha, königl. preuss. General der Cavallerie und Chef des königl. preuss. 7. Cuirassier - Regiments , Conutritor der grossherzogl. und herzogl. sächs. Gesammt - Univer- sität zu Jena, Förderer der Naturwissenscliaften, der schönen Wissenschaften, Literatur und Künste, Opern-Compositeur und Psycholog, zu Gotha, cogn. Albertus Magnus. 1837. Aug. 3. Dr. Eschricht, Daniel Friedrich, königl. dänischer Etatsrath, ord. Professor der Anatomie, Physiologie und Geburtshülfe an der Univ. und Assessor im Consistoiium zu Kopenhagen, cooTi. Collins. 185G. Sept IG. Dr E ttingshausen, Constanthi von, ord. Prof. der Botanik und Mineralogie an der k. k. med -Chirurg. Josephs -Akademie und corresp. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften in Wien, cogn. v Sternhcry. 1855. Sept 15. Dr. Eulenberg, Hermann, k. preuss. Mcdicinalrath, Mitglied des rhein. Provinzial-Medi- cinal-Collegiums, prakt. Arzt und Kreisphysikus zu Coblenz, cogn. Metzger IL 1824. Nov. 28. Dr. Eversmann, Eduard von, k. russ. wirkl. Staatsrath, Exe, emerit. ord. Prof. der Naturgeschichte und Zoologie an der k. Univ. zu Kasan, cogn. Steiler. 1S57. Oct. 1. Dr. Faraday, Michael, ord. Prof, der Chemie und Physik an der kgl. Institution von Gross- britannien, Mitglied der Royal-Society in London u. Edinburgh, cogn. Hallcr II 1834. Juni 25. Dr. Fee, Anton Lorenz ApoUonar, Prof. der Botanik und Pharmacie an der med. Fa- cultät, Director des bot. Crartens und Oberapotheker am Militair-Instructions-Hospital zu Strassburg, cogn. Nestler I 1847. Oct. 15. Dr. Fieber, Franz Xaver, Director am k. k. Kreisgerichte zu Chrudim in Böhmen, ehenial. Präsidial- Oberbearater des k. k. Appellations- und Criminal - Obergerichtes für Böhmen zu Prag, cogn. J. Frank. 1856. Oct. 15. Dr. Fiedler, Carl August Heinrich, liChrer der Naturwissenschaften und Mineralogie an der 2. hohem Bürger- und Realschule zum h. Geist und Assistent beim kgl. Mineralien-Cabinet der Univ. zu Breslau, cogn. de Charpenticr. 1856. Sept. 16. Dr. Fitzinger, Leopold Joseph, Custos-Adjmict am k. k. zoolog. Hofcabinet u. wirld. Mitglied der k. k. Akademie der Wissenscliaften in Wien, cogn. Apollodorus V. 1841. Oct, 15. Dr. Flourens, Maria Johann Peter, Mitglied des Rathes des öffentl. Unterrichtes in . Frankreich, ord. Prof. der Medicin und Physiologie am Museum der Naturgeschichte und best. Secretair der k. Akademie der Wissenschaften zu Paris, cogn. Vicq d'Azir. 1857. Jan. 5. Dr. Flügel, Carl Felix Alfred, Vicc- Consul der Ver. Staaten von Nordamerika zu Leipzig, cogn. Eber. 1853. Mai I. Dr. Förster, Arnold, Prof und Ober- k'lu-cr der Naturgeschichte an der höhern Bürger- und Provinzial- Gewerbeschule zu Aachen, cogn. 1841. Oct. 15. Dr. Frankenheim, Moritz Ludwig, ord. Prof. der Physik und Director des physika- lischen Cabinets an der L^niv. zu Breslau , cogn. Newton II. 1841. Oct. 15. Dr. Franque, Johann Baptist von, herzogl, nassauischr-r Regicrungs- und Ober-Medi- cinalrath, wirkl. Mitglied der Landesregierung und A'orsitzender des Medicinal-Collegiums zu Wies- baden, auch zeitweise Badearzt in Ems, Redacteur der med. Jalirbücher für das Ilerzogthum Nassau, cogn. Kreyssig. 1853. Mai 1. Dr, Frerichs, Friedrich Theodor, kgl. preuss. Gell. Mcdicinalrath, vortragender Rath der 61 l MedicinalabtheiluBg des kgl. Ministeriums der Mcdi- cinaJangclegenheiten, ord. Prof. der spocii'Uen Patho- logie und Therapie und Dü'ector der med. Klinik in Berlin, cogn. Sachs. , 1852. Jan. 2. Dr. Fresenius, Carl Remigius, her- zoglich uassaiuscher Geh. Hol'rath, Dircctor des chemischen Laboratoriums und ord Prof. der Physik und Chemie am herzogl. landwirthschaftl. Institut zu Wiesbaden, cogn. Ellis. 1852. Jan. 2. Dr. Friedau, Franz, Ritter von, Na- tui'forseher und Gutsbesitzer zu Grätz in Steyer- mark, jetzt naturliistor. Reisender auf Ceylon, cogn. Scopoli III. 1820. Jan. 1. Dr. Fries, Elias Magnus, ord. Prof. der Öconomie und der Botanik, Director des botanischen Gartens an der Universität zu Upsala, cogn. Hohnskiolä. 1833. Aug. 3. Dr. Fritzsche, Carl Julius Philipp von, k. russ. -nirkl. Staatsrath, Exe, ord. Akademi- ker für Chemie bei der k. Akademie der Wissen- schaften in St. Petersburg, Mitglied des k Medici- nalraths des Ministeriums des Innern und corrcsp. Mitglied der gelehrten Comite's des k. Ministeriums der Reichsdomainen und des k. Marineministeriums daselbst, cogn. Gleichen II. 1857. Dcc. 20. Dr. Führer, Friedrich Theodor, Prosector am anatom. Institut und prakt. Arzt zu Hamburg, cogn. A. Tiurns. 1635. Aug 3. Dr. Fürnrohr, August Emanuel, Prof. der Naturgeschichte am kgl. Lyceum und der Ge- werbeschule, sowie Director des kgl. botanisch. Gar- tens und der kgl. botan Gesellschaft, auch Heraus- geber der botan. Zeitung „Flora" zu Regensburg, cogn. Büval. 1857. Jan. 5. Gayettc, Johanna Marie Sophie, Fräu- lein von, kgl. preuss. Stifts-Ordens-Dame, Mitheraus- geberin der pädagog. Zeitschrift: „Der Arbeiter auf dem praktischen Erziehfelde der Gegenwart," Mit- begründerin und Erzieherin in der ersten Österreich. Heilpflege- und Erziehungs - Anstalt für geistes- schwache und blödsinnige Kinder auf Scldoss Lie- sing zu Liesing bei Wien, cogn. Levana. 1857. Sept. 3. Dr. Gegenbaur, Carl, ord. Prof. der Medicin, Director des grossherzogl. zoolog. Museums und der anatom. Sammlungen an der üniv. zu Jena, cogn. Camper III. 1844. Oct. 15. Dr. Geinitz, Johann Bruno, Prof. der Mineralogie, Geognosie und Naturgeschichte am kgl. tcchnolog. Institut, sowie Director der kgl. Mineralien-Sammlung und Mitglied der kgl. Commis- sion für die Staatsprüfungen der Techniker zu Dres- den, cogn. Mylius II. 1844. Oct. 15. Dr. Gemellaro, Carl, Prof. der Mineralogie und Geologie an der Univ., sowie Gene- ralsecretair der physikalischen Gesellschaft zu Cata- nea in Sicilien, cogn. Faujas de St. Fond II. 1855. Mai 1. Dr. Geoffroy de St.-IIilaire, Isidor, ord. Prof. der vergl. Anatomie und Zoologie am Museum der Naturgeschichte und der Facultät der Wissenschaften, l'niversitäts-Ehrcnrath und Gencral- director der Studien der Pariser Univ., Professor- .\dministrator am Museum der Naturgeschichte zu Paris, Mitglied des k. Instituts von Frankreich und Präs. der k. Acdimatisations-Gesellschaft von Frank- reich, cogn. Blaiuville. 1S57. Jan. 5. Dr. Georgens, Jan Daniel, Begründer und Vorsteher der Bildewerkstatt für die Jugend und Director der ereten Österreich, lleilpdege- und Erziehungs -Anstalt für geistesschwache und blöd- sinnige Kinder auf Schloss Liesing zu Liesing bei Wien, Herausgeher der pädagog. Zeitschrift: „Der Arbeiter auf dem prakt. Erziehfelde der Gegenwart," cogn. Pestahjzzi-Fnbcl. 1850. Oct. 15. Dr. Gerlach, Joseph, ord. Prof. der Anatomie und Physiologie an der Univ. zu Erlangen, cogn. Flcisvhmann. 1856. Juni 1. Dr. Girard, Carl Adolph Heinrich, ord. Prof. der Mineralogie und Geognosie und Director des mineralogischen Museums an der ver- einigten Friedrichs-Universität zu Halle-Wittenberg, cogn. Freieslehcn. 1830. Mai 24. Dr. Gloger, Constantin Willulm Lam- bert, Privatgeli'hrter der Zoologie und Ornithologie zu Berhn, cogn. Schneider. 1830. Mai 24. Dr. Goeppert, Heinrich Robert, kgl. preuss. Geh. Medicinalrath, ord. Prof. der Medicin und Botanik, sowie Director des botan. Gartens und des pharmaceut. Studiums an der Univ. zu Breslau, cogn. Du Hamel. 1854. Nov. 1. Dr. Gocschen, Alexander, prakt. Arzt und Herausgeber der „Deutscheu Klinik" zu Berlin, cogn. üoerhave IL 1852. Jan. 2. Dr. Goldenberg, Friedrich, Prof. der Mathematik und Physik am Gymnasium zu Saar- brücken, cogn. Steinhauer. 1850. Oct. 15. Dr. Gorup-Besanez, Eugen Franz Cajetan, Freiherr von, ord. Prof. der Chemie an der Univ. zu Erlangen, cogn. Young. 1841. Oct. 15. Dr. Gottsche, Carl Moritz, prakt. Arzt und Botaniker zu Altena, cogn. Hedwig II. 1843. Oct, 15. Dr. Grabau, Johann Heinrich Wil- helm, prakt. Ai-zt, Gründer und Director der Wasser- heilanstalt Sola bona zu Eideisted im Holsteinschen, ehenial. Prof. der Medicin an der Jenaer Univ., cogn. Harroj. 1658. Aug. 15. Dr. Gräfe, Albert von, ausserord. Prof. der Chirurgie und Augenheilkunde au der kgl. Univ. zu Berlin, cogn Juh. Ad. Schmidt. 1858. Aug 15. Dr. üraelles, Mariano de la Paz, Director des kgl. zoolog. Museums zu Madrid, cogn. Columbus II. 1835. Aug. 3. Dr. Gray, Asa, ord. Prof. der Natur- geschichte und Botanik, sowie Director des botan. Gartens an der Harvard-I'niv. zu Cambridge, MitgUed und corresp. Secretair der amerikan. Akademie der Künste und Wissenschaften zu Boston in Nord- Amerika, cogn. Waltlier II 1821. Nov. 28. Dr. Greville, Robert Kaye, Prof. der Naturgeschichte mid Botanik an der Univ., Mit- glied der Royal Society zu Edinburgh und Elu-en- Secretair der kgl. Gartenbau -Gesellschaft daselbst, cogn. Iludsonu.i. 1844. Oct. 15. Dr. Grisebach, August Heinrich Ru- dolph, ord. Prof. der Medicin, Naturgesclüchte und i I \ 10 63 ' Y-^O Botanik an der Univ. nnd ord. Mitglied der kgl. ) Gesellsshaft der Wissenschaften zu Göttiugen, cogn. Froelich. 1858. Jan. 11. Dr. Grönland, Johannes, Privatge- lehrter der Botanik für Kryptogamenlnmde und Redactenr der „Revue horticole von Vilmorin" in Paris, Mitglied der botan. Gesellschaft von Frank- reich, cogn. Oeder. 1841. Oct. 15. Dr. Grube, Adolph Eduard, k. russ. Staatsrath, ord. Prof. der Zoologie und Director des naturhistor. Museums an der Universität zu Breslau, cogn. Savigny. 1847. Oct. 15. Dr. Grub er, Wenzel, k. russ. Colle- gienrath und erster Prosector des anatom. Instituts an der k. med.-chirurg. Akademie zu St. Petersburg, cogn. Heister I. 1853. Mai 1. Dr. Günsburg, Friedrich, prakt. und Hospitalarzt des allgem. Krankenhauses „Allerhei- ligen", zu Breslau, cogn. yViUis. 1858. Sept. 1. Dr. Güntz, Eduard Wilhelm, kgl. Sachs. Medicinalrath, prakt. Arzt und Director der Irrenanstalt Thonberg bei Leipzig, cogn. Esquirol. 1853. Aug. 15. Dr. Guerin, Julius, prakt. Arzt und Chef-Kedacteur der „Gazette medicale" zu Paris, auch Director der Orthopäd. Heilanstalt für Taub- stumme zu Passy, cogn. Severin. 1657. Febr. 22. Dr. Guggenbühl, Johann, prakt. Arzt, Gründer und Director der ersten Heilanstalt für Cretinismus auf dem Abendberg bei Interlaken in der Schweiz, cogn. Saussure III. 1837. Aug. 3. Dr. Haien, Theodor Joseph van, prakt. Arzt zu Kuremont, cogn. Swicten III. 1833. Aug. 3. Dr. Ilammerschmid t, Carl Eduard, Doctor der Rechte in der juristischen Facultät der Wiener Univ. und verdienter Entomolog, cogn. Boesel IL 1657. Oct. 1. Hanbury, Daniel, Privatgelehrter der Pharmacologie, Pharmacie und Chemie zu London, und Mitglied der Liune'schen Gesellschaft daselbst, cogn. Hu.rham II. 1844. Oct. 15. Dr. Hannover, Adolph, Prof. der patholog. Anatomie und Physiologie an der Univ. und ord. Mitglied der kgl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Kopenhagen, cogn. Tl. Treviraniis. 1858. Aug. 15. Dr. Hansen, Peter Andreas, herzogl. Sachsen -Coburg- Gothaischer Hofrath und Director der herzogl. Sternwarte zu Gotha, cogn. Arago. 1838. Jan. 1. Dr. Hartig, Theodor, herzogl. braun- schweigischer Forstrath und Prof. der Forstwissen- schaften am CüUegium Carolinum zu Braunschweig, cogn. Dalnuinn. 1857. Juli 1. Dr. Hartlaub, Carl Johann Gustav, prakt. Arzt und Privatgelehrter der Ornithologie zu Bremen, cogn. Wahlberg. 1857. Oct. 1. Dr. Harvey, WUhelm Heinrich, Prof. der Botanik an der Univ., Inspector der bot. Samm- lungen und Curator des Trinitats-CoUegiums zu Dublin, Mitglied der kgl. irischen Akademie und der kgl. Gesellschaft zu Dublin, sowie der Linne- schen Gesellschaft in London, cogn. Barkhausen II. 1847. Oct. 15. Dr. Hasskarl, Justus Carl, Privat- gelehrter der Botanik zu Königswinter in der preuss. l Rheinpro^^nz und ehemal. kgl. niederl. Inspector ' der China -Pflanzungen und deren Cultivirung auf ' Java zu Tjianjoer im Preangerland, wie auch ge- wesener wissepschaftl. Director des botan. Gartens zu Buitenzorg, cogn. Bctiius. 1856. Aug. 19. Hauer, Franz, Ritter von, k. k. wirkl. Bergrath und erster Reichsgeolog bei der k.k. gcolog. Reichsanstalt, Vice-Präsident des zoolog.-botanischen Vereins und correspondirendes Mitglied der kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien, cogn. C. Haidinger. 1847. Oct. 15. Dr. Hauer, Joseph, Ritter von, k. k wirkl. Geh. Rath Exe. und Vice-Präsident der k. Hofkammer zu Wien, cogn. Schröter IL 1823. Nov. 28. Dr. Hausmann, Johann Friedrich Ludwig, kgl. hannov. Geh. Hofrath und ord. Prof. der Philosophie, Geognosie und Mineralogie an der Univ. zu Göttingen, cogn. Cronstedt. 18.')4. Mai 1. Dr. Heller, Carl Bartholomäus, Prof. der Naturgeschichte und Physik am k. k. Gymna- sium zu Olmütz, cogn. Las Casas. 1858 Aug. 15. Dr. Henle, Friedrich Gustav Jacob, kgl. hannov. Hofrath und ord. Prof der Anatomie an der kgl. Univ. zu Göttingen, cogn. Beil IL 1833. Mai 29. Henry, Amadeus Constantin Fidelius, Bibliothekar und Inhaber des lithogi-aph. Instituts der K. L.-C. Akademie, sowie der kgl. rhein. Friedr.- Wilh.-Univ. zu Bonn, Mitbesitzer der Buch- und Kunsthandlung von Henry et Cohen, Privatgelehrter der Botanik zu Bonn, cogn. Bauer. 1850. Oct. 15. Dr. Henry, Joseph, Prof und Secrc- tair der Smithsonian - Institution zu Washington, cogn. Smithson. 1853. Aug. 15. Dr. Hensel, Reinhold Friedi-i,ch, Privatdocent der Zoologie an der Univ. zu Berlin, cogn Hehl. 1854. Mai 1. Dr. Herrmann, Ernst Friedrich, Bo- taniker und prakt. Arzt, Wundarzt und Geburts- helfer zu Neudamm bei Küstrin in der Xeumark, cogn. Both. 1S23. Nov. 28. Dr. Herold, Johann Moritz David, kurfürstl. hessischer Geh. Medicinalrath, ord. Prof. der vergleich. Anatomie, Zoologie und Physiologie und Director des zoolog. Museums an der Univ. zu Marburg, cogn. Bonsdorf. 1835. Aug. S. Dr. Hering, Eduard August, kgl. würtemb. Medicinalrath, Ober-Thierarzt und techn. Referent für die Gesundheitspflege der Pferde im kgl. Kriegs- Departement, Prof. an der kgl. Thier- arzneischule zu Stuttgart und INIitglied der kgl. Land- gestüt- Commission, cogn. Cruilish.ank I. 1857. Oct. 1. Dr. Ilerschel, Sir Johann Friedrich Wilhelm, Baronet, kgl. Astronom zu Collingwood bei Hawkhurst, Grafschaft Kent, Mitglied der Royal Society in London imd Edinburg, der kgl. irischen Akademie und der kgl. astronom. Gesellschaft zu London, cogn. Galilei IL 1855. Mai 1. Heufler zu Rasen und Perdonegg, Ludwig Samuel Joseph David Alexander, Ritter von, k. k. österr. wirkl. Känmierer, k, k. Sectionsrath irn Ministerium des Cultus imd Unterrichts und jMit- glied der ständigen Commission im k. k. Ministerium 63 ^ -Tf- l des Innern für Vereins - Angelegenheiten, Tice-Prä- sident der k. k. zo(/log.-bot;in. Gesellschaft und Aus- schussmitglied der k. k. geogi-aph. Gesellschaft zu Wien, sowii' ehenial. Director des Tyroler Xatienal- Museums zu Innsbruck, cogn. Laicitartiti;/. 1851. Aug. 1. Dr. lleyfelder, Friedrich Oskar Adalbert, prakt. Arzt, Privatdocent der Medicin und Suppleaut des Medieinal-Comite's an der Univ. zu München, cogn. CiKikshank II. 1857. Jidi 1. Dr. Kingston, Wilhelm Ilales, prakt. Arzt und Wundarzt zu Montreal in Canada, Xatur- historikcr und Mitredacteur der „Cauadisclien Zeit- schrift füi- Naturgeschichte und Geologie" daselbst, cogn. Edwards II. 1840. Nov. 30. Dr. Hochstetter, Chi-istian Ferdi- nand, Mag. phil., Prof. am kgl. Haupt -Schullehrer- Seminar und emerit. zweiter Stadtpfarrer zu Kss- liflgen, cogn. Poäcau. ISöG. Sept. 16. Dr. Börnes, Moritz, erster Custos- Adjimct am k. k. Huf-Mineralien-Cabinet und Aus- sehussrath des zoolog.-botan. Vereins in Wien, cogn. V. Born. 1822. Nov. 28. Dr. Hoeven, Jauus van der, ord. Prof. der Botanik, der Zoologie, der vergl. Anatomie und Physiologie an der Univ. und Gemeiaderath zu Leyden, Mitglied der kgl. Akademie der Wissen- schaften in Amsterdam, cogn. Storr. 1837. Aug. 3. Dr. Hoeven, Cornelius Pruys van der, ord. Prof. der Pathologie, der theoret., prakt- und klinischen Medicin an der Univ. Leyden, Mit- glied der kgl. Akademie der Wissenschaften iu Am- sterdam, cogn. Varadüius. 1819. Aug. 3. Dr. Hoffmann, Johann Joseph Ignatz %'on, kgl. baierscher Hofrath, Director und Prof. der Mathematik und Physik des kgl. Lyceums und am kgl Forstlehr - Institut zu Aschaö'enburg, cogn. Vega. 1818. Nov. 28. Dr. Hook er, Sir William Jackson, Ober- Director des botan. Gartens in Kew bei Lon- don, Mitglied der Royal Society, der Linne'schen, antiquar. gcolog. und Gartenbau -Gesellschaft in London und Correspondent des k. Instituts von Frankreich, cogn. Michelius. 1645. Äug 25. Dr. Hooker, Joseph Dalton, Arzt der kgl. Flotte, Botaniker und Sub- Director des botan. Gartens zu Kew bei London, Mitglied der Royal Society, der Linne'schen und geolog. Gesell- schaft in London, cogn. G-raham. 1822. Nov. 28. Dr. Horsfield, Thomas, Mitglied der Royal Society, der Linne'schen, genlug. und kgl. Asiat. Gesellschaft in London, Privatgelehrter der Naturwissenschaften, Entomologie und Botanik und Inspector des Museums der ehemal. Ostindischen Compaguie daselbst, cogn. Lindschotten I. 1824. Nov. 28. Dr. Howship, Johann, prakt. Arzt, Wundarzt und Lector der Chirurgie und jiatholog. Anat'imic an der medicin. Schule des Hosi)itals zum heil. Kreuz in London, Mitglied des kgl. Odlegiums der Ärzte und der med.-chir. Gesellschaft daselbst, cogn. Troja. 1858. Nov. 6. Dr. Hügel, Carl .^exander Anselm, Reichsfreiherr von, Exe, k. k. Österreich, wirkl. Geh. R;ith, Major in der Armee, ausserordentl. Ge- °] sandter und bevolhnaclitigler Minister am gross- f herzogl. toskan. Hofe zu Florenz und Khrenpriisi- ' dent der k. k. Gartenbau -Gesellschaft in Wien, cogn. Känqifvr. 179:5. Juni 2ü. Dr. Uunibuldt, Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander Freiherr von, Exe, Ritter des kgl. preuss. schwarzen .Xdlcr-Ordons mit Ivette, kgl. preiiss. wirkl. Geh. llath und Kaiiuuerherr, Mitglied des Staatsraths und Ordens - Canzler zu Berlin, Ehrenbürger seiner \'atcrstadt und Senior der k. Leopold.-Carolin. Akademie, cogn. Timaeus Locrensis. 1857. Oct. 1. Dr. Hunt, Thomas Sterry, Prof. der Chemie an der Facidtät der Künste der Lav.d-Univ. zu Quebec in Canada, Chemiker, Geolog und Minera- log der Commission zur geolog. Aufnahme von Canada, cogn. HHiiiphri/ Banj. 1857. Oct. 1. Huxlcy, Thomas Heinrich, Prüf, der Naturgeschichte bei der kgl. Bergschule und ord. Prof. der vergl. Anatonde und Physiologie an der kgl. Institution von Grossbritannien, auch Examina- tor in Physiologie und vergl. Anatomie bei der Univ. zu London, Mitglied der Royal Society und der geolog. Gesellschaft daselbst, cogn. Wol/f II. 1850. Sept. 16. Dr Hyrtl, Joseph, k. k. österr. Regierungsrath, ord. Prof. der vergl. Anatomie und Vorstand des Museums für menschl. und vergleich. Anatomie an der k. k. Univ. zu Wieu und wirkl. Mitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften daselbst, cogn. (Juvier II. 1857. Oct. 1. Dr. Jäger, Hermann Friedrich, kgl. würtemberg. Ober - Medicinalratli und Rath im kgl. Ober-Medicinal-CoUegium, prakt. Arzt und Stadtarzt zu Stuttgart, c. Dr. Krause, Carl Friedrich Theodor, kgl hannov. Ober-Medicinalrath und erster Dirigent des kgl. Ober-Medicinal-Ccillegiums für das Königr. Hannover, ord. Prof. der Medicin und Anatomie an der Chirurg. Schule, sowie Mitglied der kgl. ärztl. Prüfungs-Behörde zu Hannover, cogn. Fabricius ah Arjiiapendentc. 1847. Oct. 15. Dr. Krauss, Clmstian Ferdinand Friedrich, Prof. der Naturgeschichte, erster Conser- vator des kgl. Naturaben-Cabinets, Aufseher der ge- sammten zoolog. und botan. Abtheilung desselben zu Stuttgart, cogn. Sparrmann I. 1835. Aug. 3. Dr. Krohn, August David, ehemal. Prof. der Medicin und prakt. Arzt zu St. Peters- burg, jetzt zu Bonn, cogn. Bidloo. i -j»- 65 ( t 1858. Aug. 15. Dr. Krukenberg, Peter, kgl. preuss. Geh. Jlcdiciiialrath, ord. Prof der PatUologii' und Therapie, Senior der modirin. Facultät und ehemal. Director der med Khiiik au der kgl. Univ. zu Halle, cogu Si/denlMiii IV. 1856. Jan. 1. Dr. Küchenmeister, Gottlob Friedrich Hemrich, kgl. sächs. Mcdicinalrath und praUt. Arzt zu Zittau im Königr. Sachsen, cogn. Gö^e. 1855. Oct. 15. Dr. Küster, Carl Freiherr von, k. russ. Collegienrath und Dirigent des k. botan. Gar- tens zu St. Petersburg, cogn. Trinius IV. 1842. Oct. 15. Dr. Kützing, Friedrich Traugott, Prof. der Katurwissenschaften und Botanik und Oberlehrer an der Realscliule zu Xordhausen in der kgl. preuss. Provinz Sachsen, cogn. Vaucher I. 1846. Oct. 15. Dr. Lamont, Johann, Prof. der Astro- nomie an der kgl. Ludw.-Max.-Univ. in Münclien u Conservator der kgl. Stv'rnwarte zu Bogenhausen bei Müncheu, ord. Mitglied der kgl. baiersch. Akad. der Wissenschaften daselbst, cogn. v. Zach II. 1855. Mai 1. Dr. Lautzius- Beninga, Bojung Scato Georg, Assessor der philosoph. Facultät, Assistent des kgl. Universitäts - Herbariums und Privatdocent der Botanik an der Univ. zu Göttingcn, cogn. Schinder. 1856. Jan 1. Dr. Lanza, Franz, Prof. der landw. Öconomie und Xaturgosclnchte am k. k. Lyceal- Ober - GvTiuiasium und Director des naturhistor. National - iluseums zu Spalato in Dalmatien, cogn. Solmus V. 18.J3. Aug. 15. Dr. Larrey, Hippolyt, k. Hofrath und Leibchirurg, sowie Prof und Oberarzt der medicinischen Vorbereitungsschule zu Paris, cogn. Anthylhts II. 1836. Aug. 3. Dr. Laurer, Joliaun Friedrich, Prof der Medicin, Arzneimittellehi'e und Chirurgie an der Unir zu Greifswald, cogn. Hoffmann I. 18r)8. Aug. 15 Dr. Lehmann, Carl Gotthelf, gross- herzoghch Sachsen -weimar. Hofrath, ord. Prof der Chemie und Director des ehemischen Laboratoriums an der grossherzogl. und herzogl. sächs. Gesammt- Univ. zu Jena, cogn M'inter. 1857 Juni 15. Dr. Leidy, Joseph, ord. Prof. der vergl. Anatomie an der pcnnsylvan. Univ. zu Phila- delphia, Mitglied und Curator der Akademie der Naturwisseuschaften und deren Redactions - Comite daselbst, cogn Mondamin. 1823. Xov. 28. Dr. Lejcune, Alexander Ludwig Simon, prakt. Arzt und Zoolog, ältester Präsident der Medicijial-Commission wie auch der Schule für Industrie und Literatur imd Oberarzt des Civilhos- pitals zu Verviers, Mitglied der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Brüssel, cogr.. Wibel. 1658. Aug. 15. Dr. Leouliard, Carl Caesar von, grossherzogl. badenscher Geh. Rath, ord. Prof der Mineralogie und Geologie und Dü'cctor der minera- logischen Saramlungr an der Univ. zu Heidelberg, cogn. Werner IV. 1847. Oct. 15. Dr. Lcreboullet, August, Prof der Zoologie und vergl. Anatomie, sowie Director des natm-liistor. Museums au der Univ. zu Strassburg, cogn. Swammerdam. 1838. Aug. 3. Dr. Lessing, Michael Benedict, kgl. preuss. Sanitätsrath und prakt. Arzt zu Berlin, cogn. Chmdant. 1858. Febr. 6. Lcubuscher, Rudolph Ludwig Otto, grossherzogl Sachsen -weimar. Hof- und Mcdicinal- rath, ord. Prof der Medicin und Director ihn- med. Klinik an der grossherzogl. und lierzogl, sächs. Ge- sammt-Univ. zu Jena, cogn. Pincl. 1853. Oct. 15. Dr. Leuckart, Carl Georg Friedrich Rudolph, ord. Prof der Zoologie und vergl. jVnato- mie, Director des zoolog.-akadem. Instituts und der zoolog. und vergl. anatom. akadem. Sammlungen an der Univ. zu Giesseu, cogu Xitzsch. 1843. Aug. 8. Dr. Leupoldt, Johann Michael, ord. Prof der Medicin au der Univ. zu Erlangen, cogn. Langermann. 1856. Jan. 1. Dr. Ley bohlt, Friedrich, Botaniker, Apotheker und Kaufmann zu ^■alparaiso in Chile, cogn. I'avon. 1856. Sept. 16. Dr. Lichtenstein, Eduard, prakt. Arzt und Wundarzt zu Grabow im Grossherzogthum Posen, cogn. Tralles. 1820. Nov. 28. Dr. Lindley, Johann, ord. Prof der Botanik am Universitäts -CoUegium der medicin. Sclude und am kgl. Institut von Grossbritannicn in London, Mitglied thr Royal Society, der Linnii'sehen und geolog. Gescllsdiaft und Viee-Secretair der kgl. Gartenbau- Gesellschaft zu London, cogn. Sib- haldus I. 1834. Aug. 3. Lindsay, Hugo Hamilton, Privatge- lehrtcr der Zoologie, ehemal. Secretair der engl.-ostmd. Compagnie und Mitglied der zotdog. Gesellschaft zu London, cogn. Lintschotten II. 1858 .Vug. 15. Dr. Littrow, Carl Edler von, Direc- tor der k. k. Sternwarte und (jrd Prof der Astro- nomie an der k. k. Univ. zu Wien, wirkl. Mitglied der k. .Vkademie der Wissenschaften daselbst, cogn. GaKlcHS III. 1857. Oct. 1. Logan, Su- Wilhelm Edmund, (ieidog und Vice -Präsident der naturhistor. Gesellschaft zu Montreal in Canada, Mitglied der Royal Society und der gcologisclien Gesellschaft in London, cogn. Cateshy. 1847. Oct. 15. Dr. Longet, Franz Achill, Prof der Anatomie und Physiologie, wie auch Oberarzt am Hospital St. Diouys und dem Erziehungshause der franz. Ehrenlegion zu Paris, cogn. Brechet. 1853. Aug. 15 Dr. Louis, Peter Carl Alexander, eliemal. Oberarzt des epidenücs des Seine-Departe- ments und am Hötel-Dieu zu P.iris, cogn. Formctj. 18^6. Mai 1. Dr. Luca, Ferdinand Ritter von, Prof der Mathematik au der Univ. und stand. General- secretair der kgl. bonrlimiischen Societät zu Neapel, cogn. Marin ns III 1843. Oct. 15. Dr. Luihs, Carl Johann Nepomuk lernst, prakt. und Badearzt zu Warnibruun in Schle- sien, cogn. Stoll. 1853. Aug 15. Dr. Lusclika, Hubert, ord. Prof der Medicin und Anatonne und X'orstand der anatom. .\nstalt an der Univ. zu Tübingen, cogn. Wris- herg II. J L 66 1857. Oct. 1. Dr. Lyell, Sir Carl, Geolog und Geog- uost zu London, Mitglied der Royal Society in Lon- don und Edinburgh, der Linne'schen Gesellschaft und Vice-Präsident der geolog. Gesellschaft zu Lon- don, cogn. Hutlim. 1839. Aug. 3. Dr. Maccdo, Joachim Joseph, Baron da Costa de, kgl. portugies. Staatsrath und Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Lissabon, cogu. Claiigo. 1843. Oct. 15. Mac Clelland, Johann, chemal. Assi- stenz - Wundarzt im bengalischen Medicinaldienste, Botaniker in Calcutta, Mitglied des kgl. CoUegiums der Wundärzte, der Linne'schen, zoolog., entomolog. und geolog. Gesellschaften zu London, cogn. Koenig. 1858. Aug. 15. Dr. Malfatti von Monteregio, Jo- hann, med.- Philosoph. Schriftsteller in Wien, cogn. Jordanus Brunns. 1858. Febr. 6. Dr. Marbach, Cliristian August Her- mann, Prorector der zweiten höhern Büi'ger- uud Realschule zum heil. Geist und Privatdocent der Physik an der kgl. Univ. zu Breslau, cogn. Frcsnel. 1858. März 2. Dr. Marcus, Michael von, Exe, k. russ. Geh. Rath, Leibarzt Ihrer Majestät der ver- wittweten Kaiserin Alexandra von Russland, Präsi- dent des Mediciualraths im k. Ministerium des In- nern, Präsident der Verwaltung des Medicinalwesens des k. Hofes uud Mitglied des wissenschaftl. Militair- Mediciiial-Comites zu St. Petersburg, cogn. [Schendus van dnr Beck. 1840. Nov. 30. Dr. Marianini, Stephan Johann, ord. Erof. der Mathematik und Physik an der Univ. und Präsident der 40 der Italien. Gesellschaft der Wissenschaften zu Modona, cogn. Volta. 1852. Jan. 2. Dr. Marinus, Johann Romuald, prakt. Arxt und Arzt am Hospital Pacheco, Titularmitglied und Secretaii'- Adjunct der kgl. med. Akademie zu Brüssel, cogn. Grüner. 1853. Mai 1. Dr. Marjolin, Reuiitus, General-Secre- taii- der chirurg. Societät, sowie prakt. Arzt und Oberarzt des Krankenhauses „De hon Secours" und des St. Margarethen- Hospitals zu Paris, cogn. Jlws- hrosius Fare II. 1840. Nov. 30. Dr Marquart, IjOuIs Clamor, Inha- ber und Vorsteher des pharmaceut. Instituts, Apo- thekenbesitzer, Vice-Präsident des naturhistorischen Vereins und Director des landwii'thschaftl. Vereins zu Bonn, cogn. Gmelin I. 1832. Aug. 3. Martens, Georg Matthias von, kgl. würtemberg. Canzleirath beim Ober -Tribunal und gerichtl. Dolmetscher für die Italien., span. und por- tugies. Sprache, Botaniker zu Stuttgart, cogn. Scopoli IL 1854. Mai 11. Dr. Martin, Adolph, prakt. .\i-zt zu Paris, cogn. Weigd. 1839. Aug. 3. Dr. Martins, Carl Friedrich, ord. Prof. der Naturgeschichte und Botanik an der Facultät der Wissenschaften, sowie Director des bot. Gartens zu Montpellier, cogn. Arion V. 18S7. Aug. 3. Dr. Martins, Theodor Wilhelm Chri- stian, ausscrord. Prof der Pharmacie an der Univ. Mitglied des Central- Verwaltungs- Ausschusses des c^r- polytcchn. Vereins Baierns und Secretair der phy- sikalisch - medicin. Gesellschaft zu Erlangen, cogn. Bomel. 1855. Oct. 15. Dr. Massalongo, Abraham Bartho- lomäus, ord. Prof der Naturwissenschaften am k. k. Lyccal-Ciymnasium zu Verona und wirkl. Mitglied der 40 der Italien. Gesellschaft der Wissenschaften zu Modeua, cogn. PoJlini. 1819. Oct. 18. Dr. Maximilian, Alexander Plülipp, Prinz von Wied, Durchlaucht, kgl. preuss. General- Major a. D., Naturhistoriker uud Botaniker zu Neu- wied, cogn. Hcrnandez. 1819. Aug. 3. Dr. Mayer, Anton Friedrich Joseph Carl, kgl. preuss. Geh. Medicinalrath , ehemal. ord. Prof. der Medicin, Anatomie und Physiologie und Director des anatom. Museums an der Univ. zu Bonn, cogn. Haller I. 184G. Mai 1. Mazzarosa, Anton Marchese von, her- zogl. luccaischer Kammerherr, Präsident des Staats- raths, General-Director des offentl. Unterrichts und Vice-Präsident der Akademie der Wissenschaften in Lucca, cogn. Arclütas. 1853. Aug. 15. Dr. Meding, Hemrich Ludwig, prakt. Arzt und Präsident der Gesellschaft deutscher Arzte zu Paris und Begründer der deutschen Poliklinik daselbst, cogn. Valleix. 1857. Aug. 4. Dr. Meier, Daniel Eduard, prakt. Arzt zu Györgyö St. Miklös bei Segesvar in Sieben- bürgen, vorher k. k. Brunnenarzt des Bades Elö- patak bei Kronstadt, Inhaber einer mechan. Werk- statt zur Fertigung künstlicher Ciliodmassen, C(.)gn. Feschel. 1841. Oct. 15. Dr. Meisner, Carl Friedrich, ord. Prof. der Botanik und Lector der Zoologie an der Univ. zu Basel, cogn. J .7. Eoemer. 1847. Oct. 15. Dr. Melicher, Ludwig Joseph, Be- gründer und Director des ersten Instituts für schwe- dische Heilgymnastik und der medicin. -chirurg. und gyuuiast.- Orthopäd. Heilanstalt in Wien, Chirurgus beim k. k allgemeinen Krankenhause, cogn. Bag- livms IV. 1855. Oct. 15. Dr. Mende, Carl von. Exe, k. russ Geh. Rath und Director des Mcdicinal-Departements im k. russ. Marineministerium zu St. Petersburg, cogn. GlarJic. 1837. Aug. 3. Dr. Meneghini, Joseph, ord. Prof. der Geognosie und Botanik an der Univ. zu Pisa, cogn. Desfontaines I. 1831. Jan. 1. Dr. Menke, Carl Theodor, fürstl wal- deckscher Geh. Hofrath, Leiharzt, Kreisphysikus und Brunnenarzt zu Pyrmont, cogn. Cliemnitzius. 1828. Mai 19. Dr. Merrem, Daniel Carl Theodor, kgl. preuss. Geh. Regierungs- und Medicinalrath bei der kgl. Regierung zu Cöln, Director der kgl. Pro- vinzial- Hebammen -Lehranstalt uud prakt. Arzt zu Cöln a Rh., cogn. Becclü. 1829. Juni 10. Dr. Meyer, Hermann von. Privatge- lehrter der Paläontologie zu Frankfurt a. M., cogn. Scheuchzer IL 1853. Aug. 15. Miers, Johann, Privatgelehrter der Botanik, Mitglied der Royal Society und der Linne:- schen Gesellschaft zu London, cogn. Kunth. ) 67 ( 1850. Dec. 74. Dr. Milde, Carl Aiifrust Julius, ord. Lehrer der Xatunvissonschaften und Bntanik an der zweiten hohem Bürger- und Realschule ■/.. h. Geist und Couservator des Herbariums der schles Gesellseh. für vaterliiud. Cultur zu Breslau, cogn Vaiicher II. 1837 Aug 3. Dr. Miquel, Friedrich Antou Wilhelm, ord. Prof. der Mediein, Botanik und Naturgeschichte, sowie Director des botan. Gartens zu Amsterdam, cogu Fr. Xees von Esenbecl: 1832. Jidi 10. Dr. Mohl, Hugo von, ord. Prof. der Medicin und Botanik an der Univ. und Direetor des botan. Gartens zu Tübingen, Mit-Redactciu- der botan. Zeitung, cogn. Christian Tf^olff. 1835. Aug. 3. Dr Montagne, Johann Franz Camil- lus, ehem. Stabschirurg der franz. Armee in Afrika, jetzt Privatgelehrter der Botanik und Mitglied des Instituts von Frankreich in Paris, cogn. ^'ctinc^nt. 1832. Juli 10. Dr. Moris, Joseph Hiacyntli, Mitglied des kgl. Reichssenats von Sardinien, ord. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an der kgl. Univ., Vice - Präsident des obersten Rathes fiü' den öffentl. Unterricht, Mitglied des Ober-Sanitätsraths und Director der physikal.-mathemat. Classe der kgl Akademie der Wissenschaften zu Turin, cogn. 3I(mti. 1857. Mai !. Dr. Morren, Carl Jacob Eduard, ord. Prof. der Botanik, Forst- und Landwirth.scluift, so- wie Director des botan. Gartens au der Uuiv. zu Lüttich, cogn. Trew IL 1857. Mai I. Dr. Müller, Ferdinand, Gouvernements- Botaniker der neuholländ. Colonie Victoria und Di- rector des botan. Gartens zu Melbourne, Mitglied des Victorian- Instituts der Wissenschaften und der philos. Gesellschaft daselbst, cogn. Lechcnaidt. 1847. Oct. 15. Dr Müller, Johann Baptist, fürstl. waldeckscher Mcdicinalrath, Vicedü'ector des nord- deutschen Apothekervereins und Apothekenbesitzer zu Berlin, cogn. Dieffenbaeh. 1849. Oct. 15. Dr. Müller, Johann Wilhelm Frei- herr von, Privatgelehrter der gesammten Natur- wissenschaften zu Paris, vormal. Direetor des kgl zoolog. Gartens zu Brüssel und Marseille, ehemal. k. k. österr. General-Consiü für Central-Afrika und naturhistor. Reisender in diesen Ländern und den nordamerikan. Staaten, cogn. Leo Afrikanvs I. 1844. Oct. 15. Dr. Munter, Johann .Vndreas Hein- rich August Julius, ord. Prof der Botanik und Zoo- logie, sowie Director des botan. Garten.s und zoolo- gischen Museums an der Univ. zu Greifswald, cogn. Meycn I. 1839. Aug 3. Dr. Nardo, Johann Dominik, prakt. und Oberarzt des Central- Waisenhauses zu Venedig, Docent der Naturgeschichte an der Univ. zu Pavia, cogn. Penada. 18.")8. Aug. 15. Dr. Natter er, Johann, Custos-Ad- junct am k. k. zoolog. Hofcabinct in Wien, cogn. I.ichtenstein. 1850. Oct. 15. Dr. Neigcbaur, Johann Daniel Fer- dinand, kgl. prcuss. Geh. Justizrath und Major a D. zu Breslau, vorm. Generalconsul für die Moldau u. Walachei zu Jassy, verdienter Literarhistoriker, cogn. Marco Polo II. cogn. 1847. Oct. 15. Neubertb, Krnst Juhus, zu Berlin, autorisirter prakticirendcr Magnetiseur im Konigr. Preussen und Herzogthum Sachs'en- Gotha, Wolfart IL 1845. Dec. 10. Dr. Neugebauer, Ludwig Adolph, ord. Prof. der Medicin an der k. medicin -chirurg. Akademie und Arzt an der Reg. -Erziehungsanstalt zu Warschau, cogn Meclel IL 1853. Jan. 2. Newmann, Eduard, Privatgelehrter der Zoologie und Botanik, Mitglied der entomolog., der Linne'schen und zoolog. Gesellschaft und Redac- teur des „Zoologist" zu London, cogn. Latreilk. 1822. Nov. 28. Dr. Nilsson, Svcno, cmer. ord. Prof. der Naturgeschichte und Zoologie und Vorsteher des k. zoologischen Carls - Museums zu Lund, cugn. L^ischius I. 1855. Oct. 15. Dr. Nordmann, Alexander von, k. russ. Staatsrat!!, ord. Prof. der Naturgeschichte und Zoologie, sowie Director des naturhistor. Museums an der Uuiv. zu Ilelsingfors in Finnland, cogn. Eu- dolplii IL 1838. Aug. 3. Dr. de Notar is, Joseph, ord. Prof. der Medicin und Botanik, sowie Director des botan. Gartens zu Genua, cogn. Itaddi. 1857. Aug. 4. Oldham, Thomas, Mag. art., Superin- tendent der geolog. Aufnahme und der gecdog. Un- tersuchungen von British-Ostindien und Director des geolog Museums zu Calcutta, Mitglied der Royal Society und der geolog Gesellschaft in London, cogn Äubert. 183G. Aug. 3. Dr. Olfers, Ignaz Franz Maria von, kgl. preuss. wirkl. Geh. Legations- und Ober- Reg. - Rath, Generaldirector der kgl. Museen, Mitglied des Staatsraths u. der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin, cogn. Azara. 1858. Aug. 15. Dr. Oppolzer, Joseph, k. k. lldfrafh, ord. Prof. der Therapie mid Director der medicin. Klinik an der k. k. Univ. in Wien, cogn. de Hacn IV. 1857. Febr. 13. Dr. Ot solig, Friedrich von, Exe. k. russ. wirkl. Staiitsrath, Referent und Director des m^ 8_ 69 L l 18'29. Juni 10. Dr PurV vnjc, Johannos Evanselista, ord. Pnif. der Physiulogie und I'atliologio u. Diroctor des iiLysiülog Instituts an der Ic. k. Univ. zu Prag und corrcsp. Mitglied der li. Alcademie der Wissen- schaften in Wien, cogn. Darwin I. 1838. Aug. 3. Dr. Quetelet, Lambert Adolph Jacob, ord. Prof. der Jlatheraatilc an der Univ. und der kgl. Jlilitaii-schule, Director der kgl. belg. Sternwarte, Präsident der kgl. Central -Commission für Statistik und ord. Mitglied und bestand. Secretair der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Brüssel, cogn. Bhiiiienhach I. 1S41. Oct. 1,5. Dr. Rabenhorst, Gottlob Ludwig, Privatgelehrter der Botanik für Kryptogamenkundc, Apotheker 1. Classe und ehem. Prof. am Ökonom. Institut zu Dresden, cogn. jMattuschka. 1821. Nov. 28 Dr. Radius, Justus Wilhelm Martin, ord. Prof. der Pathologie, Therapie u. Arzneimittel- lehre an der Univ., prakt. Arzt und Director der med. Gesellschaft zu Leipzig, cogn. Ludicigms. 1835. JiTov. 28. Dr. Rapp, Wilhelm Ludwig von, emer. ord. Prof. der Anatomie luid Physiologie, sowie Di- rector der anatom. luid zoolog. Sammlungen an der Univ. zu Tübingen, cogn. Lamenti II. 1825. Nov. 28. Dr. Rathke, Martin Heinrich, kgl. preuss. Hof- und Meditinalrath, ord. Prof. der vergl. Anatomie und Zoologie an der Univ., Director des anatom. Instituts und zoolog. Museums imd Mitglied des kgl. Provinzial-Medicinal-C'ollcgiiuus zu Königs- berg, cogn. Monro IL 1832. Jidi 10. Dr. Ratzehurg, Julius Theodor Chri- stian, Prof. der Naturgeschichte, Zoologie und Bo- tanik an der kgl. forst- und landw. Lehranstalt zu Neustadt-Eberswalde, cogn. Gkditsch IL 18.')3. Aug. 15. Dr. Rayer, Peter Franz Olivier, k. Leibarzt und Oberarzt mehrerer Hospitäler, Mitgl. des Instituts von Frankreich und der k. med. Alca- demic zu Paris, cogn. Hufdand I. 1858. Aug. 15. Dr. Regel, Eduard August, wissen- schaftl. Director des k. botau. Gartens zu St. Peters- burg, cogn. Wnidcnow. 18.i8. Aug. 15. Dr. Reichardt, Eduard, Privatdocent der Chemie an der Univ. zu Jena, cogn. Göltling II. 1854. Dec. I. Dr. Reichenbach, Carl Freiherr von, Gutsbesitzer und Privatgelehrter der Natur-, Berg- werks- und physikal. Wissenschaften auf Scldoss Reisenberg bei Wien, cogn. Orpheus II. 1820. Nov. 28. Dr. Reichenbach scn., Heinrich Gott- lieb Ludwig, kgl. Sachs. Hofrath, ord. Prof. der Bo- tanik und Naturgeschichte, sowie Director des kgl. zoolog. und mineralog. Museums und des bot. Gar- tens an der kgl. chirurg.-med. Akademie zu Dresden, cogn. Dodonacus I. 1854. Mai I. Dr. Reich enbach jun., Heinrich Gu- stav, ausserord. Prof. der Botanik an der Univ. zu Leipzig, cogn. Richard. 1857. Mai 1. Dr. Reich enbach, Johann Peter Det- lef, prakt. Arzt und Wundarzt zu Altona, cogn. Galen US V. 1857. März 7. Dr. Reinhold, Emil von, E.xc, k. russ. Geh. Rath und wukl. Leibarzt des Kaisers Nikolaus I. von Russland, Mitglied des k. Jledicinal- raths und des gelehrten Comite's beim k. Kriegsde partement zu St. Petersburg, cogn. irciAnni //, 1844. Oct. 15. Dr. Reissek, Siegfried, Custos-Ad- juuct beim k. k. botau. Hofcabinet und corresp. Mit- glied der k. Akademie der Wissenschaften in Wien, cogn. Sjiallanzani. l^4'i. Oct. 15. Dr. Remak, Robert, ausserord. Prof. der Physiologie und Patlmlogie an der kgl. Univ. zu Berlin, cogn. Baylieiii.'i III. 1855. Dec. 23. Dr. Uenard, Carl Claudius von, k. russ. Staatsrath und erster Secretair der k. Natur- forscher-Gesellschaft zu Moskau, cogn. G. Fischer von Waldheim. 1826. Nov. 28. Dr. Rensselaer, Jeremias van, prakt. Arzt und Secretair beim naturhistor. Museum zu New- York in Nordamerika, cogn. Gronoviiis I. 1859. Jan. 2. Dr. Retzius, Andreas Aduljih, Inspec- tor und Prof. der Anatomie und Physiologie bei dem kgl. Carolinischcu mcdicin.-chirurg. Institut u. Prof. der Anatomie bei der Akademie der freien Künste daselbst, Mitglied der kgl. schwed. Akademie der Wissenschaften, cogn. lluschke. 1853. Mai 1. Dr. Reuss, August Emanuel, ord. Prof. der Mineralogie und Director des k. k. mineralog. Cabincts an der Univ. zu Prag, wirkl. Mitglied der k. k. Akademie der ^\'issenschaften in Wien und Präses des naturhistor. Vereins „Lotos" in Prag, cogn. Saussure II. 1850. Oct. 15. de Rheume, .\ugust Joseph, kgl. belg. Artillerie -Hauptmann und Schriftsteller zu Brüssel, Mitglied der kgl. archäolog. .\kademie von Belgien, cogn. Boehmer. 1833. Aug. 3. Dr. Richter, Carl Christian Adolph Leopold, kgl. preuss. Generalarzt des 8. .\rmeecorps zu Coblenz, cogn. Klein. 1853. Mai I. Dr. Richter, Reinhard, Pfarr-Vicar, erster Lehrer der Naturgeschichte und Rector der Realschule, des Progymnasiums und der städtischen Schulen zu Saalfeld im Herzogthum Sachsen -Mei- ningen, cogn. Heim I. 1811. Oct. 1.5. Dr. Ricken, Heinrich Christoph, kgl. belg. Leibarzt zu Brüssel, cogn. Wcickart I. 1825. Nov. 28. Dr. von Ringseis, Johannes Nepo- muk, kgl. baier. wirkl. Geh. Rath, kgl. Obermedici- iialrath und Vorstand des Oherraedicinal- Ausschusses im kgl. Staatsministerium des Innc rn, ord. Prof. der Klinik, Pathologie und Therapie an der kgl. Ludw.- Max. -Univ. und quiesc. Primärarzt am Kranken- hause zu München, ord Mitgl. der kgl. haier. Akad. der Wissenschaften daselbst, cogn. W. llamillnn I. 1825. Nov. 28. Dr. Ritgen, Ferdinand August Maria Franz, Freiherr von, grosshcrzogl. hess. Geh. Rath, Senior der grosshcrzogl hess. Landes-Univ, Giessen, ord. Prof. der Psychiatrie, der Geburtshülfe u. med. l'olizii an der Univ. zu Giessen. Landes -Hebani- iiienh'lirer an der Ilebammenschule zu Giessen und Director der akadem. gebürtshültl. Klinik und der Sammlungen gehurtsliülH. Instrumente, sowie der Entbindungsanstalt daselbst, cogn. Ilocderer. 1858. Aug. 15. Dr. Rive, August de la, cmerit. Prof. der Physik an der Akademie zu Genf, cosn. Saiissurc IV ^- 11 70 l 1833. Aug. 3. Dr. Röper, Johann August Oiristian, ord. Prof. der Medicin, Zoologie und Botanik, Di- rector des botan. Gartens und erster Biblothekar an der Univ. zu Rostock, cogn. Lachenalms. 1858. Nov. 1. Dr. Rössler, Carl, Mineralog und Fa- brikant zu Hanau, Director der Wettcrauischen Ge- sellschaft für die gesammte Katurkunde daselbst, cogn. Leop. v. Buch II. 1856. Sept. 16. Dr. Rokitansky, Carl, k. k. österr. Reg -Rath, ord. Prof. der patholog. Anatomie an der k. k. Univ. in Wien, Vorstand des patholog.-anatom. Museums und Prosector am grossen k. k. allgem. Krankeuhause daselbst, wirkl. Mitglied der k. Aka- demie der Wissenschaften und Präses der k. k. Ge- sellschaft der Aerzte in Wien, cogn. Schröckius. 1854. Nov. 1. Rothkirch, Hugo Bernhard Sigismund Freiherr von, Gutsbesitzer auf Gross- und Klein- ^ Schottgau bei Breslau und Privatgelelirter der Ma- thematik und Physik, auch Privatassistent bei der kgl. Sternwarte zu Breslau, cogn. Boguslaicshy. 1838. Aug. 3. Roxburgh, Jacob, Hauptmann bei der englisch - ostind. Armee zu Calcutta, cogn. William Boxburgh II. 1829. Juni 10. Dr. Rüppcl, Wilhelm Peter Eduard Simon, Privatgelehi'ter der Zoologie und prakt. Arzt, Director der Senckenbcrgischen Naturforschergesell- schaft zu Frankfurt a. M., 1817 bis 1834 reisender Naturforscher in Afrika, cogn. Bruce. 1821. Nov. 28. Dr. Rumpf, Ludwig, ord. Prof. der Mineralogie und Geognosie, der Chemie und Phar- macie an der Univ. zu Würzburg, cogn. Bruenickius. 1853. Dec. 1. Dr. Rust, Moritz August, prakt. Arzt zu Lexington im Staate Kentucky in Nordaiucrika, cogn. ßust. 1853. Aug. 15. Dr. Sadebeck, Benjamin Adolph Moritz, Prof. der Naturgeschichte und Mathematik am St. Maria-Magdaleuen-Gymnasium zu Breslau, cogn. Gauss. 1819. Oct. 18. Salm-Rcifferscheid-Dyck, Joseph Franz Maria Anton Hubert Ignatz, Fürst und Alt- graf von, Botaniker und kgl. preuss. Oberst u. Chef des 17 Landw.-Regiments, Mitglied des Hei-renhauses im kgl. pr. Landtage, zu Dyck bei Neuss, Kreis Düsseldorf, cogn. Xeuxis. 1855. Jan. 7. Sattler, Georg Carl Gottlieb, Chemiker und Fabrikant zu Schweiufurt, cogn. Goettling I. 1856. Jan. 1. Sattler, Jens Caspar, Chemiker und Fabrikant zu Schweinfurt, cogn. van Helmont. 1853. Aug. 15. Dr. Sauveur, Gottheit, kgl. Com- missair und Secretair im Obersanitätsrathe, bestand. Secretair der Akademie der Medicin, Bureauchef im Ministerium des Innern und Mitglied der Administra- tions-Commission des Museums zu Brüssel, cogn. Tabernaemontanus III. 1854. Mai 1. Dr. Schacht, Hermann, Privatdocent der Botanik au der Univ. zu Berlin, cogn. Botinct. 1857. Sept. 3. Dr. Schäffer, Carl Julius Traugott Hermann, ausserord. Prof. der Mathematik, Astro- nomie und Technologie an der Univ. zu Jena und Lehrer am landwirthschaftl. Institut daselbst, cogn. Fulton. 1858. Jan. 20. Dr. Schaffgotsch, Franz Gotthard Johann, Graf von, Physiker und Chemiker zu Berlin, cogn. Savart. 1856. Aug. 22. Dr. Schauenburg, Carl Hermann, prakt. Arzt und Privatdocent der Medicin, C'hirurgie und Augenheilkunde an der hgl. rhein. Fricdr.-WiUi.- Univ. zu Bonn, cogn. Loschge. 1852. Jan. 2. Dr. Schenk, August von, ord. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an der Univ. zu Würzburg, cogn. Heller. 1835. Aug. 3. Dr. Schimper, Carl Friedrich, Privat- gelehrter der gesammten Naturwissenschaften zu Schwetzingen bei Mannheim, cogn. Galilei I. 1855. Nov. 1. Dr. Schindler, Heinrich Bruno, kgl. preuss. Saiutätsrath, prakt. Arzt und Präsident der Gesellschaft der Arzte Schlesiens und der Lausitz zu Greift'enberg in Schlesien, cogn. l'lotiims. 1821. Nov. 28. Dr. Schinz, Heinrich Rudolph, Clior- herr, emerit. ord. Prof. der Naturgeschichte u. Zoo- logie und Director der zoolog. Sammlungen an der Univ., früher Mitglied des grossen Rathes u. Zeug- herr zu Zürich, cogn. Aldrovandus II. 1822 Nov. 28. Dr. Schleehtendal, Dietrich Franz Leonhard von, ord. Prof. der Medicin und Botanik und Director des botan. Gartens an der Univ. zu Halle, Mitherausgeber der „botan. Zeitung," cogn. ElshoU. 1826. Nov. 28. Dr. Schlegel, Hermann, Conservator des kgl. niederländ. uatiu-histor. Reichsmuseums und verd. Ornitbolog zu Leyden, cogn. Meyer. 1838. Jan, 1. Dr. Schieiden, Matthias Jacob, gross- herzogl. Sachsen -weimar. Hofrath, ord. Prof. der Jledicin und Dh'ector des botan. Gartens an der Univ. zu Jena, cogn. Malxnghi II. 1857. Febr. 18. Dr. Schlossb erger, Julius Eugen, ord. Prof der Chemie und Physiologie unil Vorstand des alten ehem. Lahoratonums an der Univ. zu Tü- bingen, cogn. Schüblcr. 1852. Jan 2. Dr. Schmidt, Johann Anton, ord. Prof. der Botanik an der Univ. zu Heidelberg, cign. Vogel. 1843. Oct. 15. Dr. Schnizlein, Adalliert Carl Friedr. Hcllwig Conrad, ausserord. Prof. der Botardk und Director des botan. Gartens an der Univ. zu Erlan- gen, cogn. Lobelius II. 1857. Sept. 3. Dr. Schöman, Ignatz Franz Xaver, Prof. ordin. honor. der medicin. Facultät an der Univ. zu Jena, sowie ord. Stadt- und Landphysikus da- selbst, cogn. Beer. 1858. Aug. 15. Dr. Schönbein, Christian Friedrich, ord. Prof. der Chemie und Director des chemischen Laboratoriums an der Univ. zu Basel, cogn. Berth. Schwarz. 1844. Oct. 15. Dr. Schonloin, Johann Lucas, kgl. preuss. wirkl. Geh. Ober-Medicinalrath mit dem Range eines Rathes 1. Cl., erster Leibarzt des Kö- nigs von Prcusscn, ord. Prof. der Pathologie und Therapie an der kgl. Univ. und Director der med. Klinik, ord. Prof. und Director der kgl. med -chinirg. Militairakademie, sowie vortragender Rath im Mini- sterium der Medicinalangelegenheiten zu Berlin, cogn. Marcun I. 71 l!-41. Oct. 15. Dr. Scholtz, Johann Eduard Hein- rich, prakt. Arzt, Zoologe und Botaniker zu Breslau, cogu. d'ArgenviUe. 1845. Oct. 15. Dr. Schomburgk, Moritz Richard, Privatgelehrter der physikal., geograph. u. astronora. Wissenschaften und Landbesitzer in der deutschen Colonie Budisfelde bei Adelaide in Neu -Holland, cogn. John Harrison I. 1845. Oct. 15. Dr. Schomburgk, Sir Robert Her- mann, naturhistor. Reisender, kgl. grossbrit. Oberst- Lieutenant, Generalconsul und Geschäftsträger der kgl. grossbrit. Regierung bei dem König von Slam, cogn. Aublet. 1857. Aug. 4. Schott, Heinrich Wilhelm, Director der k. k. Hofgärten und Menagerie und Vorstand des k. k. botan Gartens für österr. Flora zu Schön- brunn bei Wien, corresp. Älitglied der k. k. Akademie der Wissenschaften in Wien, cogn. Vclloso. 1834. Juni 25. Dr. Schrön, Heinrich Ludwig Friedr , ausserord. Prof. der Astronomie an der Univ., sowie Director und Observator der grossherz. Sternwarte zu Jena, cogn. v. Zach I. 'i8l8. Nov. 28. Dr. Schubert, Gotthelf Heinrich von, kgl. baier. Geh. Rath, ehemal. ord. Prof. der allgem. Naturgeschichte und Naturphilosophie an der kgl. Ludw.-Max.-Univ. zu München und vormal. 1. Con- servator der mineralog., der zoolog. und zootom. Sammlungen des Staats, ord. Mitglied der kgl. baicr. Akademie der Wissenschaften zu München, cogn. Artemidorus. 1854. Mai 1. Dr. Schuchardt, Conrad Gideon Theo- dor, Docont der Botanik und Naturgeschichte an der kgl. Landwirthschaftsukademie zu Waklau bei Königs- berg und Dirigent des dasigen botan. Gartens, cogn. Lindenberg. 1S53. Mai 1. Dr. Schultz, Friedrich Wilhebn, Bota- niker und Mineralog zu Kron-Weissenburg im De- partement des Niederrheines, vorher Prof. der Na- turgeschichte am CoUegium zu Bitsch, cogn. W. D. J. Koch. 1822. Nov. 28. Dr. Schultz - Schultzenstcin, Carl Heinrich, ord. Prof. der Medicin, Physiologie u. Botanik an der Univers, zu Berlin, cogn. Eeichel l. 1833. Nov. 13. Dr. Schnitze, Carl August Sigis- mund, grossherzogl. badenscher Hofrath, ord. Prof der Medicin, vergl. Anatomie und Physiologie, sowie Director des anatom. Theaters an der Univ. zu Greifswald, cogn. Sevcrimis I. 1843. Oct. 15. Dr. Schulze, Gustav Otto, kgl.preuss Sanitätsrath und prakt. Arzt zu Berlin, cogu. van Sioinderen. 1858. Juli 23. Dr. Schulze, Johannes, kgl. preuss. wirkl. Geh. Ober-Regierungsrath, emerit. Vortrag. Rath und Director der Abtheilung für die Unter- richtsangelegeuheiten im kgl. Ministerium der geistl., Unterrichts- und Medicinal- Angelegenheiten, sowie Mitglied der Studiencommission für das Militair-Er- ziebungs- und Bildungs- Wesen in Berlin, cogn. Maecenas V. 1857. Nov. 1. Dr. Schweikert, Johannes Gustav, prakt. Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer zu Breslau, cogn. Hnhncmann. 1833. Aug. 3. Dr. Sroutetten, Heinrich Josi'ph, Oberarzt 1. Ol. des Militairhospitals zu Metz und Präsident der Gesellschaft der med Wissensch. von der Mosel, cogn. IHctet. 1852. Jan. 2. Dr. Sedillot, Carl Emanucl, ord Prof. der Medicin und Chinu-gie und Director der chirurg. Klinik an der med. Facidtät der Univ. zu Strass- burg, cogn. Heister 11. 1856. Sept. IG. Dr. Seeburger, Johann Ncpomuk Ritter von, k. k. Hofrath, erster k. Leibarzt und Hof-Protomedicus in Wien, cogn. v. Sorhait. 1853. Aug. 15. Seemann, Wilhelm Gottfried Eduard, Botaniker und Geolog, Mit-Rcdacteur des akadem. amtl. Journales „Bouplandia" zu Hannover, cogn. Loudon. 1852. Jan. 2. Dr. Segnitz, Gottfried von, Gutsver- walter und Botaniker zu Schweinfurt, cogn. M'uld- farth II. 1843. Oct. 15. Dr. Seubert, Moritz, Prof. der Bo- tanik an der polytechn. Schule und dem Museum, sowie Vorstand des Naturalicncaliinets zu Karlsruhe, cogn. BcHardi. 1852. Jan. 2. Dr. Seutin, Ludwig, Baion von, kgl. belg. Leibarzt und Generalstabsarzt der belg. Armee, ord. Prof. der Medicin und Chirurgie an der Univ., sowie Director der clmurgischen Klinik und Ober- wundarzt am St. Peter-Hospitalo zu Brüssel, cogn. ScuUehts. 1854. Nov. 1. Dr. Siehe], Julius, prakt. Augenarzt, Präses und Prof. des klinischen Privat-Instituts für Augenheilkunde, Augenarzt und Lehrer in den k. Erziehungsliäusern der franz. l'',hrenlegion, im Kran- kenhause und dem Wohltiiätigkeitsbüreau des 1 1 Arroudissemeuts der Stadt Paris und Präsident der entomolog. Gesellschaft von Frankreich zu Paris, cogn. Jiirine. 1810. Nov. 30. Dr. Siebold, Carl Theodor Ernst von, ord. Prof. der Physiologie, vergl. Anatomie und Zoologie an der kgl. Lud,-M;i.x.-Lfniv. zu Münclien und erster Conservator der physiolog -anatom. und der zoolog. -anatom. Samndungen des Staates, ord. Mitglied der kgl. baier. Akademie der Wissenschaften zu München, cogn. Siebold. 1822. Juni 2ö. Dr. Siebold, Philipp Franz von, Obrist a. D. beim Generalstab des kgl. niederl. Me- dicinalwcscns und ehemal. Prof. der Naturwissen- schaften in Leyden, jetzt zu Bonn, cogn. Casserius. 1853. Jan. 2. Dr. Siemers sen., Joachim Friedrich, prakt. Arzt und Naturforscher zu Hamburg, cogn. ün^er. 1S40. Nov. 30. Dr. Sismonda, Angelus, Ritter von, ord. Prof. der Mineralogie und Director des minera- log. Museums an der Univ. zu Turin, Mitglied des kgl. BergcoIIegiums und der kgl. Akademie der Wis- senschaften daselbst, cogn. Moro. 1856. Sept. 16. Dr. Skoda, Joseph, ord. Prof. der medicin. Klinik an der k. k. Univ. und wirkl. Jlit- glied der k. k. Akademie der Wissensch. in Wien, cogn. Mainr. 18.55. Mai 1. Dr. Skofitz, Alexander, Magister der Ph.irmacic und Director des bofan. Tauschvereins, \ 72 ^— y-'O— P sowie Herausgeber des „Österr. bot. Wochenblatts" U zu Wien, cogn. Hoppe III. 1849. Oct. 15. Dr. Smee, Alfred, Chirurg bei der Bank von England und ]\Iitglied der Royal Society, Physiker und Technolog zu London, cogn. Ritter. 1853. Aug. 15. Smith, Johann, Botaniker, Mitglied der Linne'schen Gesellschaft und Curator des kgl. botan. Gartens zu Kew bei London , cogn. Kun.ie. 1828. April 7. Dr. Soemmerring, Dettmar Wil- helm, herzog!, sachseu-coburg. Hofrath, prakt. Ai'zt und Secretair der Senckenberg. Gesellschaft zu Frank- furt a. M., cogn. Zmn. 1846. April 20. Dr. Sonder, Otto Wilhelm, Bota- niker und Apotliekenbesitzer zu Hamburg, sowie Mitglied des Gcsundheitsraths für Pharmacie daselbst, cogn. Seha 111. 1838. Aug. 3. Dr. Spach, Eduard, wirkl. Gustos beim Herbarium des Museums der Naturgeschichte zu Paris, cogn. Blair. 1851. Jan. (5 Spence, Wilhelm, Entomolog zu Lon- don, JMitglied der Royal Society und entomolog. Ge- sellschaft daselbst und der Linne'schen GeseUschaft zu London und Stockholm, cogn. Brury. 1853. Aug. 15. Dr. Spengler, Ludwig, herz. nass. Hofrath, Mitglied des herz. Medicinal-CoUegiums und Badearzt zu Ems, sowie Redacteur der „Baineolog. Zeit.", cogn. Thilenius. 1835. Aug. 3. Dr. Speranza, Carl, Prof. emerit. der speciellen Therapie und klin. Medicin an der herz. Univ. zu Parma, Präsident der med. Facultät an der k. k. Univ. zu Pavia, cogn. Tissot. 1844. Oct. 15. Dr. Stahl, Friedrich Carl, Prof. der Medicin an der kgl. Ludw.- Max. -Univ., Direotor und Oberarzt der Irrenanstalt zu München, cogn. Aclcermmin. 1858. Aug. 15. Dr. Steenstrup, Johann Japetus, ord. Prof. der Zoologie und Director des zoolog. JMuseums an der kgl. ,Univ. zu Copenhagen, cogn. Abilf/aard II. 1857. Mai 1. Dr. Steetz, Joachim, prakt. Arzt und Botaniker zu Hamburg, d. z. Vice-Präsident des na- turwissenschaftl. Vereins und Secretair der Museiuns- Comraission daselbst, cogn. J. JE. Sinith. 1820. Nov. 28. Dr. Stein, Georg Wilhelm, ehemal. Prof. der Geburtsbülfe und Director der geburts- hülfiichen Khnilc, jetzt Privatgelehrter zu Bonn, cogn. Steinius. 18.52. März 13. Dr. Stein, Samuel Friedrich Natha- nael, ord. Prof. der Physiologie, Zoologie u. Botanik und Director des zoolog. Cabincts an der Univ. zu Prag, cogn. Buher. 1846. Oct 15. Dr. Steinheil, Carl August, kgl. baier. Ministeriah'ath und techn. Beirath im Ministerium des Handels und der öfi'entl. xVrbeiten, Conservator der mathemat.-physikal. Sanuiilungen des Staats und Prof der Mathematik, Astronomie und Physilc, In- haber einer optischen, physikal. und astronomischen Werkstätte in München, ehemal. k. k. Sectionsrath und Chef der Telegraphie in AVicn, ord. Mitglied der kgl. baier. Akademie der Wissenschaften und der naturwissensch. -techn. Comiuission derselben, cogn. .John Harrison 11. 1850. Febr. I. Dr. Stenzel, Carl Gustav Wilhelm, Lehrer der Naturwissenschaften an der ersten liö- hern Bürger- und Realschule am Zwinger zu Bres- lau, cogn. Beichel II. 1857. Oct. 21. Stephan, Franz Victor, k. Hoheit, Erzherzog von Österreich, k. k. Feldmarscliall-Lieu- tenant und Inhaber des k. k. Österreich. Infanterie- Regiments No. 58, Botaniker und Geognost zu Schaumburg im Herzogthum Nassau, cogn. Ilero- philus VIII. 1855. Mai 1. Dr. Strobel zu Primiero, Pellegrin von, Prof. der Naturgeschichte an der Univ. zu Pia- cenza, cogn. Schroetcr III. 18.Ö8. Aug. 15. Dr. Struve, Friedrich Georg Wil- helm von. Exe, k. russ. Geh. Rath und Director der k. Sternwarte zu Pulkowa bei St. Petersburg, cogn. Bessel. 1851. Jan. 6. Dr. Sturm, Johann Heinrich Christian Friedrich, Magister der freien Künste der Akademie zu Gottysbourgh in Pennsylvanien, Nord -Am., Na- turhistoriker, leonogi'aph und Herausgeber der „deut- schen Fauna und Flora" von Dr. Jac. Sturm zu Nürn- berg, cogn. Sturm I. 1851. Jan. 6 Dr. Sturm, Johann Wilhelm, Natur- Iiistoriker und Magister der freien Künste der Alca- demie zu Gottysbourgh in Pennsylvanien, Iconograph und Mitherausgeber der „deutschen Faimau. Flora" von Dr. Jac. Sturm und Secretair der naturhistor. Gesellschaft zu Nürnberg, cogn. Sturm IL 1847. Oct. 15. Dr. Sullivant, William Starling, Pri- vatgelehrter der Botanik zu Columbus in Ohio, cogn. Schiveinilz. 1857. Mai 1. Dr. Szokalski, Victor Felix, prakt. Arzt und Augenarzt, Director des ophthalmiatrischen Instituts zu Warschau, cogn. WooViousius. 1843. Oct. 15. Dr. Tchihatcheff, Peter von, k. russ. t'anunerherr und naturhistorischer Reisender in Kleinasien, jetzt zu Paris, cogn. J. G. Gmeliii. 1835. Aug. 3. Dr. Tenore, Michael, ord. Prof. der Botanik und Director des botan. Gartens an der Univ. zu Neapel, cogn. Colonna. 1824. Nov. 28. Dr. von Textor, Joseph Cajetan, kgl. baier. Geh. Rath, ord. Prof. der Chirurgie, Du'ector der chirurgischen Klinik an der Univ. und Oberwundarzt des Juliushospitals zu Würzbm-g, cogn. Saibatier. 1826. Nov. 28. Dr. Themmen, Cornelius Johannes Notabele, prakt. Arzt, Wundarzt tmd Geburtshelfer zu Deveiiter in der belg. Provinz Oberyssel und Vicepräsident der Provinzial-Medicinal-Coramission in Oberyssel, cogn. Driessen. 1843. Oct. 15. Dr. Thomae, Carl, Prof. der t:hemie und Pliysik am herzogl. landwu'thschaftl. Institut und der Gewerbeschule , auch Director des natur- histor. Museums zu Wiesbaden, cogn. Pohjeryus. 1S53. Aug. 15. Dr. Thomson, Thomas, Mitghed der Royal Society und der Linne'schen Gesellscliaft in London, Director des botan. Gartens zu Calcutta, cogn. Hamilton II. 18^8. Mai 19. Dr. Tiedemann, Friedrich von, gross- herzogl. badischer Geh. Rath zu München und ord. Mitfflied der kgl. Akademie der Wissenschaften da- i 73 -~s^ l selbst, elipmaliiiem oidentl. Profes^'or der Anatomie und Physiologie au der Univ. zu Hoidelltcrg, cogn. Camper II. 1856. Jan 1. Tomniasini, Mutius Joseph Spiritus, Ritter von, k. k. Gubernialrath und Uürgernieister der kgl. freien Stadt Triest, cogn. ScojjoU IV. 1635. Aug. 3. Dr. Torrey, Johann, ord. Prof. der Chemie und Botanik am physikal. Collegium zu Xcw-York, cogn. Gronovins II. 1820. Nov. 'iS. Dr. Treviranus, Ludolph Christian, ord. Prof. der Naturgeschichte und Bottiuik und Director des botan. Gartens an der kgl. rhein. Fricdr.- Wilh.-Univ. zu Bonn, cogn. Halesius. !8i9. Ott. 15. Trcvisan, Victor Benedict Anton Graf von. Privatgelehrter und Mitglied der k, k. Akademie der Wissenschaften zn Padua, cogn. Phche I. 1S5I. April 9. Dr. Tronipco, Benedict, kgl. sardin. Leibarzt zu Turin, cogn. Sydenham II. 1851. März 15. Dr. Troschel, Franz Hermann, ord. Prof. der vergl. Anatomie, Zoologie u. allgem. Na- turgeschichte und Mitdirector des zoolog. Museums an der kul. rhein. Friedr.-Wilh -Univ. zu Bonn, cogn. Goldfm.?. 1859. Aug. 15. Dr. Troxler, Ignaz Paul Vital, emerit. ord. Prof. der Medicin und Philosophie an der Univ. Bern, berühmter schweizer Arzt und Privatgelehrtcr der Medicin und l'hilosophie in Aarniatt bei Aarau, ehemal. Mitglied des Grossen Piaths vom Canton Aar- gau, cogn. Ilaller III. 1845. Aug. 25. Dr. Tscliudi, Johann Jacob Baron von, Naturhistoriker und Gutsbesitzer auf Jacobihof bei Wiener-Neustadt in Niederösterreich, naturhistor. Reisender in Brasilien und Peru, cogn. Ulloa. 1849. Oct. 15. Tuckermann, Eduard, Mag. art., Prof. der Naturgeschichte und Botanik an der Aka- demie zu Amherst in Newhampsliire im nordamerik. Staate Massachnsets, Jlitgliod der amerikan. Akade- mie der Künste und Wissenschaften in Boston, cogn. Bertram. 1857. Mai 1. Tulasno, Louis Rene, Adjunct der Na- turgeschichte und Botanik am Museum der Naturge- schichte zu Paris und Jlitglied des Instituts von Frankreich, cogn. Michelins II. 1857. Oct. 1. Dr. Tyndal, Johann, Prof. der Physik an der kgl. Institution von Grossbritannien u. Mit- glied der kgl. Gesellschaften der Wissenschaften zu London und Ilarlem, cogn. Oerstedt II. 1857. Jan. 5. Dr. Ule, Otto Eduard Vinzenz, natur- histor. Schriftsteller, Redaetcur und Herausgeber der naturhistor. Zeitschrift: „Die Natur" zu Halle, cogn. Fluche II. 1833. Aug. .3. Dr. Ungcr, Franz Xaver, Prof. der Botanik an der Univ. u. Jlitglied der k. k. .Vkademie der Wissenschaften zu Wien, cogn. Uillwi/ii. 1835. Aug. 3. Dr. Valentin, Gabriel Gustav, prakt. Arzt und ord. Prof. der Physiologie an der Univ. zu Bern, cogn. Steinhttch. 1858. Aug. 15. Dr, Vi dal. Iguaz, ord. Prof. der Me- dicin und Physiologie, sowie Director des zoolog. Museums an der l'niv. zu Valencia in Sii.-inicn, eogn. Mercalus. Dr. Vireliow, Rudolph, ord. Prof. der °) natomie und der allgem. l'atholopie, Di- C I85'2. Jan. 2. patholog. .\n! rector des patholog. Instituts an der Univ. und diri- girender Arzt am Chariti'-Kraukenhause zu Berlin, cogn. Düllingcr. 1S44. Oct. 15. Dr. Visiani, Robert de, ord. Prof. der Botanik an der Univ., Director des botan. Gar- tens und Präsident der k k. Akademie der Wissen- schaften zu Padua, cogn. ISnccmc II. 1853. Aug 15. Dr. Vleminckx, Johann Franz, Ge- neral-Inspector des Gesundheitsdienstes in der belg. Armee und ehemal. Präsident der kgl. med. Akade- mie zu Brüssel, cogn de Uaen III. 1818. Nov. 28. Dr. Vogel, Heinrich August von, kgl. baier. Geh. Hofrath, uhenial. ord. Prof der Chemie und Couservator des ehem. Laboratoriums an der kgl. Lud\v.-Ma.\.-Univ. zu München, cogn. Bcrc/miimiHS. 1853. Jan. 2. Vortisch, Ludwig Christian Heinrich, evang. Pfan-er zu Satow im Grossherzogth. Mecklen- burg-Schwerin, Geolog, Mineralog und Geognost, cogn Burnet. 1837. Aug. 0. Dr. Vriese, Heinrich Wilhelm de. ord. Prof der Botanik in der uaturwissensch. Facultät und Director des botan. Gartens der Univ. zu Ley- (len, gegenw. naturhistor. Reisender und kgl. nieder- läud. General-Iuspector der Culturen in niederländ. Ostindien, Mitglied der kgl. Akademie der Wissen- schaften in Amsterdam, cogn. Wachcndorff. 1S26. Nov. 28. Dr. Vrolik, Gerhard, kgl. holländ. Staatsrath, ordentl. Professor der Anatomie und Präsident der eliirurg. Akademie zu Amsterdam, cogn. WaUher I. 1829. Juni 10. Dr. Vrolik, Wilhelm, ord. Prof. der Anatomie, Physiologie u. Pathologie, sowie bestand. Sccretair der kgl. Akademie der Wissenschaften zu Amsterdam, cogn. liackfr I. 1853. Jan. 2. Dr. Wagener, Guido Richard, prakt. Arzt und Privatdocent der .Aledicin an der Univ. zu Berlin, cogn. Bremser II. iy.')7. Juli 1. Dr. Wagner, Johann .\ndreas, ord. Prof. der Zoologie und Paläontologie an der kgl. Ludw -Ma.x.-Univ. zu München, Couservator der pa- läontolog -zoolog. Sammlungen und zweiter Couser- vator der zoolog. -züotoni. Sanmilungen des Staats, ord. Mitglied der kgl. baier. Akademie der Wissen- schaften daselbst, cogn. Schreher III. 1835. Aug. 3. Dr. Waitz, Friedrich August Carl, ehemal. kgl. niederländ. Stadliiliysikus und prala. Arzt zu Samarang, zuletzt in Buitenzorg auf Java, cogn. Crislocal da Costa. 1854. Mai 1. Dr. Walz, Georg Friedrich, Privatdo- cent der Chemie und Pharmacie an der Univ. und Director des chcm.-pharmaccut. Laboratoriums und eines pharmaceut.-chem. Lildungs-lnstituts zu Hei- delberg, Aj)othekeiibesitzer und General- Vorstand des allgem. süddeutsch. Apotheker- Vereins , cogn. nndrbrandl II. 1843. Oct. 15. Watson, Hcwctt (ottnl, Mitglied der Linne'schen Gesellschaft in London, l'rivatgelelirtcr der Botanik zu ThamesiUtton Common bei Kingston in der Grafsch. Surrey, cogn. lUnnond 74 ^ 18M. Nov. 28. Dr. Weber, Moritz Ignaz, ord. Prof. der Anatomie und Prosector des anatom. Instituts iui der kgl. rliein. P'riodr.-Wilh.-Univ. zu Bonn, cogn. Jxolfinkius. 1858. Aug. 15. Dr. Weber, Ernst Heinrich, ord. Prof. der aUgem. und spec. Anatomie und Pliysio- logie und Director des anatom. Tlieaters an der Univ. zu Leipzig, cogn. Casp. Peiicer. 1858. Aug. 15. Dr. Wedel, Ernst Eduard Ludwig, gi'ossherz. sachs.-weimar. Leibarzt und Mediciualrath und prakt. Arzt zu Jena, cogn. Peter Frank IL 1858. Felir. 14. Weigelt, Joliann Ludwig Piobert, Oruitliolug und Pliotograph und wii-kl. Mitglied der scldes. Gesellscliaft lür vatcriänd. Cultur zu Breslau, cogn. Phöbiis III. 1856. Mai 3. Dr. Weiss, Conrad Rudolph Guido, Arzt, Literar-Historiker in Berlin, Herausgeber der Zeitschrift des CentralvereLns in Preussen für das Wohl der arbeitenden Classen, cogn. Andr. Cnöffel. 1837. Aug. 3. Dr. Weiten web er, Wilhelm Ru- dolph, Ober-Stadtpliysikus, prakt. Arzt und bestand. Seeretair der kgl. böhm. Gesellschaft der Wissen- schaften und der naturhistor. Gesellschaft „Lotos" zu Prag, cogn. Mogalla. 1821. März 12. Dr. Wenderoth, Georg Wilhelm Franz, kurfürstlich hessischer Geh. Medicinalrath, ord. Prof. der Medicin und Botanik, sowie Director des botan. Gartens an der Univ. zu Marburg, cogn. Mönchius. 1857. Oct. 1. Westwood, Johann Obadiah, Privat- gelehrter der Natiu-wisscnschaften imd Entomologie, Inspector der Hopeianischen Sammlungen an der Univ. zu Oxford, Mitglied des Verwaltungs- Aus- schusses des archäolog. Instituts von Grossbritannien und Irland, der Linue'schen und der entomologischen Gesellschaft zu London, sowie der von Frankreich, cogn. Hüber. 1832. Aug. 3. Dr. Wight, Robert, Arzt und Privat- gelehrter der Botanik zu Reading bei London, Mit- glied der Royal Society, der Linue'schen u. Garten- bau-Gesellschaft in London, cogn. Eoxbourgh I. 1&56. April 15. Dr. Wildberger, Johannes, Director der Orthopäd. Heilanstalt zu Bamberg, cogn. Stark. 1841. Oct. 15. Dr. Wimmer, Christian Friedricli Heinrich, Prof. der Naturwissenschaften u. Director des kgl. Friedr.-AVilh. -Gymnasiums zu Breslau, cogn. Günther. 1852. Jan. 2. Dr. AVirtgen, Philipp, Lehrer der Naturgeschichte und Botanik an der höhern Stadt- schule, Begründer und Vorstand des naturlüstor. Ver- eins zu Coblenz, cogn. Jßrhart. 1858. Aug. 15. Dr. Wohl er. Friedrieb, kgl. hannov. Obermedicinalratli, ord Prof. der Chemie und Phar- macie und Director des ehem. Laboratoriums an der kgl. Univ zu Göttingen, cogn. BerieUus. 1823. Nov. 28. Dr. Wolf gang, Johann Friedrich, k. russ. CoUegienrath, emerit. ord. Prof. der Pliar- macie, Pharmacologie und gerichtl Chemie an der vornial. k. Univ. zu Wilna, jetzt zu Poluknie im Troki'schen Kreise, bei Wilna, cogn. PanJlus. 1822. Nov. 28. Dr. Young, Georg, Präsident der Chirurg. Akademie zu London, cogn. Hunter. 1813. Oct 15. Dr. Zanardiui, Johann, prakt. Arzt und Privatgelelu'ter für Algenkunde zu Venedig, Mitglied des k. k. venet. Instituts der Wissenschaften und Künste daselbst, cogn Donali. 1849. Oct. 15. Dr. Zantedeschi, Alibe Franz, ord. Prof. der Physili an der Univ. zu Padua, cogn. ElJcr. 1847. Oct. 15. Dr. Zeis, Eduard, dirigirender Ober- arzt der Chirurg. Abtheilung des Stadtkrankenhauses und prakt. Arzt zu Dresden, cogn. Taliacotius. 1856. Aug. 22. Dr. Zeising, Adolph Daniel Georg Heinrich Theodor, ehemal. Prof. und Conrector am herzogl. Carls-Gymnasium zu Bernburg, z. Z. Privat- gelehrter der Naturwissenschaften zu München, cogn. Paracclsus III. 1858. März 6. Dr. Zcpharovich, Victor Leopold, Ritter von, k. k. ord. Prof. der Mineralogie an der Jagellonischen Univ. zu Krakau, vorm, Reichsgeologe bei der k. k. geolog. Reichsanstalt zu Wien, cogn. Mohs. 1847. Oct. 15. Zeiher, Carl Ludwig Philipp, Bota- niker und naturhistor. Reisender in den südafrikau Staaten und von 1819 — 1851 Botaniker am Pflanzen- garten in der Kapstadt am Vorgebh-ge d. g. Hoifuung, cogn. Bergius III. 1857. Oct. 11. Dr. Zillner, Franz Valentin, Primär- arzt der Landes - Irrenanstalt und ordiu. Arzt am Leprosenliause zu Salzburg, Mitglied des dasigen Va- terland. Museums und des Gemeinderaths der Lan- deshauptstadt, cogn. Auenbrugger. 1837. Aug. 3. Dr. Zimmermann, Heinrich August Wilhelm Edler von, k. k. österr. Miütair-Stabs- und Chef- Arzt des Tyrnauer luvalidcnhauses zu AVien, cogn. Severiiius III. 1844. Oct. 15. Zincken, Johann Carl Ludwig, herz, anhalt-bernb. Oberbergrath, ord. Mitglied der herz. Regierung und Director des gesammteu Berg- und Hüttenwesens zu Bernburg, cogn. Lasius. L '^&; Duicli alle ßiiclilHirKllLin{.'en ist zu liahuii : futfd)lanliö JiiubljMjfr im Uinter, Ein Beilrag zur Forslhulaiiik von L)r Oll. HfiOffuimm, rrolessor an der Küiiigl. Sachs. Akiuleniie fiir Forst- und Landuirthe zu Tharand. Mit 103 nach Orifinal- zeiclinnngen des Verfassers ausgefulirteu üolzschnillen. Lex. 4. Preis IV2 Thlr. Dresden, G. Sclionfeld's liuchliandlung (C. A. Werner). Die Lileralur liut bis jetzt noch kein Werk iiber die Lacdihulzer im blattlosen Zustande; die vcr- (lienslvolle Arbeit des Herrn Verfassers wird daher gewiss Forstwi r llie n, Botanikern etc. erwünscht k online II. -eoL ^ 75 V Zum ermiissigten Preise i»t iliircli alle biicIiliaiiHlun^eii zu lie/.iclien : Synopsis Plantarum SCHI cmiiiuM-alio sysloiiialica plaiiiarum, pleniuiqiie adliuc ccMnilaniiii cum dillVTciiliis sporiiicis cl synonyinis seleclis ad luoiliiiii Pcrsocmii ciaborata aiiclore Dr. üav. Dietrich. 5 slaike Bünde in gr. 8vo. — Ladenpreis 30 ^, — Iierahgeselzt auf 7'/2 4'- Heillironn fWürlemlieri; l Mar/. 1859. Gebr. Dillmar, Messer laliri kanten. Ciitalogne ot UooUs in all nranches of i ^atlMi^l llislory pulilisliod (liiriiiü; \\\e last lorlj Years in llie liiilcä States oC America. Hiermit ist ein Werk vollendet, wie es der Wissen- scliaft ein dringendes Bedurfniss war nnd das jetzt von keinem Botaniker nnd luinsl<;;iilner mehr cnlhelirl «erden kann, ein Werk, welclii-m der als Botaniker so rülimlicli bekannte Verlasser '20 Jahre hindurch einen eisernen Fleiss gewidmet hat. Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen : I |ie Dunkr kr iegettttioii, ! 8. geh. In Couvcrt 1 Thir. Es enthalten diese aus dem praktischen Leiten hervorgei,'angene, praktisch erprobten und auf mehr als hnudertjahrif;e Erlahrung basirtcn .Mittel, die. jetzt durch einen Ükonomeii unil (ieirtner in der A'aiie Leipzigs hier mitgetheilt werden, unter Anderm : Das (ielieim- ni.ss der ausserordentlichen Vermehruugskunst des 1 Saatgetreides. — Das Geheimniss, wie man Blätter, ; Augen, Zweige, Stämme und .\ste, deren vielleicht lÜU.OOO an Bäumen und Slränchern vorhanden sind, in der Zeit von 'Z, '.i oder längstens 4 .Monaten, in eben- soviel Bäume umwaudclu kann, so dass die ^Vurzelu vom Baume hernnlerhäugen nnd ausschlagen und der- gleichen .Mittheilungen ^iele, die für Gärtner und I (iarleMlreunde von ausserordentliclistem Interesse, aber ' auch von unabsehbarcu! Nutzen sein müssen. ;Es wird nochmals besonders darauf hingewiesen, dass diese Mit- theilnngen lus der Praijs herrühren.) I Verlag \on L. (Jarcke in Naumburg und Leipzig. 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" " Torrey. — Planlae F 4to, Is. a new hy .lohn pp. 8 Washington, \i iiij.j. ■■••- orrey. — Planlae Fremontianae ; or, Description of l'lants collectcd by t'ol. .1. C FremoTil, in California, by John Torrey, F. L. .S. 10 Plates. 4to, pp. 24. \Vashinglon, 1S.")3. ■Js. 6 wilde Früchte und die Schaalthiere und Fische eines Meeres, das sie nicht zu befahren wag- ten, angewiesen waren. Es dürfte bei ihnen eine ähnliche Rolle wie die specifisch von Pleris aquilina kaum verschiedene Pt. esculenta bei den Neuseeländern gespielt haben, mit dem Unterschied jedoch, dass die Speisen, zu denen es genossen ward, idyllischerer Natur, als die Anthropophagen - Mahlzeiten jener Cannibalen waren. Wir bemerkten bereits, dass es noch in diesem Augenblicke seine Bedeutsamkeit nicht verloren hat und weit entfernt davon ist, etwa nur im Nothfall zur Anwendung zu kommen, obwohl es dann allerdings enie noch grossere Wichtigkeit gewinnt. Immer noch gilt Hum- boldt's beredte und menschenfreundliche Klage, die Islenos seien genothigt, Farnwurzeln als Gofio zu geniessen und allerdings beweist diese ärmliche Kost aufs Schlagendste das liefe Elend, in dem die unteren Volksschichten auf °j den Canaren leben. Zum Glück ist in dieser u Hinsicht im Lauf des gegenwärtigen Jahr- hunderts mancher Schritt zum Bessern ge- schehen. Auf unfruchtbarem Erdreich bleiben die Wedel des Adlerfarns meist klein: 1 bis 2 Fuss ist ihre gewöhnliche Höhe, hinter der sie häufig noch zurückstehn. Je niedriger, desto wolliger pflegen sie zu sein; auch werden sie in diesem Zustand häufiger als die grossen Exemplare fruclificirend angetroffen. Ob Indi- viduen von der gewaltigen Höhe von über 11 Fuss, wie Herr Dr. Schacht sie in Ma- deira fand, wo er sie auf der Serra de Fanal Pferden sanniil Reitern über dem Kopf zu- sammenschlagen sah, auch auf den Canaren vorkommen, weiss ich nicht. *) So hoch waren durchschnittlich die äusserst fettem Boden ent- sprossnen Heiechos des Tenteniguadathales. In Fuertaventura und Lanzarote sah ich keine Spur von Pteris aquilina. Da beide In- seln ganz oder grossentheils der heissen Küstenzone angehören, scheint dasselbe natur- gemäss von ihnen ausgeschlossen zu sein. Nur ein Name, der der Montana de los Heie- chos, eines vulkanischen Ausbruchskegels bei Ilaria im Neiden Lanzarole's möchte vielleicht dort auf die Möglichkeil eines immerhin be- schränkten Auftretens dieses Farns hindeuten. Dr. Carl Bolle. Cryptocoryne Koenigii. Als Retzius 1779 in den Observationen das Arum spirale beschrieb, blieb eine ver- wandte Pflanze, ebenfalls von J. G. Koenig in Indien gesamiiielt, wahrscheinlich wegen der Unvüllkonimcnheit des E.xemplars, oder viel- mehr der Theile von E.xemplaren, unberück- sichtigt liegen, die uns nun im Va hl 'sehen ') Noliciiis de la liisloiia generai de las Canaiias. I. p. 1.33. ') Pleris aquilina wird in Madeira nFeiteira" ge- nannt. Dorther slammende Exemplare zeigen die Un= terfliiche des Laubes eben so wollig als canarische; diese Belileidung tritt jedocli an der secundären Ra- cliis etwas weniger liervor. Die Hauptrachis ist, mit .\iisnahiiie ihres ohern Theils, kahl. Vielleicht dürften in dieser Hinsicht auch innerhalb der Canaren Ab- weichungen vorkurnnien ; denn AVebb und Berthelut sagen in ihrer Diagnose: rachi glabra vel pubescente. Jedenfalls idierwiegt jedoch numerisch die sehr rauhe Form, der alle von mir genauer betrachteten Q Individuen angehörten. ^ 81 Herhar, unter Bezeichnung „Arum ignotum, specimen niancum — Koenig Irui. or." zur An- siclil oelaiiiit. Es is( walirselieinlicli, dass die- selbe, wcleiie uns in keinem der vielen und reichen Herbarien , die wir zu unlersuciicn so gb'ickiicii \\aren, vorkam, so wie „Arum" oder nun „Cryplocoryne spiralis" in oder umTranque- bar gesammelt wurde und gestattet daher wo! die Annahme einer mehr beschränkten Ver- breitung. Aber niclil nur als langst aufgefundene und fdr uns dennoch neue Art, erregt diese Cryp- tocurync unser besondres Interesse, sondern, und vorzüglich als Species, durch welche dem Character der Gattung Cryptocoryne weitere Berichtigung wird ; denn wenn uns Crypt. spi- ralis Fischer die Verwachsung eines Cyclus von niehreiigen Ovarien, mit Einschluss eines zweiten abortirten zeigt, die Ähre der An- theren ohne folgender Appendix zu sein scheint; in Cr. lancifolia aber zweieiige Ovarien, mehrfach übereinandergcstelll und in Eins verwachsen vorkommen und kein deut- licher Appendix sich zeigt, so gewährt uns Koenigs Cryplocoryne die Wahrnehmung von vielen übereinander stehenden und verwacii- senen, aber eineiigen Ovarien mit vom Grund entsendeter Samenknospe, und ein deut- liches Appendicalende. Im Character na- turalis der Gattung sind daher die Ovaria als „uni- bi- I. pluri ovulala," die Ovula als fundifixa, lateiali cum axi connexione ovario- rum saepe quasi laleraliter exorla," den Spa- dix als j.appendice niagis minusve evoluta, cum spathae plica concretus" anzugeben. Was nun die übrigen mehr speciellen Merk- male der von Koenig entdeckten Cryploco- ryne betrill't , so sind diese fast eben so aus- gezeichnet. Das Blatt, welches nicht in ganzer Grösse vorhanden ist, besitzt im Exemplar eine Länge von Ib Zollen bei einer Breite von 8 — 9 Linien und ist der Form nach lanzettlich- lineur, nnt allmählig verschniiilerter Spitze. Nach unten zu scheint jedoch die Vcrschniä- lerung weit längern und daher sanftern Ver- lauf zu nehmen. Der Costaladern sind viele, auch noch am Plaltcnenile eMtS[)ringende vor- handen, die im langen fast aufrechten Verlauf, durch schief aufsteigende Oueräderciien ver- bunden werden. Von kaum minderer Länge g als der Blallsliel (das verjüngte untere Ende ja des Blatts) ist jener der Spatha, er niisst an Vj«-^ — i 2 Exemplaren W und 12 Zoll und hat eine Dicke von ohngelähr anderthalb Linien. Die fast 3 Zoll lange Kolbenludle, welche er un- terstützt , verlliesst unten mit seinem obersten Ende und bildet im ersten Drittel ihrer Länge die 3 Linien Durchmesser hallende verwach- sene Röhre, welche im zweiten Diiltcl (der Spatha) in eine klalTend geöffnete rialte über- geht, die in langer pfriemiger Spitze endend, das letzte Drittel der Hülle abgiebt. Noch muss iiinzugefügt werden, dass der Falten- lappen im Innern der Röhre der Sjjatha, über die Hälfte dieser hinabreicht. — .\in merk- würdigsten ist jedoch der Spadix selbst. Ein Viertel desselben bedi'cken die zahlreichen Ovaria (über 50) , welche in ihrer Gesammt- verwachsung fast die Kugelform annehmen. Etwas länger als ein zweites Viertel misst der nackte Axis zwischen der männlichen und weihlichen Ähre, während diese selbst wieder gleiche Länge miteinander haben, wofür aber das sehr kurz gestielte abgestutzt conische Appendicalende wieder kürzer als ein Viertel des ganzen Spadix sich darstellt und der Hälfte der nackten Axis gleichkommt. Aus dem eben Dargestellten wird sich jeden- falls die Eigenlhündichkeil der Art genugsam, herausstellen, einer Arl, die wegen der Länge der BlütluMistiele als in tiefern Wässern vor- kommend betrachtet werden muss. Wenn da- her für dieselbe der Name Cryptocoryne Koenigii von uns angewendet wird , glaidien wir nur einer Pflicht der Dankbarkeit gegen den längst Dahingeschiedenen uns entledigt zu haben , unser lautes Bedauern wegen der so lange entgangenen Kenntniss nur imilisam un- terdrückend. Indem wir nun noch in gebotener Kürze die Erkenuungsmerkmale dieser Cryptocoryne in der Knnstsiirache darbringen, lilauben wir auch für Fachgenossen das uns Mögliche zur künftigen weitern und erfolgreichern Forschung beigetragen zu haben. Cryplocoryne Koenigii. Folii lamina longe lanceolalo-linearis, basi Innge sensimque in petiolum angiislala, apice gradatim acuminala, venis coslalibus pluribus, ad apicem laminac usque exserlis, arreclo-procurrentihus, venulis oblique transverse-assurgentibus connexis. l'e- dunculus tenuis, debilis, pedalis circiter. Spa- tha tripollicaris, a medio leviliT prornrva, »il primain tertiam partem usqiic m ImIuiih. diame- ex 82 tro Irilineari, connala, deindo hiaiis et summa terlia parte iti cuspidem subulatam protensa, intus plica insiructa infra medium tubum des- cendente. Spadix lubi spatha fere loiigitudine, inferne ad quarlaiii partom ovariis plurimis in syncarpidium subglobosum connalis onustus; axi nuda inslrnclus quarla parle (spadicis) longiore, spica mascula deinde seculus femi- neam spicam aequante et appendice terminatus mascula spica breviore, axeos nudi vero lon- gitudinis dimidiuin aietiente in stipilem brevis- simum et clavam interstincta. Ovaria uni-ovu- lata, ovulo funiculo longulo affixo, fundifixo. Autlierae generis. — India orienlalis, forte Tranquebaria? 20, Febr. 59. H. W. Schott. IVeue Bücher. Reise in den cllicischen Taiiriis über Tarsus, von Dr. Theodor Kotscliy, Mitglied der Kais. Leop.-Carol. Akademie. Mit Vorwort vo» l'rol'. Dr. Carl Riller. Gotlia. Verlag von J. Perthes. 1858. 8vo. 443. p. Es iiat lange gedauert, ehe Dr. Kolschy's Freunde ihn vermocht haben, seine allzu- grosse Bescheidenheit bei Seile zu legen, und der Welt das Ergebniss seiner vielen grossen Reisen im Morgenlande mitzutheilen. Carl Ritter war, wenn wir nicht irren, der erste, welcher ihn schliesslich zu überreden wusste, die zu lange in der Mappe zurückgehaltenen Aufzeichnungen zum Gemeingut zu machen, und es ist meiir als zweifelhaft, ob der Ver- fasser sich jemals entschlossen iiaben würde, als Historiker seiner Reisen aufzutreten, wenn seine Freunde, weniger von seiner Tüchtigkeit überzeugt, ihre Überredungskunst unausgeübt gelassen hallen. Freuen wir uns, dass Dr. Kotschy endlich von den Ergebnissen seiner Arbeiten eine würdigere Meinung hegt, als er seither zu hegen schien, und hoil'en wir, er werde die nun kühn beschritlene Bahn als Reiseschriflsteller nicht eher verlassen, als bis er uns eine ebenso nmslündliche Beschreibung seiner übrigen Ausflüge geliefert hat, als er sie uns im vorliegenden Werke über den im cilicischen Taurus in Kleinasien liefert. — Wien am 31. Mai 1853 verlassend, schiffle er sich am 3. Juni in Triest ein, und begab sich über ,'-) Griechenland und Rhodos nach dem Hafen von Mersina, wo er ans Land stieg, um seine Reise i nach dem Innern Kleinasiens fortzusetzen und seine Forschungen über den Bulghar Dagh zu beginnen. Wir können leider dem Verfasser hier nicht auf seinen in versciüedenen Rich- tungen des cilicischen Taurus unternommenen Ausflügen folgen, oder auf die vielen geogra- phischen, geologischen, zoologischen, bota- nischen und anihropologischen Beobachlungen besonders aufmerksam machen, die auf den- selben gesammelt wurden; wir müssen uns damit begnügen, in einem längern Auszuge (p. 368 — 373) das Gesammtergebniss der For- schungen über die Verbreitung der Pflanzen auf dein Bulghar Dagii nntzuliieilen ; II Werfen wir einen Blick über das ganze Terrain, so sehen wir Ciliciens Ebene weit von Sanddiinen lind Binsen umsiiunit. Die Culturebene ist last ganz kahl, und wenn auch durch die Bodenverhältnisse dem I'flanzenwucbs höchst günstig, doch nur zu geringem Theile angebaut. Schon Mitte Februar erblühen die ersten Liliaceen, Banunculus etc.; bereits im April ist die üppigste Blumenl'ulle über das Ebenland bis zur Hohe von lOÜO Fuss ausgebreitet. Aus den ungefähr in der Mitte des Monats Juni vorgefundenen schon dürren Resten liess sich entnehmen, dass der grüsste Theil der hier wachsenden Pflanzen jenen der Litoral- flora des iMitlelmeeres angehört und nur durch ein- zelne ihr eigenthüniliche Repräsentanten ausgezeichnet werden mag. Zu diesen letztern gehören: Lagoiiy- chiuin Slephanianuui MB., Glycyrrhizopsis flavescens Boiss. mit Notliobasis syriaca, daselbst überall allge- mein verbreitet. Der seltenere Baumwuchs ist durch Pistacia Palaestina Boiss., Alnus Orientalis Decaisn., Celtis Tournel'ortii Lam. vertreten, zumal in den ersten Thälchen des sich bis lUÜO Fuss erhebenden Landes. Dieses mit kreideweisser Erde überzogene, sich bis 2000 Fuss fortsetzende wellige Hügelland ist aber bald mit niedrigem, dornigen (jesiräuch, v\elches im Früli- sommer durch Myrthcn, Oleander, kleine Terebinthen dunkelgrün ist, bewachsen, bald wieder kahl, weil nur einige zerstreut herumstehende, nach wenigen Wochen schon wieder verdorrende kraulartige Pflanzen in dem kargen Boden gedeihen. Nur stellenweise greifen auch einzelne Parthien von Pinus Carica Don. bis 1000 Fuss herab, doch sind dies meist zerstreute Biiume, mit tie- strüppen von Quercus Fenzlii Ky. durchsetzt. Die untere Waldregion, welche das ansteigende Hügelland etwa von 2000 — 3800 Fuss bedeckt, wird meistens von Pinus Carica Don. und P. Brulia Tenor gebildet, doch sind die Stände im untern Theile des untern Waldsaums nicht dicht genug, um die übrige Vegetation so einzuschränken, dass nicht ausser dem allgemein verbreiteten Arceuthos drupacea auch noch \iel verbreitet (Juercus Libani Oliv., Quercus Cerris L. und Q. syriaca Ky. vorkämen. Am allgemeinsten aber ist die Libanonkiefer (Pinus Brulia? Ten) zu sehen und bildet von 30ü0 Fuss an vorzugsweise den Wald- besland. Die Hugelrücken beleben Kermeseichen (0- Calliprinos Webb.), während die Thaltiefe Gruppen 83 \ l von Ziegeiibarleicheii aufweist. Dieser "anze untere Walilllieil von •iO0O-33ü0 Fiiss h;it also Kielerwälder von graugrüner Tarlic, welche sclion ihcilwcise in Wuchs, vollends aher in Farbe den Weyrnonlliskiel'crn gleichen. — Um die weit zerstreuten Ortscliaflen ge- deiht hier die Rebe vortrelTlith, so wie auch in dem ohern Theile die Cultur des Bodens sehr lohnend ist. So wird ein von Wald entblösster Landstrcifcn von 600—800 Fuss beinahe längs der ganzen Lehne bebaut, welcher zugleich den untern Waldtheil von dem ganz verschiedenen obern ScInvarzlührenwaM trennt. Es fiingt nanilich die zweite Waldregion in der Iliihe von 40110 l'iiss n\\. erhellt sich bis an die Alpentriften und bildet dort die Baumgrenze. Dieser obere Wald- complex ist ungefähr von 4000— .^000 Fuss vorherr- schend aus Schwarzföhren, in den Thalgründen aus Eichen und Arceuthos zusammengesetzt, doch sind weit zerstreut auch schon cilicische Tannen und saft- grüne wie graugrüne Cedern zu sehen. Das allge- meine Colorit über diesen Waldtheil ist ilemnach dunkelgrün. Hüher hinauf, von etwa 5000— 60U0 Fuss, wird l'inus Laricio Poir. durch P. Fenzlii Ant. et Ky. ersetzt; doch wächst diese immerhin nur spärlicher, indem meist Tannen und Cedern mit 1 Arten Baum- wacliholder (Juniperus e.vcelsa und J. foetidissima) den grüssten Theil des Waldes ausmachen. Cedern überziehen die steilsten Lehnen. Tannen lieben sanf- tere Stellen, Bauniwachholder gedeihen am besten im (irunde der mitunter etwas breilern und ebenem Thal- stellen. Die rothe Schwarzführe, wie sie die Türken nennen, tritt mit der grüssern Höhe der steilen Alpen- vorberge immer seltener auf, bildet jedoch selbst noch an der Baumgrenze einzelne starke Stämme. Die hier gegebenen Begränzungen der Waldregion, welche in 2 Haupt- und 4 Unlerabtheilungeu zerfallen, sind nicht streng nach der gegebenen Höbenangabe zu nehmen; es ist hiermit bloss ungefähr ein minierer Durchschnitt gegeben. Es ziehen sich ja in den feuch- teren und also auch kühlem Thälern die Bäume des obern Waldtheils mitunter 500 Fuss in dun tiefern Wald herab, wie dies die Baumgrenze ganz deutlich zeigt. Auf dem im Waldland die Thäler oft 1000 Fu.^s hoch scheidenden Bücken wächst die Ceder oft bis 6400 Fuss hinauf, während sie in den Thälern zu beiden Seiten gewöhnlich mit 5400 Fuss aufhört. Der- selbe Fall ist bei den niedrigem Waldgrenzen und je nach der SchrolTheit der Rücken und Tiefe der Thäler richtet sich auch die Begrenzung der Species. lieber der Baumgrenze liegt ein smaragdgrüner, mit vielen Blumen geschmückter Teppich hingehreitet. Es ist dies das von 6000-8000 Fuss bald steiler, bald sanfter aufsteigende üppige Weideland. Obwohl der Pllanzenwnchs nicht so dicht aneinander gedrängt ist, als bei uns, wie der Ürienl, so weit er mir bekannt ist, überhaupt keine Rasenbebleidung aufzuweisen hat, so stehen die Pflanzen hier doch so dicht au einander, dass der Boden, für einige Entfernung wenigstens, ganz von lachendem Grün bedeckt scheint, während sich dieser Anblick in der nächsten Umgehung nur selten und auch da nur unvollständig darhielel. Den Hauptcharakter verleiht dem Weideland der kraulartige Pflanzenwuchs. Alle Siräucher bleiben knapp an der Baumgrenze zurück, ja selbst höhere Stauden sind nur in den Thalliefeu an den suuiptigern Ufern der Bäche zu linden, wo besonders mannshohe Umbelliferen wuchern und den Thalgrund mit ihrem Laubdach decken, so Tomasinia Kolschyi, lleracleuin platytaeniuni. An den (Juellenabllüssen steht Scnecio cilicicns, S. megalophron und Cirsium uliginosum MB. allgemein. Der untere Theil des Weidelandes ist mit einem 3—4 Fuss hohen Pflanzenwuchs bcileckt, wel- cher aber 1000 Fuss über der Baumgrenze gar sehr abnimmt, so dass die an der cilicischeii ISaumgrenze unsrer Bergwiesenvegclation ähnliche l'ppigkeit bei weiterer Hohe von 7000 bis 8000 F'uss in jene uusers mittlem Alpenlandes übergeht. Das Hocbalpenland hat ein felsiges und von (ie- roll und Schuttlebnen lichlgraues Ansehn. Der untere Theil SOOO bis 'JOOO Fuss hat noch stellenweise knorrig zusammengewachsene Parthien, welche gleichsam den zerrissenen Rasenstücken unsrer .\lpcn gleichen. Weil zumal in den Thälern sowie auf den Jocluiliergängen, also in den Sätteln, vorziiglich aber um Ouellen und eben geschmolzene Schncefelder sich solche grüne Flecken häufiger zeigen, so hat diese untere Region des Hochalpenlandes noch ein grau und grün ge- schecktes Aussehen. Auf schiclerigeni Borlen gedeihen in solchen rasenartigen Flecken l'otentilla piilvinaris, Aslragaliis amoenus, Androsace olympica, lleracleum Paslinaca, Scorzonera cinerea, Saponaria pulvinaris, Scorzonera rigida, Johrenia alpina. Uui die (Juellen stehen: Crepis pinnatilida, Chamaemelum Ketsch., Kobresia caricina, Poa bulbosa. Um die Schneefelder bildet Bannneulus demissus einen von Blüthen gold- gelben Bing. F'elswände werden von da an vorherr- schend und sind in allen ihren Spalten und selbst an deren sanftem Abhängen reichlich mit Vegetation be- deckt Es beleben diese ungeheuren Sieincolosse hauptsächlich Silene odontopetala, Arabis albida, Saxi- fraga Kotschyi, Scrophularia libanotica. Androsace olympica, Omphalodes Liiciliae, Draba acaulis mit meh- reren andern. Zwischen den Felsen befinden sich weile Schuttlebnen, welche so steil abfallen, dass sie sich beim Betreten an vielen Stellen in Flachen \on einigen (juadratklaftem in Bewegung setzen. Diese sind meist mit Silcnc supina, Astragalus cbionophilus. A. pelliger, Eunoinia opposilifolia und lleldreichia Kotschyi an günstigen Stellen bewachsen. Diese Schutllebneii sind es, welche den bedeu- tendsten Theil des Ilochalpenlandes von 9000 — 10,000 Fuss bedecken. Die im llohenlableaii sich belindendcn felsigen Parlhien haben einige Vegetalionsdecke und sind mit Ausnahme der zu abschussigen Felssciten fast überall mit Steinfragmcnlen bedeckt, so dass der bei weitem grössere Theil der (Ibcrflache des Iloch- alpenlandes von 9000 bis 11,000 Fuss Schuttichncn und sanftere Abdachungen mit steiniger Decke zeigen. Die Zahl verschiedener Pflanzenarten nimmt bedeutend ab, indem die angeführten Pflanzen ans der Tiefe meist bis in diese Höhen verbreitet .-ind. Nur wenige Pflan- zen sind diesen Regionen eigcnthumlicb , und auch diese dürften leicht möglich auch tiefer vorkommen. Euphorbia densa. Viola crassifolia. Erysimum Kotschyi, i 84 Hedysarum eiythroleiicuiii auf Felswänden und Eiino- mia nibescens, Astragalus eriophilus, Cerastium gna- plialodes im Schutte scheinen diesen höchsten Regionen allein anzugehören. Meine Pflanzen dieser höchsten Regionen haben ein von der Hauplfarbe des Hochge- birges sicli kanin unterscheidendes lichlgraues Colorit, so Alyssuni argyrophylluni, Asiragalus pelliger, Draha acaulis, Laminm eriocephaluni, Potentilla pulvinaris, Cerastium gnapbalodes, Astragalus eriophilus, Scorzo- nera rigida und Hedysarum erylhroleucum. Daher kommt es denn auch, dass selbst jene Stellen, welche reichlicher mit Vegetation bedeckt sind, den lichtgrauen Charakter beibehalten. Wir unterscheiden sonach ein Hochalpenland, ein üppiges Weideland, eine Waldre- gion, welche in den obern und untern Waldsauni oder Waldlheil zerfallt, dann das mit dorniger Slraiichvege- laliou überzogene kreidigweisse Hügelland und endlich die fruchtbare Ebene. Es ergeben sich folgende natürliche verticale Glie- derungen in den Regionen: 1. Küstenland (Culturebene) sammt Thalmündungen, 1 bis lOÜO Kuss. H. Kreidigweisses Hügelland mit dornigen Sträu- chern, 1000 bis 2000 Fuss. III. Untere Waldregion (unterer Waldsaum), 2000 bis 3800 Fuss. a) Laubholz vorherrschend, bj Nadelholz, Kiefern. IV. Obere Waldregion 3800 bis 6000 Fuss. a) Schwarzlöhrenwald. b) Cedernwald. V. Üppiges Weideland, 6000 bis 8000 Fuss. VI. Hochalpenlaud, 8000 bis 11,000 Fuss. Am 19. October 1S53 stieg unser Reisender in Triest wieder ans Land, beladen mit einer reichen Ausbeule naluriiislorisciier Gegenstände, die er noch so glücklich war an Land ge- schafft zu haben, ehe ein Siroccoslurm die Lloydniagazine Iheilweise unter Wasser setzte. Das Werk ist mit 3 IlUisIrationen, einer Ansicht des Bulghar Dagh, einer Karle des- selben, und einem Höhenlableau des cilicischen Taurus gesciimückt. Letzleres ward schon früher von uns erwähnt (Bonpl. Vi. p. 191.). Zu bedauern ist, dass dem Buche ein Inhalls- verzeichniss mangelt, und dass über den Seilen die Hauptpunkte, worüber sie handeln, nicht angegeben sind, wodurch der Gebrauch dieser Monographie eine ziemlich unbequeme wird. Das übrigens schön ausgeslatlele Buch ist un- serm grossen Humboldt gewidmet, und wird der wissenschafilichen Well durch ein Vorwort des in der Kennlniss Asiens so hoch bewan- derten Carl Ritter als „ein naturgetreues, frisches und lebendig dargestelltes Naturge- mälde einer historisch berühmten und doch fast unbekannt gcbliibencn roinanlischen und höchst interessanten Gebirgsgruppo Ciliciens auf dem Übergange von Kieinasien nach Nord- syrien" empfoliUn. Zeitnn$i;siii)c]iricl)teii. Grossbritanmen. London, 20. März In dem Leilarlikel der Bonplandia vom 1. Juli lb58 (VL p. 225) lieisst es; „Eines der würdigsten Denkmäler, das Robert Brown von seinen Landsleuten gesetzt werden könnte, würde sein, eine voll- ständige Sammlung seiner sämmtlichen Schriften itn Originalte.xle zu veranstalten." — Wir freuen uns melden zu können, dass die An- sicht Boden gefasst hat, und dass die Ray Society hieselbl Anstalten getroffen hat. Alles was aus Brown' s Feder geflossen, zu ver- öffenllichen. Das Ganze wird aus etwa zwei Bänden bestehen, und von dem langjährigen Freunde Brown's, Herrn J. J. Bennelt redi- girt werden. — In einer interessanten Millheilung des Reisenden Spruce an die Linnö'sche Gesell- schalt meldet derselbe, dass er eine zweite Art der seitsamen Gallung Wettinia l'oepp. in Peru entdeckt habe, und dass nacii seinen Unlersuchungen Wettinia keine Pandanee, son- dern eine echte Palme sei, die der Gallung Iriartea nahe stehe. — Herr W. Fitch, unser berühmter Pflan- zenzeichner, hat sich nacii Madrid begeben, um für Herrn Howard die in dortigen Her- barien aufbewahrten seltenen Cinchona-Arten zu zeichnen. Herr Howard wird nämlich in Kurzem Pavon's Ouinologie mit vielen Abbil- dungen veröffenilichen. — Grisebach's Flora Westindiens wird bei Reeve hierselbsl erscheinen. — Dem afrikanischen Reisenden Mungo Park hat man kürzlich ein Denkmal gesetzt. Inhalt. Nichtamtlicher Tb eil. Adjuncten-Versammlung der Kaiserl. Leopoldinisch-Carolinischen Akademie. — Der Adlerfarn und das Helechobrod. — Crypiocoryne Koenigii. — Neue Bücher \Rei.se in den cilicischen Taurus, von Dr. Theodor Kolsfhy). — Zeitungsnach- richten iLondon). Druck von .\ugHst Grimpe in Hannover. MarktsIrasse Nr. 03. „Nun quam otiosus." ^: Erscheint am 1. u. 15. jedes Monata. Preis des Jahrgangs 5V9 Thir. iDsertionsgebiibren 2 Ngr. für die Peiitzeile. Redaction: Berthold Sei'miinn BOmAPlA. AgonU : \ In London WIlUiiis & Nor 0/ gate, 14, HeurieiuSireei, y Covt'tit Cianlon, ( k rariH Fr. Kliiicksleck, U, ni.-.l- Li)lf, iu New Yurk U, Wuler- maau & €«-, ^wt, Broadway. in fönöon. U.E. G.Seemann in i^aniiöDcr. Verlag Ton CurI Uiiitipler in C)dniii}Dcr Oslerstrasse Nr. it. (^ctllcfjrifl für ^ic ijcfammtc ^olaiiili. Officielles Organ der Kaiserl. Leopold. -Carol. Akadeiirie der Naturforscher. VIl. Jahrgang. gannoucr, 15. ^prtl 1859. \«i7. Nichtaiiilliclier Theil. Ein Schriben Hiimlioldt's. Die „Voss. Ztg." schreibt; A. v. Humboldt beehrt uns mit dem Gesuch, nachstehendes Schreiben zu verüflentlichen : „Leidend unter dem Drucke einer immer noch zunehmenden Correspondenz, fast im Jahresmittel zwischen 1600 und 2000 Nummern (Briefe, Druckschriften über mir ganz fremde Gegenstände, Manuscripte, deren Bcurtheilung gefordert wird, Auswanderungs- und Coloniai- Projecte, Einsendung von Modellen, Maschinen und Naturalien, Anfragen über Luftscliifffahrl, Vermehrung autographischer Sammlungen, An- erbietungen, mich häuslich zu pflegen, zu zer- streuen und zu erheitern u. s. w.), versuche ich einmal wieder, die Personen, welche mir ihr Wohlwollen schenken, öfTenllich aufzufordern, dahinzuwirken, dass man sich weniger mit meiner Person in beiden Continenten beschäf- tige, und mein Haus nicht als ein Adress- Comptoir benutze, damit bei ohnedies abneh- menden physischen und geistigen Kräften mir einige Ruhe und Müsse zu eigner Arbeit ver- bleibe. Möge dieser Ruf um Hülfe, zu dem ich mich ungern und spiit entsciilossen hybe, nicht lieblos gemissdeutet werden. Berlin, lö. März 1S39. Ale.xander v. Humboldt." l .Ji^T) licmerlvuiigcü über die (iatliingen Agave und Fourcroya nebsl ISescbreibung einiger neuen Arten. Von Sr. Durchlaucht dem Fürsten zu Salm-Dyck. Als ich im Jahre 1834, unter dem Titel Hortus Dyckensis, das Verzcichniss der Pflan- zen, die sich in meinem Garten befanden, ver- öffentlichte, besass ich schon eine nicht unbe- deutende Anzahl der zu den Ciattungcn Agave und Fourcroya gehörigen Arten. Die meisten dieser Pflanzen waren aber zu jener Zeit noch zu jung, um richtig bestimmt weiden zu kön- nen ; und so haben sich einige Irrthümer in den angeführten Synonymien sowohl, als auch in den (pag. 301— ;510) gegebenen Diagnosen eingeschlichen, welche ich heute berichtigen will. Das Namenverzeichniss jedoch der in meinem Garten zu jener Zeit vorhandenen, so wie ein ähnliches der in dem Berliner Garten cultivirten Arten, welches in der Allg. Garten-Zeitung (1852 pag. .50) erschienen ist, werden mir, hinsichtlich der Priorität einiger Benennungen, zum Anhaltspunkte dienen müssen. Was zuerst die Gattungen Fourcroya und Agave im Allgemeinen betrifl^'t, .so hat Herr Dr. Zuccarini in einem sehr lehrreichen Aufsatze, der in dem XVI. Bande (183.3) der Acta Acad. Caes. Leopold, abgedruckt ist, die früher schon versuchte und wieder aufgegebene Trennung der beiden Gattungen endgültig fest- gestellt und alles angegeben, was über ihre Geschichte und ihre Stellung im natürlichen n Systeme gesagt werden kann. Er giebt zwar, - > '' 3. Agave atrovirens Kavw. — Nob. hört. Dyck. j). 302. A. acaulis, foliis latis clongatis crassis rigidissimis nitidis atroviridibus, subtus n convexis supra concaviusculis, ad margines J 88 repandodentatis, dentibus validissimis corneis, aeque ac spina terminalis longe producta, auran- tiobrunneis. Nob. Herr von Karwiiiski fand diese Art auf dem Berge Tanga in Mexiko. Sie ist die grössfe in der Gattung. Ihre Blätter sollen im Vaterlande eine Länge von 10 — 12 Fuss, und der Bliitlienscliaft eine Hohe von 30 Fuss erreichen. Die Blätter sind gegenwärtig bei mir 31/2 Fuss lang und 6 — 7 Zoll breit, abwärts nur wenig verschmälert, und in einen 2 Zoll langen Endstachel auslaufend. Die Gestalt dieses Endstachels giebt zur Unterscheidung der Arten sehr wesentliche Merkmale an. /" 4. A. americana L. — ScJiut. Syst. Veg. 7. p. 722. In dem Beitrage zur Natur- und Lilterär- Geschichte der Agaveen, welchen Herr Professor von Martins in den Gelehrten Anzeigen vom Jahre 1855 hat abdruckeu lassen, ist Alles erschöpft, was über die Geschichte, die Kiiltur und Benutzung dieser Art zu sagen ist. /7>*i ^'^'^Y^ 5. A, picta H. Paris. A. acanlis, foliis valde elongati,s utrinque attenuatis viridibus ad raargines flavido-pictis, junioribus erectis senioi'ibiis patentissimis flaccido - recurvis, re- pando-dentatis, dentibus rigidis aeque ac spina terminalis longe producta brunneis. Noh. Diese Pflanze, welche der Pariser botanische Garten aus Amerika erhallen bat, ist höchst wahr- scheinlich die panaschirte Varietät einer uns unbe- kannten Art. Sie steht der A. americana sehr nahe ; unterscheidet sich jedoch, beim ersten Anblicke, durch ihre schmäleren, in einen langen Endstachel auslau- fenden Blätter; durch ihre kleinere Statur, und über- haupt durch einen andern Habitus von jener Art, und besonders von der auf ganz ähnliche Weise gescheckten Spielart derselben. Ich wäre daher sehr geneigt, die A. picta für eine bunte Abart der A. Milleri zu halten. 6. A. Milleri Haie. Synop. — Schult, l. c. p. 723. Die Pflanze, welche in unseren Gärten unter diesem Namen cultivirt wird, ist wahrscheinlich nicht die ächte, und scheint nur eine schmalblättrige Abart von A. ame- ricana zu sein. Sie soll von dieser Art durch einen ein- fachen BInthenscbaft abweichen, und durch schmälere Blätter. Da sie jedoch noch nirgends geblüht bat, so können wir von ihrem Blülbenslande nichts sagen, und die nur etwas schmäleren Blätter sind übrigens denen der A. americana ganz ähnlich. 7. A. mexicaua Lamk. Encycl. 1. p. 52. (excl. var. ß.J — Haxo. Suppl. p. 41. — A, Maguai Desf. Tahl. de VEcole ed. 2. p. 33. — A. Keratto Noh. H. Dych. p. 304. (delend. caeferis synon. ut duhiosis.) Die Pflanze, welcher Lamarck in der Encyclo- pädie diese Benennung beigelegt hat, ist bis heute eine zweifelhafte geblieben. Obwohl sie lange schon in dem Pariser botanischen Garten cultivirt war, so halle sie jedoch weder dort, noch in irgend einem andern (Jarten geblüht; und es ist nicht wohl möglich, die Gründe zu erralhen, welche Lamarck bewogen haben, die Agave (jetzt Fourcroya) cubensis Jacq. mit seiner A. mexicana zu vereinigen, und als eine Abart der- selben m betrachten. Er verwechselt sogar beide Arten, indem er (Encycl. 1. p. 53) in der Adumbration der A. mexicana, einer Seits, den Wurzelslock und die Blätter nach der im Pariser Garten lebenden Pflanze beschreibt, und andererseits, dem Werke von Jacquin die Beschreibung entlehnt, welche dieser von der Blume und dem Blüllienstaude seiner A. cubensis gegeben hat. Diese so unrichtig bestimmte Art hatte ich Herrn Haworth milgetheill, und seine A. mexicana Suppl. p. 41 ist die ächte Lamarck'sche Pflanze. Späterhin jedoch war ich zufällig in den Besitz von zwei uralten Exemplaren dieser Art gekommen, welche seit Com- inelyns Zeilen, vielleicht, in einem Holländischen Garlen gelebt hallen, und es schien mir fast unmöglich zu sein, dass Miller diese Art nicht sollte gekannt haben. Ich besass zur Zeit, wo ich in meinem Hortus Dyckensis das Verzeichniss der zur Gattung Agave ge- hörigen Arten gab, noch nicht die A. Keratto, und ich hielt irrthümlich die A. mexicana für diese Art.- Alles, was ich von A. Keratto sage, gehört also zu A. mexi- cana, deren Diagnose folgende bleibt : „A. acaulis, foliis lato-oblongis acutis con- fertis strictis planis pallide viridibus pruinosis, ad niargines repando-dentatis tinctura rube- dinis dentibusque instructis numerosis rigidis incurvulis nigricantibus, spina terminali subu- lata brunnea." Nob. Die Blätter sind 2—3 Fuss lang, und 5-6 Zoll breit, abwärts ein wenig verschnrälert, zahlreich, nicht sehr fleischig, aufrechlslehend, steif, flach, blassgrün, mit einem dünnen Reife überzogen, und an ihrem Rande (besonders gegen die Spitze hin), röthlich ge- färbt. Die Randstacheln sind zahlreich, ged.ängl, etwas hakig gekrümmt, gelblich, im Aller schwarz; der Endslachel braun. Diese Pflanze hat nie geblüht. 8. A, Salmiana Otto Allg. Garten-Zeitung 1842. p. 51. A. acaulis, foliis perpaucis latis elongatis rigidissimis cinerascenti- viridibus, inferne semicylindraceo-incrassatis repando- dentatis, dentibus corneis, superne sensira at- tenuatis ad margines laevibus, et in spinam gracilem longissime productis. Nob. Die Blätter dieser ausgezeichneten Art sind gegen- wärtig in meinem Garten 2V2 Fuss lang, und in ihrer Mitte 6 Zoll breit. Sie sind abwärts nur wenig ver- schmälert, durch ihre Dicke jedoch von allen ver- wandten Arten unlerscbieden. Auch unterscheidet sich die A. Salmiana durch die geringe Anzahl ihrer spar- rigen, unregelmässig vcriheilten Blätter, deren kaum 6 — 7 gleichzeitig entwickelt sind. , 9. A. Jacobiana; acaulis, foliis late-oblon- gis, acutis erecto-patulis laevibus inferne in- crassatis superne incurvatis luride viridibus A supra concavis subtus convexis rigidissimis, J 89 ^ ad margines inferne repando-grandidcntatis, dentibus corneis valde remotis recurvulis basi latis subdecurrentibus brumieis, apicein versus integris in spinam terminalem longani atte- nuatis. Noh. Der Herr Oberst Ja colli, der eine ausgezeicliiiete S Fuss lange, an der Basis 3 Zoll breite, und allmählig in den Endstachel auslaufenile, weniger zahlreiche Blätter. Auch unterscheidet sie sich durch zahlreiche Würzelausläufer. / 11. A. sciibra acaulis, foliis rhoinbeo-ob- longis jimioribus suberecto-patulis senioribus recurvato-patentissirais cinerascentibus asperis supra plano-concaNausculis basin versus con- vexis, ad margines inferne minute serrulatis, superne repando-dentalis, dentibus corneis recurvulis brunneis, apice in spinam validani exeuntibus. Nob. Diese Pflanze, welche bei Cbihuahua wächst und in unseren Gärten von Samen aufgegangen ist, wel- chen Dr. Wislizenus nach Deutschland geschickt halle, ist oft mit A. tehuacanensis verwechselt wor- den. Sie unterscheidet sich jedoch durch ihre zahl- reicheren, nach oben zu nicht verengten, sondern breiter werdenden Blätter, die nur 5 Zoll lang und 2-2V2 Zoll breit (an ihrer breitesten Stelle) sind. Diese Art, die wir seit 11 bis VI .labren schon culli- viren, gehört ofl'enbar zu den kleiuslen in der Gattung. 12. A. potatoriun /iucc. L c p. 1)74. et A. Scolymus Karw. — Diefr. Allfj. Garten- A, elegans, latifolia, Zeit. 18-PJ. p. 402. pulchra Hort. Zwischen diesen beiden, durch Herrn von Kar- I winsky als zwei verschiedene Arten in unsere (lärten eingeführten Pflanzen ist kein Unterschied zu finden. Ich habe sie von ihm selbst erhalten, und seit beinahe 30 .lahren, dass sie in meinem Garten stehen, habe ich sie nicht einmal als Spielarten von einander trennen können. Dr. Zuccarini hat in den Ad. Acad. Caes. Leop. Nal. Cur. Vol. XVI. folgende Diagnose von der im Wünchncr (iarten kullivirten A. potatorum gegeben : „A. acaulis, foliis late oblongis planis glaucis margine spinoso - dentatis , dentium saepe inaequalium parte inferiore carnosa rccta, superiore Cornea acuminata retrorsum vel antrorsum uncinata, aeque ac spina ter- minalis longa subulata pallide fuscis." Und 10 Jahr später, wo in dem Berliner Garten eine unter dem Namen von A. Scolymus dort einge- führte Pflanze zur Blüthe kam, gab Dietrich in der Allg. Garten-Zeitung (1843. p. 402) eine vollstän- dige Beschreibung derselben. Sie lautet wie folgt : ^ ,^A. Scolymus, acaulis ; foliis liumifusis ob- verse-lanccolatis vel subsputluihitis , apice in spinam validam canaliculatam attenuatis, mar- gine spinoso- dentatis, dentibus recurvatis dc- ciduis, supra planis vel convexiusciUis, subtus convexis; scapo stricto apice paniculato, pe- dunculis brevibus adscendentibus, lloribus las- ciculatis, perigonii lacinii.s iincaribus, slylo staminibusque perigonio duplo longioribus." Der wesentliche Character dieser Art besteht in ihren kurzen, kaum einen Fuss langen, glatten, be- reiften, verkehrt eilöriuigen Blättern, die oben alige- stnnipft und T> Zoll breit sind, und fast plötzlich in einen 2 Zoll langen Endslachel auslaufen. ^13. A. vivipara L. — Schult, l. c. p. 727. Delenda stud ni/nonyma Lamk. Encyd. et Milleri, quae ad A. soboliferam pertimnt; delend. quoque syiioiii/riuoii liumpit. Amb. V. t. 94; sed addendum nynoiii/Mum DiUenü „Aloe barbadensis mitior. H. Elth. 1. p. 23. tab. 19. Fig. 21. Diese Art unterscheidet sich von allen verwandten durch die hellgrüne Farbe ihrer Bialter. Auch sind die Kandstacheln klein und stehen oft so gedrängt beisammen, dass beim ersten Anblick die Pflanze nicht zur §. .Macroca nt liae zu geboren scheint; höhere Af(i- nitälen jedoch weisen ihr dort ihre richtige Stelle an. ^ 14. A. lurida Ait. — Zucc. l. c. p. 070. — A. Vera Crucis Nob. II. Dyck. p. 308. — Delend. synoii. Herrn, et addoid. Commel. H. Aimt. IL t. Kl. Dr. Zuccarini hui eine vortreffliche Abbildung und folgende Diagnose MUnrhener Garten geblüht l eine vortreiriichc Abbildung dieser Art, welche in dem C lil liutlc, gegeben : °\ 90 p „A. caulescens, foliis e basi paruni dila- iJ tata late lineari-oblongis utrinqiie planis laxis glaucescentibus spinoso-dentatis, dcntibus bre- vibus rectis corneis, margine inter eos hei- baceo glabro, spina terminali valida; stipite paniculato, ramiilis ultimis subcymoso - fasci- culatis." Sie bildet einen kurzen Stamm ; ihre zalilreiclien, lederartigen, ziiriickgelKigenen, grünlich-grünen Bliiller sind 3—3 Fnss lang, in der Jlitte 5 Zoll breit, nach unten stark verengt, am Hände mit kleinen, zahlreichen, schwarzen Stacheln besetzt, und in einen zolllangen braunen Endstachel spitz auslaufend. Die von Jacqnin in seinen Collectaneis T. IV. p. 94, beschriebene, und lab. I. abgebildete A. lurida ist eine andere von der obigen verschiedene Art. Der Schonbrunner Garten hat sie aus Holland erhalten, und spräche Ja cqu in nicht von ihrem einen Fnss hohen Stamme, so würde ich vielleicht geneigt sein, sie für Ä. mexicana zu halten. '■ 15. A. Ixtli Karw. — Nob. H. Dijck. p. 306. A. acaulis, foliis erecto - patentibus strictis rigidissiinis lanceolato - oblongis glau- cescenti - viridibus inferne semicylindraceo- incrassatis superne caiialiculatis, ad margines repando-dentatis ; dentibus remotis corneis la- tinsculis imcinatis nigricantibus, spina termi- nali valida subulata atropurpurea. Noh. Die wenig zahlreichen, steif - anfrechlstehenden mehr faserig als fleischigen Blätter sind I '/a — 2 Fnss lang, in der Mitte 2I/2 Zoll breit, abwärts ein wenig verengt, und in einen pfriemenforniigen Endstachel auslaufend. Diese Art unterscheidet sich von A. lurida durch ihre viel kürzern, steifen, geraden Bliitler und ihre stärkeren entfernter stehenden Randslacheln. Sie wächst in Yucatan, und wird als eine nützliche Faser- stoff liefernde Ptlanze dort angebaut. •^ 16. A, macroacantha Zucc. l. c. pag. 676. — Nob. H. Dt/ck. p. 305. — A. foliis li- neari-lanceolatis subtrigono-incrassatis superne planis vel convexis valde caniosis glaucis spinoso-dentatis, dentibus reinotiuscailis latis corneis cuspidatis rectis vel uncinatis nigri- canti - fuscis, margine inter dentes nudo her- baceo, spina terminali maxima (pnllicari) ro- busta subulata nigricanti - fusca. Zucc. Diese Art gehört zu den kleineren in der Gattung. Ihre Blätter sind zahlreich, grau- grünlich, aufrecht stehend, 8—9 Zoll lang, und IV2— 2 Zoll breit. Die Randstacheln sind unregelmässig verllieilt und fehlen oft ganz an einigen Stellen. Der Endstachel ist 2 Zoll lang. '' 17. A. flavescens H. Monac. — Nob. H. Dyck. p. 8. A. subcaulescens, foliis lineari- lanceolatis numerosis confertis ima basi supra So convexiusculis superne concavis subtus con- 7 vexis glaucis spinoso-dentatis ; dentibus parvis remotis corneis rectis vel uncinatis, spina ter- minali semipollicari subulata rufescente. Nob. Ich habe diese Pflanze lauge für eine schmälere .Abart der A. macroacantha gehalten, jedoch je älter sie wird, desto mehr entfernt sie sich von dieser durch einen 3 — 4 Zoll hohen Stamm ; durch zahl- reichere, schmälere und etwas längere Blätter, die - weniger fleischig und auf ihrer Fläche rinneuformig ausgehöhlt sind. . 18. A. rigida Mill. — Fourcroya rigida Haw. — Schult, l. c. p. 731. addendum Coni- mel. H. Amst. IL f. 17. A. subcaulescens, foliis erecto-patulis con- fertis angustc lineari - lauceolatis tenuibus ri- gidis subcanaliculatim-incurvulis glaucescen- tibus, ad margines inferne dentatis, dentibus cartilagineis parvulis nigricantibus , superne integris et in spinam terminalem abbreviatam subulatam nigram eseuntibus. Nob. Diese Art bildet einen kurzen Stamm; ihre zahl- reichen Blätter sind 15 — 18 Zoll lang, und in der Mille etwa 2 Zoll breit. Diese Blätter sind dünn, ziemlich steif, flach, oder abgeflacht-rinnenförmig. Der Blüthenschaft ist 9 Fuss hoch, und es ergiebt sich offenbar ans der Abbildung, welche de Spin von der Blume gegeben hat, dass die Pflanze zur Gattung Agave gehört. '' 19. A. Karwinskii Zucc. l. c. p. 677: — Otto Ällg. Garte7i-Zdt. 1842. p. 50. A. caulescens, foliis laete viridibus e basi orbiculariter dilatata late lorato - linearibus rigidis, superne concavis, remote spinoso-den- tatis, dentibus rectis vel uncinatis cuspidatis totis corneis nigricantibus, margine inter dentes herbjjceo, spina terminali valida recta nigricante, utrinque in marginem corneum plus minusve decurrente. Zucc. Der Stamm ist 3—4 Zoll hoch und 2 Zoll dick. Die zahlreichen bei 2 Fnss langen, und nur 12—15 Linien breiten Blätter sind steif und gerade. Sie zeichnen sich durch ihre hellgrüne Farbe aus, und durch ihre schwarzen und breiten Stacheln, welche am Rande ab- wärts viel gedrängter beisammen stehen und kaum 3 Linien von einander entfernt sind. Sie vermehrt sich auch selten nur durch einige Wnrzeltriebe. ' 20. A. laxa Karte. — Otto Allg. Garten- Zeit. 1842. p. 51. A. acaulis, foliis laxis anguste lineari-lan- eeolatis recurvato-patulis tenuibus supra cana- liculatim incurvnlisluteo- viridibus, ad mar- gines spinoso-dentatis, dentibus subremotis corneis gracilibus antrorsum imcinatis aeque ac Spina terminalis subulata brevis atro-purpu- ^ rascentibus. Nob. j 1 91 *" Die liliitler dieser Pflanze sind wenig zahlreich, , ) zuerst aiilrccht slehend, die älteren abstehend zurück- gebogen, gelblich grün, '2 Fiiss lang und 1 Zoll breit, diinn, rinnenformi^ einwärts gekrümmt, und in einen ■ kurzen Stachel endigend. Die Randslaclieln stehen ziemlich gedrängt, sind schmal und dunkelroth gefiirbt. ' 21. A. pngioniformis Zucc. l. c. p. tJ7ß. — Noh. H. Dyck. p. 306. A. acaulis, foliis linem-ibus apicc longe attenuatis pugioiiiforraibus i-igidis carnosis siibtus convcxis supra parura eoneavis glau- cescentibus margine spinoso-denticulatis, den- tibus reuiotis parvis corneis vel inia basi sub- caruosis, margine inter eos hei-baceo iuteger- rimo, Spina terminali valida subulata rigida aeque ac dentes purpureo-fusca. Zucc. Die Blatter sind aufrechtstehend, zahlreich, grau- grün, 2 Fuss lang und kaum 2/4 Zoll in ihrer ganzen Länge breit ; halb-stielrnnd und in einen zolllangen Endstachel dolchrürmig auslautend. Die Kandstachcln stehen eutCernt, sind breit und dunkelbraun. Die l'flanze vermehrt sich leicht durch zahlreiche Wurzel- triebe. *^ 22. A. serrulata Karte. — Otto Allg. Garten-Zeit. 1S42. p. ol. A. acaulis, foliis lineari - laiiceolatis subri- gidis temiibus subcaiialiculatis glaucescen- tibus, ad mai-gincs serrulato-dentatis, dentibus uartilagineis ruinutis confertis albidis, Spina terminali basi herbacea imo apice Cornea ni- gricante. Noh. Diese Art zeichnet sich durch ihre bei 1 Kuss langen und nur 1 Zoll breiten rinnenriiruiigen, gräulich grünen Ulatter aus, die am Rande sägel'iirmig gezähnt sind, und in eine weiche Stachelspitze auslauten. " 23. A. rubescens Noh. H. Dyck. p. HOii. — A. punctata Noh. l. c. — A. flaocida H. Monac. A. acaulis, foliis laxis lineari - lanceolatis tenuibus subtiacoide recurvatis supra canali- culatim incurvuiis, glaucis (sole ardente pur- purascentibiis) ad margines undulatis spinoso- dentatis, dentibus cartilagineis parvulis ap- pro.ximatis albidis apice aurantio - brunneis, Spina terminali gracili interdum subrigida. Noh. Die Blätter sind wenig zahlreich, 2 Fuss lang und l'/iZoll breit, dünn, rinuenförmig einwärts gekrümmt, schlair zurückgeliogcn , gräulich grün, den Sommer über jedoch und in freier Luft rolhlich gularbl. Diese Art weicht durch einen halbsleifen Endstachel, so wie die frühere (A. serrulata) durch ihre sägeforinigen Randstacheln ein wenig von dem Character der Unter- abtbeilung ah; alle übrigen Affinitäten aber weisen ihnen hier ihre Stelle an. l' ■ 24. A. btilbifera N>h. 11. Dijck. p. 30.3. A. acaulis, foliis lorifuniiiter longe lanceo- latis rccurvato-patentissiinis ilaccidis coriaceis glauco-viridibus, suprti jilanis utrinque lae- vibus, ad margines undulatis repando-gran- didentatis, dentibus berbaccis rcmotis apice unoinatim cartilagineis, et in mucronem her-, baceum e.xeuiitibus. Noh. Diese l'llauze unterscheidet sich von allen übrigen Arten durch ihre schlaffen, dünnen, riemenfürmigen, 3 Fuss langen und 2 Zoll breiten Blätter, die abwärts nur wenig verengt und in eine weiche Stachelspitze endigend, an ihrem wellenlürmigen Rande mit weit ausgeschweiften Uraulartigen Zahnen besetzt sind. 25. A. bromeliaefolia Noh. H. Dyck. p. 303. A. acaulis, foliis liiieari-lanccolatis erecto- recurvulis acutis tenuibus subcaiialiculatis laete viridibus, ad margines repando-dentatis, den- tibus confertis rectis berbaccis apice flavo- brunneis, et in mucronem lierbaceum pro- duetis. Noh. Diese Art zeichnet sich durch ihre 3 Fuss langen und kaum 2'/2 Zoll breiten, aulrecht stehenden Blätter aus. Sie sind am Rande ausgeschweift und bilden, wie bei A. bulbifera, krautartige Zähne, welche nur viel enger und gedrängter beisammen stehen. Diese Zähne sind an ihrer Spitze gelblich-braun; die Stachel- spitze fehlt ganz. •■ 2G. A. Commelyni Noh. H. Dyck. p. 301. A. acaulis, foliis oblongo-lanceolatis acutis erecto - patulis coriaceis planis laetissime viri- dibus supra lacvibus subtus asperiusculis, ad margines undulatis, inferne rcpando - grandi- dentatis, dentibus herbaceis apice cartilagineis fulvidis, siiperne plits miimsve integerrimis, et in mucronem inerinem yiroductis. Noh. Die Pflanze hat grosse Ähnlichkeit mit Fourcroya gigantea. Sie unterscheidet sich durch kürzere, nur 2 Fuss lange, Blätter, welche hingegen in ihrer Mitte bei 4 — .") Zoll breit sind, am Rande wellenlormig ge- bogen, und an der untern Hälfte desselben grosszähnig ausgeschweift. Ihre obere Hälfte ist meist ganzrandig, und läuft in eine weiche Stachelspilze aus. ^ 27. A. sobolifera Herrn. Hort. Lugd. bat. 16, 17. — A. vivipara Lamk. Encycl. 1. p. 53. — A. vivipiirü M'iU. Dict. n. 5. — Noh. H. Dyck. p. 307. A. acaulis, foliis latc oblongis acutis, ju- nioribus erectis senioribus patentissimis varie i'evolutis, basi crassis convexiusculis supernc |)lanis aut concaviusculis coriaceis, laetissime viridibus nitidis, ad margines rcjjando - den- tatis, dentibus herbaceis apice cartilagineis aurantio -fulvis et in mucronem subrigidum ■ productis; scapo paniculato. Nob. i ^ 92 W Diese schöne Pflanze hat 3 Fiiss lange, und in . 1 der Mitte 5 — fi Zoll breite lederartige Blätter, welche sonderbar hin und her schlaff gebogen sind, und sich durch ihre hellgrüne Farbe auszeichnen. Die Stacheln am Rande der Blätter, so wie auch der Endstachel sind krautartig mit einer pomeranzengelben knor- peligen Spitze. / 28. A. xylonacantha Noh. A. acaulis, foliis elongatis recurvato - deflexis squarrose divergentibus rigidis asperis cinereo-virescen- ttbus, sensim attenuatis supra concaviusculis subtus convexis apicem versus carinulatis et triquetro-prodttctis, mai'gine cinctis lignosa repando-grandidentata; dentibus cineiascenti- brunneis remotis compressis deltoideis magni- tudine et directione variis, spiua terrainali subpoUicari rigidissiraa bruunea ; scapo sim- plice, floribus laxe i-acemosis. Noh. Scaf)us gracilis basi diameti-o vix 9 - Hne- ari, et pedes 5—6 altu.s, sImplex, viridis, glaber, inferne bracteis sterilibus acuminatis instruetus. Flores in racemum laxum dispo- siti, ei'ecti, breve pedicellati, saepe geminati et bractea basi lata, apice acuminata, pallide violacea suffiilti. Pcriantliium sesqiiipollicein longum, perviride, inf'erne tubulosum, tubo supra germen parura constricto, apice sexpar- titum, laciniis erectis, strictis, angustis, obtu- siusculis, viridibus, (i — 7 lineas longis. Sta- mina basi laciniarum inserta, et longe ex- serta ; filameutis riibro - fuscis, erectis, filifor- mibus, sesquipoUicem longis ; autheris magnis, linearibus, flavis, versatiiibus. Stylus filifor- mis, erectus, staruinibus brevior ; stigma tri- gono-globulosum. Capsula parvula, trigona. Flores inodori. Noh. Ich habe diese sonderbare Art aus dem Pariser botanischen Garten, «o sie ans Samen gezogen worden ist, erhalten. Ihre Blätter sind IV.2 Fuss lang, an ihrer Basis 2V2 Zoll breit, und laufen allmählig in eine drei- kantige Spitze , und einen starken Endstachel aus. Diese Blätter sind wenig zahlreich, steif, zurückge- kriimmt, sparrig-divergirend, und an ihrem Rande mit einem breilzähnigen Saume eingelasst, der aus einem Gewebe von Holzfasern besieht und von dem Blatt- rande ablösbar ist. Diese Pflanze bat in meinem Garten geblüht und ihre Samen zur Reife gebracht. Sie gehört zu den nur einmal blühenden Arten dieser Gattung, und ist nach der Blütbe abgestorben. ^ 29. A. coerulescens Noh. A. acaulis, foliis elongatis angustis erecto-patulis rigidis strictis laevibus opacis utrinque giauco - coerulescen- tibus sensim attenuatis, supra plano-concaviu.s- culis subtus convexis, margine cinctis sublig- nosa superne integerrima inferne dentata, dentibus parvulis subremotis rectis vel unci- natis albis, spina terininali subulata valida fulvida. Noh. Diese Art habe ich mit der vorigen aus dem Pariser Garten erbalten. Sie gehört mit dieser und der folgenden zu den kleineni Arten in der Gattung Agave, und unterscheidet sich auf den ersten .\nblick durch die auffallend bläuliche Farbe ihrer 15 Zoll langen, an der Basis IV2 Zoll breiten Blätter, und ihre weissen Randslacheln. 30. A. univittata Haie. — Noh. H. Dyck. p. 308. A. acaulis, foliis elongatis angustis erecto- patentibus rigidis strictis nitidulis sensim at- tenuatis, supra plano-concaviusculis perviridibus cvim linea media albida, subtus convexis pallide viridibus, margine cinctis liguosa aut cornea su- perne integerrima inferne dentata, dentibus validis remotis uncinatis primo fuscis dein cinereis, spina terminali subulata valida brun- nea. Noh. Diese Art kommt ursprünglich aus dem Berliner botanischen Garten. Von dort hat sie Haworth im Jahre 1830 erhalten, und er hat sie in dem 10. Bande des Phil. Magaz. p.41-i sehr unvollkommen beschrieben. Ihre Blätter sind IV2 F"ss lang und 1 '/2 Zoll an der Basis breit und zeichnen sich durch einen breiten hellen Streifen auf der Oberfläche ans. Die Rand- Stacheln sind denen der A. heteracantha ähnlich. ^31. A. Poselgeri; acaulis, foliis confertis anguste lanceolatis erecto-patulis rigidiusculis parum carnosis, supra canaliculatim incurvatis perviridibus cum linea media paulum palli- diore, subtus convexis pallide viridibus lineo- lisque saturatioribus longitudinaliter striatis, margine tenui cinctis Cornea fulvo-rubra su- perne integra inferne dentata, dentibus re- motis uncinatis rigidis acutissimis, et in spinam subulatam brunneam attenuatis ; scapo sim- plice. Noh. Der Herr Dr. Poselger hat diese Pflanze, die zu den kleinsten in der Gattung Agave gehört, von seiner Reise niitgebracht. Er fand sie häufig an dürren und steinigen Stellen auf der me.\icanischen Hochebene, wo sie Lecliugilla genannt und zur Verfertigung einer Art Bindfaden benutzt wird. Ihre zahlreichen, kaum 8-— 9 Zoll langen und 8 — 9 Linien breiten Blätter zeichnen sich durch ihre brennend rothen und scharfen Randslacheln aus. Ihr Bluthenschaft wird etwa 8 Fuss hoch und trägt blassröthliche Blumen in einer dicht- gedrängten Blüthenlraube oder Ähre. / 32. A. heteracantha Zitcc. l. c.p.675. 7- Noh. H. Dyck. p. 308. A. acaulis, foliis late lanceolatis planis vi- ridibus, margine castaneo corneo dentato cinctis, dentibus valde approximatis compressis 93 .^ l deltoicleis acuminatis niagnitiKline ac directionc variis rectis vcl uncinatis, siiiiia tenninali va- Hda rccta subulata. Zucc. Adest in liorto varietas forte ])aiilo minor, i'oliis (sicut in A. nnivittata) siipra linca media lata |)aIlidiore notatis. Die Blatter dieser scliiiiien Art sind sehr zahlreich, aufrecht-abstehend, flach, gerade, IV2 Fuss lang nnil '2'/> Zoll in ihrer Mitte breit, abwärts ein wenig ver- engt und aurwiirts in einen l'/i Zoll langen End- stachel spitz anslaiifend. Der gezeilmtc Rand der Bliitler scheint von einer härteren Consistenz zn sein, und eher hörn- als holzartig genannt werden zu müssen. ' 33. A. Keratto MiU. — Hmc. — Schult. l. c. p. 727. A. acaulis, foHis lanceolato-elongatis erecto- patiilis iuferne semicylindfaceis superne ap- planatis crassiiisculis subrigidis, apice atte- nuatis canaliculatis in spinam terminalem fuscam longe productis, prasinis iiitidis in- tegris, margine tenui serrulatim dentata, scr- raturisque minutissimis fulvidis cinctis. iVo6. Obwohl Miller in den wenigen Worten dA. foliis ereetis, laele viridibus, margine fuscis, niiniine Ser- ratia" den Character dieser Art sehr richlig angegeben hat, so scheint sie doch in England unbekannt ge- blieben zu sein, da Alton in den beiden Auflagen des Hort. Kewensis sie mit einer der gescheckten Ab- arten der A. ainericana verwechselt. In .unseren Gärten ist sie fast nicht zn finden. Ihre Blätter snid gegenwärtig 1 '/a Fnss lang, in der Mitte 2 Zoll breit, und zeichnen sich durch ihre lebhafte sniaragdgriine Farbe aus. ^ 34. A. chloracantha Nob. — Otto Ällg. Gart. Zeit. 1842. p. 50. ■ A. subcaulescens, foliis elongato - lanceo- latis rccurvato-pateutissirais senioribus dcflexis basi semicylindraceis crassis superne coriaceis subcanaliciilatis apice in euspidem möllern longe productis, viridibus nitidis, ad margines integris serrulato - dontatis, dentibus .subiner- mibus minutis valde confertis primo albis dein nigricantibus. >Scapo simplice ; floribus gemi- natis dense raeeinosis.' Scapus gracilis, basi diametro vix 7-lineari, et pedes ;"> altus, siinplcx, viridis, glaber, iu- ferne bracteis sterilibus acuminatis instructus. Flores in racemum densum dispositi, erccti, brevissime jiedicellati, geminati, et bractea basi lata apice acuminata, violacea, suftulti. Periantliitim sesqui])olliccm longiim, lacte vi- ride, tubuloso-campanulatum, sexpartitum, la- ciniis latiusculis, recurvulis, obtusiusculis, linea media saturatiorc, et ad apicem margine tenui rubra notatis. Stamina basi laciiiiarum inserta, longissimc exserta; filanientis rubro - fuscis, crectis, fililnrmibus, 2'/;,puli. longi.-j; aiitheris magnis, linuaribus, flavis, vcrsatilibus. Stylus filiformis, ereetus, staminibus brevior. Stigma trigono-globulo.suin. Capsida oblonga, trigona. Flores inodori. Nob. Alle zur §. Micracanthae gehörigen Arten weichen von denen der beiden vorigen llnlcinhlheilungen durch ihre ganzrandigen Biälter ab, die nur mit kleinen, flaclicn, biegsaniiMi Sägezähnen, oder dünnen vviniper- arligen Stacheln besetzt sind, und unter diesen Arten ist die A. chloracantha besonders durch den Umstand merkwürdig, dass sie nach ihrer Bliithe nicht abge- storben ist. Sie halte bereits einen ,5 Zoll hohen und 1 '/i Zoll dicken Stamm gebildet, als im Kriilijalire I8.')8, aus dem Mittelpunkte des Kopfes, zahlreiche und schmälere Blätter hervor« uclisen, welche ein nahes Bliihen der Pflanze anzukündigen schienen. Es theilten sich jedoch die Blätter zuerst nur in zwei Köpfe, von welchen der eine den hier beschriebenen Blüthenschafl hervorbrachte, und der andere zu wachsen fortfuhr; so dass gegenwärtig die abgestorbenen Ülierrcsle des- selben in dein Winkel eines der unteren Blätter stehen und den .\nschein haben, als wäre der Hlüllienschafl w-inkelständig gewesen. Die Bläller sind I '/2 l'uss lang und 1—1% Zoll in der Mitte breit. '^ 35. A. mitis H. Monac. A. acaulis, foliis late oblongo - lanceolatis patcnti - incurvitlis crassis uti-inque laevissimis, inferne planis subtus convexis superne concavis apice cana- liculatis acutis in euspidem subspinescentem attenuatis, perviridibus nitidis integris, ad margines irregiilariter serrulato-dcntatis, den- tibus subinermibus minutis confertissimis varie in vel recurvulis aut subconfluentibus albidis imo apice nigris. Nob. Diese Pflanze habe ich aus dem botanischen Garten in München erhalten, Ihre Blätter sind 1 Fuss lang und über 3 Zoll breit, dunkelgrün, glatt und glänzend, und an ihrem Itaiwlc dicht mit kleinen, biegsamen, un- regelmässig hin und hergebogenen, auch zusammcn- fliessendcn Zähnen besetzt. Der Endstachel ist kraut- artig und an der änssersten Spitze nur steif, und bräunlich gefärbt. " 31). A. micracnnthü Nob. A. acaulis, fo- liis late ovato-obloiigi.s patcnti-incurvulis crassis utrinque laevibus, basi sit])ra convexiusculis subtus convexis su])crnc plano-concavis apice cantiliculati.s acutis in cu.spidein spinesccntem attenuatis, subalbicantibus opacis integri.s, ad margines gracile dcntatis, dentibtis ciliaefor- mibus subrigidis recurvulis, priiuo all)idis dein rubris, et mortuis nigris. Nob. Adest in horto varietas hujitscc speciei foliis albidioiibits, magis rccurvatis, et ad i \ 14 91 V= margines ciliis brevioribus atque pallidioribus >' iustructis. Die Blätter sind 1 Kuss laug iiuil volle 4 Zull I breit, und von allem Übrigen durch ihre bleich gelb- grünliche, fast ganz weissllclie Farbe auffallend ver- schieden. Auch sind sie an ihrem Uande mit wiinper- förmigen Stacheln, slall Sagezahnen besetzt. ^ 37. "A. yuccaefolia Kedout. — Schult, l. c. p. 725. In der zu kurzen Diagnose dieser Art geschielrt keine Meldung von den bräunlichen Flecken, welche auf der Oberllache der Blätter sich befinden und die Redonte in seiner Abbildung {Lil. t. 328) sehr deutlich doch angegeben bat. Sie ist also folgenderniassen zu berichtigen : A. yuccaefolia ; acanlis, foliis elongatis an- gustis a ba.si ad apicem longe attenuatis erecto-recurvatis canaliculato-concavis crassius- culis rigidis glaucis punctisque brunneis supra adspersis, ad inai'gines serrulatis, serraturis minutissimis albis, siiina terminali gracili brunnea. Nob. '' 38. A. maculata Eiujulm. Von Herrn Dr. Engel mann habe ich im vorigen Jahre aus St. Louis in Missouri diese aus Samen eben gezogene Agave erhallen, deren richtige Diagnose noch nicht festgestellt werden kann. Ihre 4—5 Zoll langen, und 10 — 11 Linien breiten Blatter sind, wie die von A. yuccaefolia, «a basi ad apicem sensim at- tenuata, ereclo-recurvata, canaliculalo-concava" ; sie sind aber von einer schönen smaragdgrünen Farbe, mit zahlreichern und breilern Flecken, an ihrem Rande gröber gezähnt und, bis jetzt wenigstens,